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Wochenende der Wahrheit


Do, 05.12.2013


Die kommenden zwei Meisterschaftsspiele gegen Aegerten-Biel und Grenchen sind für die Rebells besonders wichtig. Mit zwei Siegen könnten sich die Zuger eine ideale Ausgangslage für die Playoffs schaffen.

Dieses Wochenende stehen zwei Entscheidungsspiele für die Oberwil Rebells auf dem Programm. Am Samstag duellieren sich die Rebells mit dem SHC Aegerten-Biel. Das Berner Team ist diese Saison noch nicht richtig in Fahrt gekommen. Die Mannschaft von Trainer Cédric Hänggi belegt zurzeit den siebten Tabellenrang. Von 13 Partien haben die Seeländer gerademal fünf gewonnen. Das ist für eine Mannschaft mit diesem Format enttäuschend. „Den bisherigen Saisonverlauf würde ich als durchzogen bezeichnen. Oftmals fehlte uns das nötige Glück und wir verloren mehrere Spiele nur mit einem Tor Unterschied“, kommentiert der Bieler Captain Manuel Renfer die erste Saisonhälfte. „Durch den letztjährigen Final haben wir Geschmack am Cup gefunden. Deshalb legen wir zurzeit den Schwerpunkt auf diesen Wettbewerb. Mit unserer momentanen Verletztenliste liegt in der Qualifikation nicht mehr viel drin“, so Renfer. Neben dem Streethockey ist der Bankangestellte im Sommer auf dem Beachvolley-Feld anzutreffen oder engagiert sich als Schiedsrichter in mehreren Sportarten. Aegerten-Biel muss gewinnen, um die Chancen auf einen guten Playoffplatz noch zu wahren. In Zug haben die Seeländer eine solide Leistung abgeliefert und sind defensiv sehr kompakt gestanden. „Das wird neben einer überragenden Torhüterleistung auch in Biel das grosse Ziel sein. Wir müssen hinten über eine stabile Abwehr verfügen“, fügt Renfer an. Dass die Mannschaft Oberwil Paroli bieten kann, haben sie zumindest in der letzten Saison im Cup bewiesen. In einer hart umkämpften Partie warfen sie den Rekordmeister aus dem Turnier. Ein spannendes Spiel auf dem kleinen Berner Feld ist mit Sicherheit garantiert.

Am Sonntag sind die Oberwil beim nächsten Verfolger in der Liga zu Gast. Der SHC Grenchen-Limpachtal hat in den ersten elf Spielen neun gewonnen und belegt den zweiten Platz im NLA-Ranking. Punkte liessen die Solothurner bisher nur in der Vorrrunde. Im zweiten Spiel gegen die Teams, wo Grenchen im ersten stolperte, gewannen sie stets deutlich. Die Mannschaft um Trainer Daniel Feuz ist gefürchtet für ihre Fitness und ihre Schnelligkeit. Bei den Uhrenstädtern können alle Spieler punkten. Trotz des zweitbesten Torverhältnisses ist kein Grenchner Spieler in der obersten Skorerwertung anturteffen.  Im Tor wird am Sonntag Stephan Sidler stehen. Der international erfahrene Torhüter zeigte bislang eine konstante Saison und freut sich besonders auf den Ernstkampf in Solothurn: „Die Partien gegen Grenchen haben mich schon immer enorm motiviert. Umso mehr freut es mich, dass der Trainer mich am Sonntag einsetzen wird.“ Sidler hat eine hohe Meinung von Grenchen: „Die Solothurner sind unser stärkste Konkurrenten in diesem Jahr. Die Jungs können unglaublich schnell umschalten und sind auf dem kleinen Terrain stets gefährlich. Ich stelle mich auf viel Arbeit ein“, so der Nationaltorhüter. Für den Ur-Oberwiler hat das Spiel in Grenchen zudem einen speziellen Charakter, weil viele seiner Nati-Kollegen in diesem Team agieren. „Seit St. Johns haben wir uns besonders mit den Solothurnern angefreundet. Wir hatten eine super Zeit in Kanada“, schwärmt der Zuger Schlussmann.

Damit sich Oberwil eine ideale Ausgangslage für die Playoffs schaffen kann, sind zwei Siege das klare Ziel. Das Unterfangen wird aber alles andere als einfach. Oberwil muss bei beiden Ernstkämpfen auf die Dienste von Adam Rousal verzichten. Der tschechische Topstürmer reist über das Wochenende aus familiären Gründen in seine Heimat. Diese Lücke müssen nun andere Teammitglieder füllen. Von den Verletzten stösst Gregory Blättler zurück ins Team. Auch von den Jungen wird eine gute Leistung erwartet.


NLA: Samstag, 7. Dezember, 14:00 Uhr, SHC Aegerten-Biel – Oberwil Rebells, Biel.
NLA: Sonntag, 8. Dezember, 14:00 Uhr, SHC Grenchen-Limpachtal – Oberwil Rebells, Grenchen.

Autor Oli Marty

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