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Finaleinzug nach Sieg über Nitra


Sa, 21.09.2013


Die Rebells stehen zum dritten Mal in Folge im World Cup Final. Mit Nitra haben sie den Kronfavoriten mit 5:2 aus dem Turnier geworfen.

„Endlich dürfen wir einmal gegen Nitra antreten“, schreit ein motivierter Yves Stucki vor dem Spiel in die Mannschaftsmenge der Rebells. Der Zuger spricht die Tatsache an, dass Oberwil an den letzten beiden Turnieren nie die Gelegenheit hatte, sich an Nitrianski Rytieri (Nitra) zu messen. Der Slowakische Meister dominiert seit Jahren die Meisterschaft der Slowaken und gilt nicht zuletzt wegen den vielen Slowakischen Nationalspielern als Kronfavorit für jeden World Cup. Bislang hatte die Truppe jedoch in den wichtigen Spielen stets Mühe, ihr bestes Hockey abzurufen. Zu Beginn war von dieser Schwäche nichts zu spüren. Nitra agiert routiniert und kreierte von Beginn weg zahlreiche Chancen. Vor allem bei Bullys in der Offensiv-Zone waren sie stets sehr gefährlich. Nach zehn Minuten führte ein Oberwiler Abwehrfehler zum ersten Tor der Slowaken. Nachdem die Abstimmung vor Torhüter Sidler nicht stimmte, kam Routinier Robert Kašša alleine zum Abschluss und fackelte nicht lange. Die Reaktion der Rebells liess keine zwölf Sekunden auf sich warten und Patrik Merz glich das Spielgeschehen durch einen erkämpften Ball wieder aus. Die Spannung war bereits zu diesem Zeitpunkt kaum zu übertreffen. Eine halbe Minute später durfte Nitra bereits wieder einen Führungstreffer bejubeln, der ebenfalls nach einer Standartsituation gefallen war. Mit dem Spielstand 1:2 ging es nach 15 Minuten in die Pause.

Das Spiel war auch im zweiten Abschnitt von hohem Tempo geprägt. Beide Teams machten wenig Fehler und versuchten Unterzahlsituationen zu vermeiden. Die eigentliche Oberwiler Aufholjagd wurde durch ein Notbremse-Foul an Severin Meier eingeleitet, der alleine aufs gegnerische Gehäuse losziehen wollte und gefällt wurde. Die Ausführung des Penaltys übernahm Adam Rousal. Der tschechische Verstärkungsspieler versenkt den Ball kaltblütig im hohen Eck, nachdem er den Torwart mustergültig ausgespielt hatte. Daraufhin erhöhten die Slowaken den Druck aufs Zuger Tor. Stephan Sidler musste einige Male wichtige Paraden zeigen. In der 21. Spielminute machte der Neo-Rebell Kudela von seinem langen Stock Gebrauch und löste damit einen schnellen Konter aus, den er gleich selber bilderbuchhaft versenkte. Nitra versuchte sofort den Druck zu erhöhen. Die erstmalige Führung gab dem Titelverteidiger aber immer mehr Aufwind, nicht zuletzt weil Nitra in der Nervosität vermehrt Fehler machte. Dann kam es zur grossen Patrik-Merz-Show. Der schnelle Oberwiler Nationalspieler zeigte sich für einmal äusserst effizient und  liess das Netz zuerst nach einem gewonnen Bully zappeln. Drei Minuten später rannte er Nitras Abwehr davon und verwertete den entscheidenden Treffer zum 5:2. Die Freude im Lager der Rebells kannte keine Grenzen mehr. Einmal mehr verabschiedete sich der Slowakische Meister Nitra bereits im Halbfinal aus dem Cup. Die Oberwiler zeigten während der gesamten Partie viel Charakter und holten zweimal einen Rückstand auf. Im Final um 20:00 Uhr treffen die Rebells wieder auf HBT Vlasim. Gegen die Tschechen haben die Zuger nach der Niederlage am Freitag noch eine Rechnung offen.

HBK Nitrianski Rytieri Nitra – Oberwil Rebells 2:5 (2:1;0:4)

Tore: 11. Kassa (Kucerka), 12. Beniac (Martiska) – 12. Merz (Rousal), 17. Rousal (p.s.), 21. Kudela, 27. Merz (Rousal), 29. Merz

HBK Nitrianski Rytieri Nitra: Dubnicky (Gazik) – Titka, Maxin, Kacer, Martisaka, Javrocik, Tary, Haring, Hrasko – Kassa, Kucera, Hrivnak, Ladiver, Beniac, Rimsky, Thron, Konig, Riegel, Cajchan, Madera, Balaska, Cico, Mach.

Oberwil Rebells: Sidler (P. Melliger) – Bossard, Döbeli, Hildreth, Dumas, Kudela, Beiersdörfer, A. Marty, Fluri – Schildknecht, Keiser, Meier, R. Melliger, Sterchi, Merz, Nisevic, Roušal, Stucki. O. Marty, Müller, Zürcher.

Autor Oli Marty

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