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Rebells gewinnen World Cup


Mo, 29.08.2011

Die Sensation ist perfekt. Die Oberwil Rebells besiegten den SHC Belpa mit 2:0 und werden verdient World Cup-Sieger. Am Turnier setzte man sich gegen den Deutschen Meister, gegen den Tschechischen Cupsieger und den Slowakischen Vizemeister durch. Drei Spieler der Rebells wurden ins All-Star Team gewählt. Tibor Kapanek wurde MVP des Turniers und holte sich die Topscorer-Krone.

Als der Oberwiler Captain Raphael Melliger den riesigen Pokal in die Höhe stemmte, realisierten die wenigsten Spieler, was sie gerade erreicht hatten. Die Rebells setzten sich gegen die besten europäischen Klubmannschaften durch. Niemand hätte mit diesem Grosserfolg gerechnet. Mit einem 0:0 in der Gruppenphase starteten die Rebells sehr defensiv ins erste Spiel des Turniers. Den ehemaligen Rebells-Trainer Vilo Somolanyi, der eine hervorragendes Spiel im Tor zeigte, konnten die Zuger nicht bezwingen. Gegen die beiden Tschechischen Teams aus Hradec Králové und Ústí nad Labem zeigten sich die Oberwiler von ihren besten Seite und bezwangen den Cupsieger und den Vizemeister aus Tschechien mit 6:2 und 5:0. Als Gruppensieger wartete das eher schwächere Team aus Heilbronn im Viertelfinal. Sang und klanglos siegten die Rebells 10:0. Der Gegner im Halbfinal war um einiges hochkarätiger im Format.  Der Gastgeber HBC Pilzen zeigte bis zu diesem Zeitpunkt ein überzeugendes Turnier. Das Halbfinal war hart umkämpft. 30 Sekunden vor Ablauf der Spielzeit sah es noch aus, als ob die Oberwil Rebells das Spiel verlieren würden. Ohne Torhüter gelang es der Zuger Powerplayformation durch einen Weitschuss von Kapanek das Team in die Verlängerung zu retten. Dort siegte der Schweizer Meister dank einer schönen Einzelleistung von Josh Merchant, nachdem den Rebells bereits zuvor ein eigentlich gültiges Tor aberkannt wurde. Da das andere Schweizer Team aus Belp überraschend gegen die scheinbar übermächtige Meistermannschaft aus Nitra (SVK) gewann, standen sich im Final Belp und Oberwil gegenüber.

Belp bot Paroli im Final
Die beiden Schweizer Teams starteten zurückhaltend in die Partie. Die Nervosität war förmlich zu spüren. Niemand wollte viel Risiko eingehen. So war die Partie zu Beginn ausgeglichen. Bald zeichnete sich jedoch ein Chancenplus für Oberwil ab. Daraus resultierten zwei Postenschüsse für die Zuger. In der 13. Minute erlöste Altmeister Matthias Häni die Rebells und schoss das Team mit einem wuchtigen Backhand-Schuss, wie ihn nur er beherrscht, in Führung. Danach liessen beide Teams grosse Möglichkeiten aus, entscheidende Tore zu schiessen. 51 Sekunden vor Ende der Spielzeit schoss Tibor Kapanek hinter der eigenen Torlinie ins leere Belper Tor ein und machte somit alles klar. Mit einem Schussverhältnis von 28:19 gewannen die Rebells verdient die Goldmedaille.

Kein Spiel verloren
Während dem ganzen Turnier zeigte Truppe um Tibor Kapanek eine solide Leistung. Konsequent hielt die ganze Mannschaft an dem vorgegebenen defensiven Spielsystem fest. Einzig der Center nahm in dieser Taktik eine offensive Funktion ein. Ziel war es, in jedem Spiel möglichst lange den eigenen Kasten dicht zu halten. Dank einer hervorragenden taktischen Umsetzung gelangen den Rebells vier Shutouts.

Tibor Kapanek
Den wohl perfekten Karriereabschluss erlebte der langjährige Rebells-Söldner Tibor Kapanek. Nachdem ihm in seiner Heimat und in der Tschechichen Extraliga diesen Titel immer verwehrt bliebt, schaffte er es mit den Oberwil Rebells den World Cup der Streethockey-Klubmannschaften zu gewinnen und gleichzeitig MVP und Topscorer zu werden. An der Siegerehrung wurde er zudem vom Turnierorganisator Josef Kadane persönlich geehrt, indem er ihm ein World Cup Trikot mit seinem Namen geschenkte. Von der eigenen Mannschaft erhielt er einen Geschenkkorb mit vielen Erinnerungen an die vergangene, sehr erfolgreiche Zeit. Sichtlich gerührt, hielt er vor dem Publikum noch eine zweisprachige Ansprache.

Der Gewinn des World Cups wird in die Geschichte eingehen. So viel ist klar. Einerseits weil die Rebells ihn gewonnen haben, andererseits da die beiden Schweizer Spitzenteams aus Belp und Oberwil der europäischen Streethockeyszene bewiesen haben, dass auch die Schweizer international mithalten können! Der Erfolg macht Hunger auf mehr in Hinblick auf die Heim-Weltmeisterschaft 2015 in Zug.

Autor Oli Marty

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