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Revanche für das Auftaktspiel


Sa, 09.11.2013



Am Sonntag empfangen die Oberwil Rebells den SHC Bettlach. Gegen die Solothurner haben die Zuger noch eine Rechnung offen für die Niederlage zum Saisonauftakt.

Der SHC Bettlach ist erfolgreich in die neue Saison gestartet. Das Team vom Jura Südfuss hat in den ersten neun Spielen fünf Siege eingefahren. Dabei haben sie alle Kräftemessen mit direkten Konkurrenten gewonnen. Verloren haben die Solothurner bisher nur gegen Spitzenteams. Gegen Bonstetten und Grenchen musste sie sich erst in der Verlängerung geschlagen geben. Nach dem Abgang von Cheftrainer Rony Rüfenacht hatte Marco Christen keinen einfachen Job. Rüfenacht verfügte als Junioren-Nationaltrainer und J&S-Experte über einen grossen Erfahrungsschatz und hinterliess eine grosse Lücke. Er hatte die Truppe während Jahren geformt und verbessert. Doch das Kader der Solothurner verfügt dieses Jahr über einen entscheidenden Vorteil. Da Petr Rybon das Ausländerkontingent der Bettlacher nicht mehr belastet, haben sie sich auf diese Saison mit Lukas Hudecek verstärkt. Ein weiterer Tscheche, der viele Akzente in einem Spiel setzten kann. Bisher haben die beiden Freunde aus der Tschechei einen überzeugenden Punkteschnitt eingefahren. Sie sind beide unter den besten drei Skorern der Liga anzutreffen. Rybon führte das Klassement mit 39 Punkten in neun Partien an deutlich an. Gegen den Rekordmeister Oberwil gelang ihm im Auftaktspiel ein Hattrick. Dieser war neben der geschlossenen Teamleistung der Grund, dass der Gastgeber den Rebells gleich zum Saisonauftakt ein Bein stellte. Die Mannschaft von Tibor Kapanek musste mit angekratztem Selbstvertrauen in den World Cup in Pardubice starten. Doch die Mannschaft aus dem Zugerland fing sich am internationalen Turnier wieder und zeigte sich von ihrer besten Seite. Den Schwung nahmen die Rebells mit in die Schweizer Meisterschaft und verloren seither keinen Ernstkampf mehr. Nur gegen Bonstetten liessen die Oberwiler Punkte, da sie die Entscheidung erst in der Verlängerung herbeiführen konnten. „Nach der 0:5-Führung zur Spielhälfte haben wir uns schlicht zu arrogant verhalten“, meint der Bettlacher Nationalspieler Mauro Kiener selbstkritisch, „wir liessen uns provozieren und machten unser Spiel mit vielen Strafen selber kaputt. Diese Geschenke nahmen die Zürcher dankend an“, so Kiener. Der junge Student sieht der Grundstein des Erfolgs bei der Neuverpflichtung von Hudecek: „Er hat uns nochmals einen grossen Schritt weitergebracht.“ Mit einem soliden Powerplay, das in der Vergangenheit schon oft den Unterschied ausmachte, und der wirbligen Schnelligkeit im Sturm möchte Mauro Kiener mit seinem Team Oberwil ein weiteres Mal schlagen.

Die Ausgangslage am Sonntag ist kaum mit dem Auswärtsspiel im September zu vergleichen. Auf dem grossen Feld zu hause machte Oberwil stets eine gute Figur. Trotz des knappen Kaders verfügen die Rebells über zwei hervorragende Linien. Eine spannende Partie kann auf jedem Fall erwartet werden. Die produktivsten Oberwiler Raphael Melliger und Adam Rousal sind in Torlaune. Sie sind in ihrer momentanen Form ein Versprechen für die Zuger Offensive. Nichtsdestotrotz wird die Verletztenliste der Rebells wieder länger und länger. Mittlerweile hat die Verletzungshexe auch keinen Halt vor den Jungen gemacht. Vier der sechs Rookies laborieren an Muskelverletzungen herum. Während Moritz Hausherr Beschwerden mit dem Handgelenk hat, plagen Gregory Blättler, Marc Fluri und Flavio Zürcher Leistenprobleme. Mit Thomas Bossard und Mats Beiersdörfer sind zwei weiterere Stammverteidiger verletzungshalber ausgefallen.

NLA: Oberwil Rebells – SHC  Bettlach , Sonntag, 10. November, 14:00 Uhr, Herti Nord.
 

Autor Oli Marty

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