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Oberwil erstmals ohne Ausländer


Sa, 22.09.2012



Obwohl die Oberwil Rebells im August noch den höchsten europäischen Klubtitel gewannen, sind sie im Spiel gegen Grenchen nicht in der Favoritenrolle.

Die Rebells sind das beste europäische Klubteam. Das haben sie am diesjährigen Europacup in Villach eindeutig bewiesen. Im Final bezwang die Mannschaft von Trainer Tibor Kapanek den tschechischen Spitzenverein HC Kert Park Praha mit 2:0. Damit verteidigten die Oberwiler den Titel vom letzten Jahr erfolgreich. Die neue Saison startet dieses Wochenende auswärts am Sonntag, um 14:00 Uhr gegen den SHC Grenchen-Limpachtal. Das Spitzenteam aus der Uhrenstadt zählt auch in dieser Saison zu den Titelanwärtern. Die Ausgangslage der Rebells ist aber nicht dieselbe wie in Österreich.

Schmales Kader
Auch in dieser Saison bleiben die Rebells von Verletzungen nicht verschont. Fabian Keiser und Patric Beiersdörfer laborieren noch immer an einer Fussverletzung, während Marc Sonderegger mit seinen Beschwerden sicherlich bis Weihnachten ausfallen wird. Zudem ist Thomas Bossard noch von einem Vergehen der letzten Saison gesperrt und US-Verstärkungsspieler Andrew Hildreth noch nicht zurück aus den Staaten. „Damit wir mit drei Blöcken anreisen können, sind wir auf Junioren und Spieler der zweiten Mannschaft angewiesen“, kommentiert Kapanek die Ausgangslage. Severin Senn und Christoph Aklin haben sich mittlerweile in der NLB als Leader etabliert und werden nun bereits zu Beginn der Meisterschaft, vom vermutlich schnellsten Team der Liga auf die Durchlässigkeit geprüft. Der Junior Tim Müller, welcher seine ganze Nachwuchskarriere bei Oberwil absolviert hat, bekommt ebenfalls eine Chance, sich für die erste Mannschaft aufzudrängen.

Favoritenfrage
Oberwil reist mit einer neuen Rolle nach Solothurn. Das Team um Captain Raphael Melliger sieht sich nicht als Favorit. „Grenchen muss das Spiel machen am Sonntag. Durch diese Situation haben wir weniger Druck als gewöhnlich. Wir können nicht über Jahre hinweg ein intensives Powerhockey spielen“, meint Melliger zum Duell gegen den heissesten Titelanwärter neben Oberwil. „Ohne einen Ausländer zu spielen, gibt einem Spiel gegen Grenchen einen besonderen Reiz“, ergänzt der junge Captain. Er spricht dabei den Fakt an, dass der SHC Grenchen-Limpachtal seiner Linie seit Jahren treu geblieben ist. Die Mannschaft von Trainer Simon Kunz verzichtet bewusst auf einen ausländischen Verstärkungsspieler. Obwohl die restliche Streethockey Schweiz schon seit Längerem auf diesen Zug aufgestiegen ist.

Herausforderer
Von Grenchen kann diese Saison einiges erwartet werden. Der aktuelle Cupsieger verstärkte sich mit dem Nationalspieler Marc Aegerter aus Biel und hat nahezu keine Abgänge zu verzeichnen. Im ersten Saisonspiel gegen die Bulldozers aus Kernenried demonstrierten sie ihre Stärke auf eine eindrückliche Art und Weise mit einem 17:1 Sieg. Ein spannendes Spitzenspiel ist mit Bestimmtheit zu erwarten.

Autor der Redaktion

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