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Harmlose Bauarbeiter?


Fr, 11.11.2011


Am Samstag sind die Bulldozers aus Kernenried zu Gast in der Rebells-Arena. Werden die Planierraupen die Oberwiler Festung durchbrechen können?

Ein Realist würde diese Frage ganz klar verneinen. Die Bulldozers aus Kernenried haben in der laufenden Meisterschaft erst ein Spiel gegen Schlusslicht Martigny gewonnen und liegen mit 18 Punkten hinter Leader Oberwil zurück. Die Berner gelten beinahe in jedem Spiel als Underdog. Insgesamt haben sie schon 88 Tore kassiert und nur 38 geschossen. Die Ausgangslage ist somit ziemlich eindeutig. Trotzdem schafften es die Rieder in der letzten Partie gegen Oberwil sieben Tore zu schiessen. Das sind mehr Tore, als alle anderen Rivalen bisher gegen die Zuger erzielt haben. Kann Kernenried diese Leistung auch auf dem Grossfeld wiederholen?

Sturmtank
Patrik Merz, Offensiv-Akteur der Oberwil Rebells, unterschätzt die Berner nicht. Der schnellste Stürmer der Rebells kümmert sich bei seiner individuellen Vorbereitung nicht um die Qualität des Gegners. Diese Tatsache ist mit ein Grund, weshalb Oberwil zurzeit die Liga dominiert, wie schon lange nicht mehr. Man nimmt jeden Gegner ernst, egal welchen Tabellenrang er belegt. Eine präzisere Begründung für das Erfolgsrezept, ist für Merz schwierig zu finden: „Einerseits verfügten wir über ein breites Kader, welches die Verletzten kompensieren kann, andererseits ist die individuelle Klasse bei uns überdurchschnittlich hoch.“ Der junge Zuger ist sicher, dass die gegnerischen Teams noch Verbesserungspotential hätten, dieses aber nicht optimal ausschöpfen. „Vielleicht arbeiten die Teams zu wenig taktisch. Unsere Mannschaft bereitet sich im Training spezifisch auf jeden Gegner vor.“ Inwiefern sich die Bulldozers auf das Spiel vorbereiten, wird sich am Wochenende zeigen.

NLB Spitzenkampf
Die zweite Mannschaft reist am Sonntag nach Wimmis. Oberwil II gastiert beim direkten Kontrahenten in der laufenden Meisterschaft. Der SHC Berner Oberland präsentiert sich auch in dieser Saison als heimstarkes Spitzenteam. Die Oberländer zeigten mit Ausnahme vom letzten Spiel einen souveränen Saisonstart und sind zurzeit das offensiv produktivste Team der Liga. Von der Truppe um Trainer Annen ist eine solide Leistung zu erwarten, wenn sie im Spiel Akzente setzen will. Da die Berner vor allem in Überzahl gefährlich sind, müssen die Rebells diszpliniert aufspielen, um sich nicht unnötig in Bedrängnis zu bringen. Ein spannendes Spiel ist auf jeden Fall garantiert.


NLA: Samstag, 12. November, 14:00h, Oberwil Rebells – Bulldozers Kernenried, Herti Nord Zug.
NLB: Sonntag, 13. November, 14:00h, SHC Berner Oberland – Oberwil Rebells II, Herrenmatt Wimmis.

Autor der Redaktion

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