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Goliath trifft auf David ? zumindest auf dem Papie


Fr, 04.11.2011


Im Cup-1/16-Final treffen die Oberwil Rebells am Sonntag auf den SHC Bern. Dieser Gegner sammelt seine Punkte normalerweise in der untersten Liga.

Dieses Wochenende sind wieder Cupspiele angesagt. Seit der Wiedereinführung im 2004 genießt dieser Wettbewerb grosse Beliebtheit in der Streethockeyszene. Der Cupfinal am Ostersamstag hat sich zum Streethockey-Event der Superlative entwickelt. Gegen 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer reisen jährlich in die MUR-Halle nach Thun. Thun hat sich jedoch erst seit 3 Jahren zum offiziellen Veranstaltungsort entwickelt. Vorher gastierten die beiden Finalisten in anderen Hallen und Plätzen der Schweiz. Seit der Renaissance holten die Rebells sechs von insgesamt sieben Titeln an den Zugersee. Lediglich im Jahr 2008 mussten sich die Zuger im Final gegen Sierre geschlagen geben. Eine unglaubliche Sportgeschichte, welche die Rebells seit zehn Jahren schreiben.

Schaufenster
Da die Mannschaft um Spielertrainer Raphael Melliger die schönen Erfolgserlebnisse schon bestens kennt, möchte das Team sie keinesfalls missen. „In einer Halle vor so vielen Leuten zu spielen, löst bei mir immer wieder Gänsehautstimmung aus“, schwärmt Melliger. Er bezeichnet den Cupfinal als Schaufenster für das Streethockey, weil er den Sport und dessen Spektakel der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Es wurden auch schon Live-Streams der Finalspiele im Internet veröffentlicht.

Berner Vergangenheit
Gegner vom Schweizer Meister aus Oberwil ist am kommenden Sonntag der SHC Bern. Das Team aus der Bundeshauptstadt spielte vor zwei Saisons noch erfolgreich in der Nationalliga B um den Titel mit. Immer mehr stand bei der Mannschaft jedoch der Plausch im Vordergrund. Deshalb entschieden die Verantwortlichen, den Verein in der 2. Liga-Meisterschaft anzumelden. Dort dominieren sie das Geschehen nach Belieben. Sie führen die Tabelle ohne Verlustpunkte an und schossen in 4 Partien 51 Tore. Dabei kassierten sie selber nur drei. Fabian Keiser, ein Rebells-Spieler der den Sport schon seit Jahren kennt, erinnert sich an die früheren Spiele gegen Bern. „Die Ernstkämpfe in Bümpliz waren stets gut besucht. Viele Fans unterstützten das Heimteam lautstark“, reflektiert Keiser. „Das machte die Spiele, welche meist sehr emotional geführt wurden, nicht unbedingt leichter.“  Dabei spricht der Zuger die aggressive berner Spielweise an. Keiser gibt zu bedenken, dass unnötige Oberwiler Strafen den Gegner ins Spiel bringen könnten. „Bern ist eine Stimmungsmannschaft. Läuft es ihnen einmal, werden sie brandgefährlich“, so der Routinier. Deswegen möchte Fabian Keiser und sein Team David schon früh entwaffnen, dass er den Rebells das Leben nicht mehr unnötig schwer machen kann.

Cupphänomen
Obwohl Rekordmeister Oberwil auf dem Papier enorm überlegen eingestuft wird, dürfen die Rebells das Cupspiel gegen Bern nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der Cup schreibt bekanntlich eigene Gesetze. Das bekam auch die zweite Mannschaft der Rebells schon zu spüren, die am Samstag gegen La Chaux-de-Fonds im Einsatz steht. Vor zwei Jahren verlor sie schon ein Cupspiel gegen einen unterklassigen Gegner. Der Reiz des Cups macht es aus, dass eine schlechte Tagesform eines Teams nicht mehr korrigiert werden kann, da man bei einer Niederlage aus dem Wettbewerb ausscheidet. Das ist in den Playoffs anders.



CUP: Samstag, 05. November, 14:00 Uhr, SHC La Chaux-de-Fonds II – Oberwil Rebells II, Chx-de-Fonds.
CUP: Sonntag, 06. November, 14:00 Uhr,  SHC Bern – Oberwil Rebells, Statthalter Bern-Bümpliz.

 

Autor der Redaktion

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