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Spielberichte Pilsen Cup 2014


Mo, 09.06.2014

Durchzogener Start
Die Junioren der Oberwil Rebells trafen am ersten Spieltag zuerst auf die Heilbronn Hornets. Das Team aus Deutschland war gespickt mit Eishockeyspieler, die mehrheitlich ein Jahr älter waren als die Zuger. Nach einem Doppelschlag in der vierten Minute vermochten die Rebells nicht mehr zu reagieren, obwohl sie mehr Abschlüsse zu verzeichnen hatten. Das dritte Tor von Heilbronn führte zum Endstand von 0:3. Die Deutschen glänzten mit guten Schüssen und Effizienz. Ein denkbar ungünstiger Start, da Heilbronn konditionell grosse Mängel aufwies, blieb es der einzige Sieg für die Deutschen in der Gruppenphase.
Im zweiten Spiel wurden den Rebells die Grenzen klar aufgezeigt. HBC Hostivar, seinerseits Vize-Meister in der Tschechischen Liga, demonstrierte schnelles Grossfeldhockey. Den Oberwiler blieb jeweils nur das Nachsehen. Dank einem Kontertor durch Mario Infang in der letzten Spielminute konnte Grün-Gelb-Rot den ersten Treffer des Turniers bejubeln. Das Spiel endete 1:9.

Solide Defensive
Im dritten Spiel am Samstag kam den Zugern zu Gute, dass sie mit vier Linien nach Pilsen gereist waren. Dank einer soliden Leistung der Abwehr stand es bis in die 22. Spielminute 0:0 gegen die tschechische Mannschaft Buldoci Stribro. Kurz vor Schluss enteilte der Verteidiger Kevin Keiser seinen Bewachern und erlöste seine Farben mit dem 0:1 durch einen satten Handgelenkschuss. Die Freude auf Seiten der Rebells kannte keine Grenzen mehr. Gekonnt brachten sie den Vorsprung über die Zeit.

Am Sonntagmorgen stand den Oberwilern der Turnierfavorit Pilsen gegenüber. Da man die wichtigsten Kräfte für die nächsten beiden Spiele schonen wollte, kamen alle Ersatzspieler zum Einsatz. Die jungen Oberwiler Akteure zeigten eine überzeugende Vorstellung und lagen nach der ersten Hälfte nur 0:3 zurück. Im zweiten Abschnitt kamen dann nochmals vier Tore dazu, was zum 0:7 Endstand führte. Pilsen wurde schliesslich ungeschlagen Turniersieger.

Zwei starke Startphasen
Die zwei letzten Spiele waren die wichtigsten für Oberwil. Mit einem Sieg über Kernenried konnten die Zuger den kleinen Final um Platz 3 erreichen. Dementsprechend motiviert starteten sie in die Partie gegen den anderen Landesvertreter. Kurz vor der ersten Pausensirene jubelte Kevin Keiser über das 0:1 für Oberwil. Nach der Pause doppelte Raffele Cioffo zum 0:2 nach. Kernenried stand nach diesem Schock etwas neben den Schuhen, so dass Max Müller nach einem schönen Pass im Slot alleine zum Abschluss kam. Der C-Junior liess sich nicht zwei Mal bitten und erzielte das 0:3. In den Köpfen der Rebells schien die Partie bereits entschieden. Die zu offensive Spielweise bestraften die Berner mit zwei Kontergoals innert zwei Minuten nachdem der Coaching-Staff die Linien umgestellt hatte. Es wurde nochmals so richtig spannend. Doch die Rieder Aufholjagd kam zu spät. Das Duell ging mit einem 9:9-Schussverhältnis äusserst knapp an die Zuger.

Somit stand die Qualifikation fürs kleine Finale fest. Der Gegner hiess wegen des besseren Torverhältnisses Bulldoci Stribro. Die Partie startete ausgezeichnet für die Schweizer Vertreter. Raffele Cioffo und Mario Infang erhöhten den Oberwiler Skore bereits nach drei Minuten auf 2:0. Bis zur Pause konnten die Zuger den Spielstand dank einer überzeugenden Abwehrleistung halten. Doch nach dem Pausentee folgte der gravierende Bruch. Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff gelang Stribro der erste Anschlusstreffer. Nur Augenblicke später war der Ausgleich Tatsache, da die Zuger ihren Torhüter zu wenig unterstützten im Slot. Weder ein Torhüterwechsel noch ein Time-Out auf Seiten der Zuger konnte diese Wende aufhalten. Stribro erhöhte das Tempo und wandelte den Schwung in weitere Treffer um. Oberwil verlor total das Konzept und kassierte nochmals drei weitere Tore. Stribro siegte schliesslich überraschend aber doch verdient mit 2:5. Im entscheidenden Moment fehlte es den Rebells an der Grossfeld-Routine. Trotz der Enttäuschung über die Niederlage im letzten Spiel dürfen die Jungs stolz auf ihre Leistung sein. Mit Sicherheit sind sie ein grosses Versprechen für die Zukunft.
 

Autor Oli Marty

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