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Neuauflage des letzten Finals


Fr, 03.05.2013


Am kommenden Sonntag kommt es im Herti Nord zum ersten Ernstkampf im Playoff-Final. Der Gegner der Rebells heisst wie im letzten Jahr SHC Belpa 1107.
Nach dem klaren Sieg am letzten Wochenende qualifizierten sich die Oberwil Rebells zum achten Mal in Serie für den Playoff-Final. Die Serie gegen Bonstetten war jedoch nicht so eindeutig, wie im Vorfeld spekuliert wurde. In der zweiten Partie kassierte der Schweizer Meister auswärts eine bittere Niederlage und musste den Fehler am darauffolgenden Tag wieder ausbügeln. Die Mannschaft von Tibor Kapanek zeigte bei der Laufbereitschaft ungewohnte Schwächen. Mängel, welche gegen Rivalen wie Belp noch einiges härter bestraft werden.


Die Ausgangslage ist so offen wie schon lange nicht mehr. Belp zeigte eine gute Qualifikation und verfügt über ein enorm breites Kader. Rechtzeitig auf die Playoffs werden die Gürbetaler immer stärker. Gegen Mitfavorit Grenchen liessen die Berner nichts anbrennen und siegten zwei Mal verdient. Trainer Ronny Strähler, der auch als Teammanager engagiert ist, hat auf dieses Jahr eine schlagfertige Truppe zusammengestellt. „Nach den negativen Erfahrungen mit kleinen Kadern in den Vorjahren – wir verfügten in der letzten Finalserie über keinen gesunden Verteidiger mehr – wollten wir nicht nochmals den gleichen Fehler begehen,“ erklärt Strähler. Dabei setzt der Berner grosses Vertrauen in sein Team – vor allem auf zwei Routiniers. Michael Zürcher und Jindrich Hossinger verstärken das Team in diesen Playoffs, wobei nur der Tscheche als Neuzuzug gilt. „Zürcher ist für unsere Mannschaft als Playmaker goldwert. Bei Hossinger profitieren wir vor allem im Spielaufbau und im Powerplay. Er bringt neue taktische Elemente mit ein, was uns unberechenbarer macht“, analysiert Trainer Strähler. Mit dem Hossinger-Transfer überraschte Belp die ganze Streehockey-Schweiz. Hossinger beendete vor mehreren Jahren seine Karriere und zog sich in seine Heimat zurück. Da der ehemalige Sierre-Ausländer in seiner Laufbahn bereits mehr als fünf Jahre in der Schweizer Liga gespielt hat, belastet er das Ausländer-Kontingent nicht mehr. In der Vergangenheit prägte er als begnadeter Powerplay-Skorer und Heisssporn den Streethockeysport.


Die Vergangenheit spricht jedoch für die Rebells. In den vielen wichtigen Aufeinandertreffen, gingen die Zuger fast ausschliesslich als Sieger vom Platz. Diese Serie möchte Verteidiger Mats Beiersdörfer auf keinen Fall beenden. „Wir müssen dem Gegner unser Spiel aufzwingen. Das ist unsere Stärke“, kommentiert der Nationalverteidiger. „Bei 4:4-Situationen kassieren wir beinahe keine Tore, deshalb wird die Disziplin ein entscheidender Faktor des Erfolgs sein“, so Beiersdörfer. Für den frischgebackenen Vater hat es keinen Einfluss, dass er selber mal das Dress der Belper trug. So oder so wird er unglaublich motiviert agieren. Belp hat sich dieses Jahr den ersten Titel bereits geschnappt. Im Cupfinal besiegten sie Aegerten-Biel klar. „Mit dem neu gewonnenen Selbstvertrauen und der guten Kaderbreite möchten wir unseren langersehnten Meistertitel gewinnen“, fügt der Belper Ronny Strähler an. Das Publikum darf sich auf eine packende Serie freuen. Beide Teams sind für offensives Spektakel bekannt.

NLA, Playofffinal: Sonntag, 5. Mai, Oberwil Rebells – SHC Belpa 1107, 14:00 Uhr, Herti Nord.
 

Autor Oli Marty

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