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Oberwil zu Gast in der kalten Uhrenstadt


Sa, 03.11.2012



Am Sonntag treffen die Rebells auswärts auf den SHC La Chaux-de-Fonds. Die Neuenburger haben den Tritt in dieser Saison noch nicht gefunden.

Zu Beginn der Saison überraschte die Mannschaft aus La Chaux-de-Fonds mit einem Sieg gegen Aegerten-Biel und einer knappe Niederlage in der Verlängerung gegen Sierre. Mittlerweile sind die Neuenburger wieder auf dem Boden der Realität angekommen. Die letzten zwei Spiele haben sie eindeutig verloren und grüssen nun mit drei Punkten vom zweitletzten Platz. Will die Truppe um Trainer Laurent Calame nicht gegen den Abstieg spielen, muss sie sich in der zweiten Saisonhälfte gewaltig steigern. „Wir sind eine junge Truppe und müssen noch viel lernen“, meint der Präsident der Neuenburger Gregory Ferrington. „Dennoch träumen wir diese Saison noch von den Playoffs. Dieser Begriff klingt angenehm in meinen Ohren“, so Ferrington, der auch als Verteidiger aktiv spielt. Als die Uhrenstädter noch in der NLB agierten, war das Team ein Angstgegner der zweiten Oberwiler Mannschaft. Seit La Chaux-de-Fonds in der Nationalliga A spielt, haben sie in den drei Saisons noch nie gegen Oberwil gewonnen. In den beiden Begegnungen der letzten Saison haben sie nie mehr als zwei Tore gegen den Schweizermeister erzielt. Das beste Resultat gegen die Rebells erreichten die Neuenburger in ihrer ersten Saison in der höchsten Liga mit einer 10:2-Niederlage in Zug. Der Vorstand unter der Leitung Ferringtons plant jedoch längerfristig: „Mit einer guten Juniorenförderung wollen wir uns in den nächsten fünf Jahren unter der Top-4-Teams etablieren.“ Der momentane Leistungsnachweis seiner A-Junioren bestärken dieses Vorhaben. Bislang konnte die Nachwuchsmannschaft alle Spiele für sich entscheiden.

Routinier Bossard bereit
Bei den Rebells ist die lange Reise nach La Chaux-de-Fonds nicht sehr beliebt. Die Temperaturen sind bereits im Herbst winterlich tief und das Spielfeld wird wegen der exponierten Lage von frostigen Winden kaum verschont. Zudem ist das Terrain langsam in die Jahre gekommen. Dieses Problem hat Präsident Ferrington ebenfalls erkannt: „Bis 2015 wollen wir eine neue Arena. Wir planen bereits zusammen mit der Stadt an einer Variante mit Dach. Natürlich hat aber die internationale Spielfeldgrösse Priorität.“ Vor allem der momentane Belag entspricht nicht mehr dem üblichen Qualitätsstandard. „Wir müssen unsere Angriffe auf die linke Spielfeldhälfte beschränken“, witzelt Verteidiger Thomas Bossard im Abschlusstraining. „Die andere Seite ist gespickt von Rissen und Unebenheiten im Belag“, so der Nationalverteidiger. Bossard ist der Überzeugung, dass sein Team am Sonntag keine Geschenke verteilt. Er will mit seiner Mannschaft durch eine geschlossene Teamleistung diskussionslos drei Punkte holen.

NLB gegen Martigny II
Die Edelreservisten duellieren sich erstmals in der Geschichte mit der zweiten Mannschaft vom SHC Martigny. Die Walliser sind in der aktuellen Saison am grünen Tisch in die Nationalliga B aufgestiegen, da die Liga verbreitert wurde. Im ersten Meisterschaftsspiel überraschten die Martinacher mit einem Sieg gegen den Titelaspiranten Berner Oberland. Danach waren aber keine NLA-Spieler mehr spielberechtigt und Martigny II verlor alle restlichen Partien klar. Die Mannschaft um Spielertrainer Trütsch möchte die Gelegenheit nutzen, um wieder genesene Spieler ins Team einzubauen und an der Taktik zu feilen. Immerhin heisst der übernächste Gegner der Zuger Worblaufen. Die Berner haben sich dieses Jahr wieder verstärkt und grüssen ohne Verlustpunkte als Leader.

NLA: Sonntag, 4. November, 14:00 Uhr, SHC La Chaux-de-Fonds – Oberwil  Rebells, La Chaux-de-Fonds.
NLB: Sonntag, 4. November, 14:00 Uhr, Oberwil  Rebells II – SHC Martigny II, Herti Nord.

Autor Oli Marty

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