News

Rebells mit Pflichtaufgabe


Sa, 13.10.2012

 

Am Samstag spielen die Oberwil Rebells auswärts gegen den SHC Bettlach. Ein Duell gegen einen Aussenseiter, der nicht unterschätzt werden darf.

Die Schweizer Streethockeyszene ist beständig. Die besten drei Teams sind seit geraumer Zeit die gleichen. Neben Oberwil gehört Belp und Grenchen zu diesem Triple. Dem Rest fällt es schwer, konstant Anschluss an diese Spitzengruppe zu finden. Mal kommt Sierre näher, mal war es Aegerten-Biel oder Bonstetten. Doch keine dieser Mannschaften konnte bisher die Topteams konstant herausfordern.

Realität vor Augen
Bettlach, der Gegner vom Samstag, ist ein Team, das sich kontinuierlich von Jahr zu Jahr gesteigert hat. Die Solothurner arbeiten engagiert im Nachwuchs. Dieser langjährige Einsatz wird heute mit schnellen, technisch versierten Talenten belohnt. Noch vor vier Jahren kämpften die Solothurner um einen Playoffplatz. Erreichten sie ihr Minimalziel, war ihre Saison mehrmals hintereinander jeweils im Viertelfinal gegen Oberwil fertig. Die Rebells machten stets kurzen Prozess und schossen die Bettlacher mit zwei klaren Siegen aus den Playoffs. Mittlerweile spielt die Mannschaft um Trainer Ronald Rüfenacht um einen Platz unter den besten fünf Teams. In der aktuellen Meisterschaft belegt der SHC Bettlach den fünften Zwischenrang. Die Pflichtspiele gegen La Chaux-de-Fonds und Bonstetten konnten sie beide gewinnen, wobei der Triumph über die Zürcher überraschend klar ausfiel. Gegen die Meisterschaftsfavoriten Sierre und Belp resultierten klare Niederlagen. „Vor allem die Niederlage gegen Belp hat uns wieder zurück auf den Boden der Realität geholt. Darüber bin ich nicht vollumfänglich unglücklich“, kommentiert Trainer Rüfenacht.

Wieder Leader
Nach dem geglückten Saisonauftakt grüssen die Rebells von der Leaderposition. Alle drei Spiele, darunter die Spitzenkämpfe gegen Grenchen und Sierre, gewann das Team um Trainer Tibor Kapanek trotz knappem Kader mit einer überzeugenden Leistung. Obwohl Bettlach gegen Sierre klar verloren hat, sollten die Zuger das Team aus dem Jurasüdfuss keinesfalls unterschätzen. Seit letzter Saison verpflichteten die Solothurner einen Ausländer. Am Ende der letzten Saison war es noch ein Kanadier. In diesem Sommer wechselte der Tscheche Petr Rybon von Aegerten-Biel nach Bettlach. „Ein gelungener Transfer. Petr ist eine Leaderfigur, der auch im Training seine internationalen Erfahrungen einbringt“, so Rüfenacht, „alle im Team können davon sehr profitieren.“ Rybon erfüllt seine Pflicht in Solothurn und grüsst nach vier Spielen mit 18 Skorerpunkten von der Skorerlistenspitze. Das sind mehr als vier Punkte pro Spiel. Ob diese Verpflichtung reichen wird, um den Schweizer Meister herauszufordern, wird sich am Samstag zeigen. Doch für die meisten Streethockeyexperten ist klar, dass alles andere als ein klarer Oberwiler Sieg einer grossen Überraschung gleich käme. Bekanntlich kann aber im Sport alles passieren.

 

 

Autor Oli Marty

Sponsors