News

Ausgeglichene Vorzeichen für den Cuphalbfinal


Do, 20.03.2014


Am Sonntag kommt es im Belpmoos zum Cuphalbfinal zwischen den Oberwil Rebells und dem SHC Belpa 1107. Die Ausgangslage ist so ausgeglichen wie schon lange nicht mehr.

Bern gegen Zug - eine Affiche, die brisanter nicht sein könnte. Nicht nur politisch unterscheiden sich die beiden Regionen, die im Cuphalbfinal aufeinander treffen. Während Zug in der Rolle der Rebells schon seit dem ersten NLA-Meister im Jahr 2006 an der Spitze anzutreffen ist, brauchte Belp etwas länger um im Titelkampf ein Wörtchen mitreden zu können. Seit der letzten Saison hat sich die Situation jedoch geändert. Die Ära der Oberwiler Siegesserie in den wichtigen Spielen gegenüber Belp nahm im letzten Jahr abrupt ein Ende. Oberwil musste sich im Cup und in der Meisterschaft geschlagen geben. Der SHC Belpa hat in den letzten Jahren massiv aufgeholt. In der vergangenen Meisterschaft realisierten die Berner sogar erstmals das Double. Die Gürbetaler waren schlicht zu dominant mit ihrem Konterspiel, worauf die Rebells im Playofffinal jeweils kein Rezept fanden. Im Cupwettbewerb schieden die Kolinstädter vor einem Jahr frühzeitig aus. In Biel kam es zur grossen Überraschung. Die Mannschaft von Tibor Kapanek hat somit noch eine Rechnung offen.

Für den Schweizer Meister Belp ist die aktuelle Saison nicht glücklich verlaufen. Mit 35 Punkten aus 18 Spielen stehen die Berner auf dem vierten Tabellenrang. „Die Qualifikation verlief alles andere als optimal. Wegen den vielen Verletzungen war auch der Trainingsbetrieb stark beeinträchtigt“, analysiert das Berner Eingewächs Marc Müller die Situation von Belp. Zu oft haben sie gegen vermeintlich schwächere Teams Punkte gelassen. Dadurch hätten sie ab dem Playoffhalbfinal kein Heimrecht mehr. In den beiden bisherigen Partien hat Oberwil jeweils deutlich gewonnen. Das letzte Duell endete 12:5 zu Gunsten der Zuger. Das damalige Kader der Gürbetaler wird aber nicht annährend mit dem am kommenden Sonntag zu vergleichen sein. Inzwischen haben die Skorpione aufgerüstet. Der Kanadier Danny Novis verstärkt die Mannschaft seit diesem Monat. Der Verteidiger mit griechischen Wurzeln hat eingeschlagen. Nach drei Partien hat er bereits zwölf Skorerpunkte auf seinem Konto. Zudem steht Nationaltorhüter Hofmann nach langer Verletzung wieder zwischen den Pfosten. Trotzdem ist die Abwehr sicherlich der Schwachpunkt des Teams. Neben Novis als Offensiv-Verteidiger zählen Alessio Faina und Sandro Wiitwer zu den gefährlichsten Stürmern in ihren Reihen. Faina ist mit 38 Toren der erfolgreichste Belper Torschütze. Seine Schüsse im Powerplay sind gefürchtet. Teamkollege Wittwer gilt als einer der komplettesten Angreifer in der Liga, solange er sich aufs Spielgeschehen konzentriert. Der Nationalspieler gilt als Heisssporn und kassierte am meisten Strafminuten in der gesamten Liga. In jedem Fall garantiert die Affiche eine spannende Partie. „Für die Zuschauer wird es am Sonntag unheimlich attraktiv. Spiele zwischen Oberwil und Belp sind immer hart umkämpft“, so Marc Müller.

Bei den Oberwil Rebells hat Tibor Kapanek die Qual der Wahl. Ihm stehen beinahe alle Spieler zur Verfügung. Im Abschlusstraining zeigt er sich selbstsicher: „Wir möchten am Sonntag den entscheidenden Schritt machen, um unser erstes Saisonziel zu erreichen. Natürlich müssen wir ein ganz anderes Gesicht zeigen als noch in Sierre vor einer Woche.“ Neben den militärbedingten Absenzen verpassen den Ernstkampf lediglich Tedesco und Kunz. Oberwil reist mit vier Linien nach Belp. Der Topskorer Raphael Melliger ist rechtzeitig für den Cup wieder fit geworden. Da die Wettervorhersage dürftig ausfällt, hat die Mannschaft den Gameplan bereits angepasst. „Um unsere Ressourcen optimal zu nutzen, werden wir mit jeder Linie eine andere Taktik anwenden“, so Kapanek.


CUP: SHC Belpa 1107 – Oberwil Rebells, Sonntag, 23. März, 14:00 Uhr, Giessenbad.
 

Autor Oli Marty

Sponsors