News

Revanche im Playoff-Final


Do, 08.05.2014


Zum Höhepunkt der Saison kommt es am Sonntag im Herti Nord zum Playoff-Final zwischen den Oberwil Rebells und dem SHC Belpa 1107 - überraschend derselbe Final wie im Vorjahr.

Die Ära als die Oberwil Rebells die NLA nach Belieben dominierten, ist schon länger vorbei. Die Liga ist ausgeglichener geworden. Mittlerweile spielen drei Top-Teams um den Meisterschaftspokal mit. Neben Oberwil zählt Grenchen und Belp zu diesen potentiellen Meistermannschaften. Für Oberwil ging der Weg ins Final über Aegerten-Biel und Bettlach. Der SHC Belpa eliminierte Sierre und Grenchen, wobei das Halbfinal alles andere als eindeutig war. Während sich die Rebells in allen Partien deutlich durchsetzten, ging das Halbfinal zwischen Belp und Grenchen über drei Spiele. Die Solothurner legten vor, verloren jedoch die nächsten beiden Spiele knapp. Das Endscheidungsspiel ging sogar in die Verlängerung, mit dem glücklicheren Ende für die Berner, obwohl sie einmal 5:2 in Rücklage waren. Das Golden Goal erzielte Nationalstürmer Alessio Faina 23 Sekunden nach dem Overtime-Anpfiff: „Solche Tore sind enorm emotionale Momente in der Karriere jedes Spielers. Es entsprach meiner kühnsten Vorstellung.“ Nach dem Rückstand hatten Belp nur noch wenige auf der Rechnung. „Für uns war die Tatsache, dass sich Grenchen nach dem Startsieg schon im Final gesehen hat, ein riesiger Ansporn“, so Faina. Die Berner Aufholjagd und ihr Sieg war auf einen enormen Kampfgeist und eine hervorragende Torhüterleistung zurückzuführen.

Die Rebells haben mit dem SHC Belpa 1107 noch eine Rechnung offen. Vor einem Jahr verloren die Zuger den Playofffinal in zwei Partien und musste ihre siebenjährige Meisterserie beenden. Die Gürbetaler waren schlicht besser. Vor allem im Konterspiel zeigten die Berner eine überzeugende Darbietung. Auch in diesem Jahr müssen sich die Rebells taktisch auf diese Stärke des Gegners einstellen. „Belp kann unglaublich schnell von der Defensive in den Angriff umschalten. Es geht stets sofort ein Verteidiger mit in den Angriff“, so Patrick Döbeli. Obwohl die Rebells in der Qualifikation beide Aufeinandertreffen mit mehr als vier Toren Differenz gewonnen haben, werden die Karten in den Playoffs neu gemischt. Sobald es um einen Titel geht, sind die Belper nicht mehr wieder zu erkennen. Das haben sie bereits im Cuphalbfinal bewiesen, als sie die Rebells mit 8:5 aus dem Wettbewerb warfen. Nach drei Spielsperren wegen eines Vergehens am Cupfinal wird auch Sandro Wittwer am Sonntag wieder mit von der Partie sein. Der durchschlagskräftige Nationalstürmer ist neben seiner spielerischen Qualität bekannt für sein hitziges Gemüt. „Die Rückkehr Wittwers ist für unser Team eine Bereicherung. Er bringt viel Intensität in ein Spiel und kann mit seinem Können Games entscheiden“, beschreibt Faina seinen Teamkollegen.

Die Zuger starten mit Heimrecht in den diesjährigen Playofffinal. Dies könnte zum echten Vorteil für die Mannschaft von Tibor Kapanek werden. Das bestätigt Verteidiger Döbeli: „Zu hause haben wir in der Vergangenheit stets bessere Leistungen gezeigt als auswärts. Zudem haben auf dem Spielfeld in Belpmoos nicht nur gute Erinnerungen.“ Das Team ist bereit nach der Titeldurststrecke in der letzten Saison wieder einen Pokal in die Höhe zu stemmen. Neben den Dauerabwesenden fehlen den Rebells Fabian Keiser, Aaron Kunz und Patrick Wismer. Alle drei laborieren an Muskel- und Bänderproblemen im Beinbereich. Ansonsten verfügt Kapanek über ein komplettes Mannschaftsgefüge. Die Kaderbreite hat sich auf die Intensität und die Schnelligkeit im Training ausgewirkt. Mit einer disziplinierten Mannschaftsleistung können die Zuger jeden Gegner schlagen. „Am Sonntag müssen wir bereit für die Zweikämpfe sein. Wir dürfen uns keine unnötigen Strafen erlauben. Das Belper Powerplay ist stets gefährlich“, so Döbeli. Der Zuger ist überzeugt, dass die Zuschauer ein spannendes Spiel erwarten dürfen. Persönlich möchte er mit einer soliden Defensivleistung zum Sieg der Rebells beitragen.

NLA: Sonntag, 11. Mai, Oberwil Rebells – SHC Belpa 1107, 14:00 Uhr, Herti Nord.
 

Autor Oli Marty

Sponsors