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Klare Erwartungen an das Derby gegen Bonstetten


Fr, 17.10.2014

Am Samstag ist der SHC Bonstetten zu Gast im Herti Nord. Die Rebells gelten auch dieses Jahr als klarer Favorit, obwohl in Derbys andere Gesetze herrschen.

Die Duelle mit dem SHC Bonstetten-Wettswil haben für die Oberwil Rebells besonderen Charakter. Die Spiele sind jeweils hart umkämpft und versprechen Spektakel für das Publikum. In diesem Jahr scheint die  Ausgangslage für den Ernstkampf jedoch einseitiger als in den Saisons zuvor. Bonstetten ist mässig in die neue Saison gestartet. Gegen die Spitzenteams aus Grenchen und Belp waren die Zürcher jeweils chancenlos. Sie verloren beide Aufeinandertreffer mit mehr als acht Toren Differenz. Dementsprechend düster sieht das Torverhältnis der Säuliämter aus, die sich momentan auf dem fünften Tabellenrang befinden. Wegen den 46 Toren verfügen sie über eine -18 Bilanz. Im Kampf um einen Playoff-Platz sind die Zürcher jedoch gut im Rennen, obwohl gegen Kernenried eine knappe Niederlage resultierte. „Da wir dieses Jahr über ein sehr junges Team verfügen, haben wir uns den vierten Platz als Saisonziel gesetzt“, analysiert der Verteidiger Alex Bertschi die Aussichten seines Teams. „In den letzten Jahren mussten wir jede Saison Leistungsträger ersetzen. Die Lücken haben wir fast ausschliesslich mit talentiertem, eigenem Nachwuchs gestopft. Diese Integration klappt erfolgreich, da sich bereits einige zu Leistungsträgern entwickelt haben“, so Bertschi. Die Duelle gegen die Westschweizer Teams aus Chaux-de-Fonds und Martigny konnten die Zürcher vor heimischem Publikum jeweils für sich entscheiden. Demnach ist Bonstetten  auf dem Papier schwächer als in der letzten Saison einzustufen. Der ehemalige Bonstetter Junior Yves Stucki, der nun schon mehrere Jahre das Rebells-Dress trägt, kennt die Vorzüge seiner ehemaligen Teamkollegen. „Bonstetten spielt ein einfaches, geradliniges Hockey. Ihre Stärken liegen sicherlich auf den Torhüterpositionen“, so Stucki. Er spricht den Nationaltorhüter in den Reihen von Bonstetten-Wettswil, Jérome Weber, an. Weber ist enorm erfahren und der ruhige Pol in der Mannschaft. „Er kann auch in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf bewahren. Sein Backup Nicolas Gehrig wird von Saison zu Saison stärker und wird bald in seine Fussstapfen treten können“, ergänzt der Nationalstürmer der Rebells. Dass Gehrig starke Leistungen zeigt, beweist er regelmässig in seinen Einsätzen. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass Weber gegen Oberwil den Kasten der Gäste hüten wird. Der slowakische Verstärkungsspieler Jakub Sibik hat eine weitere Saison bei den Zürchern angehängt. Dieses Jahr kommt Sibik allerdings noch nicht richtig auf Touren. Ob er in Zug seine Qualitäten ausspielen kann, wird sich am Samstag zeigen. Trotzdem dürfen die Rebells keinesfalls den Fehler machen, ihren Gegner zu unterschätzen.

Nach der schwachen Leistung der Rebells in La Chaux-de-Fonds fordert Tibor Kapanek eine drastische Leistungssteigerung am Samstag. Seine Mannschaft gab in der Uhrenstadt eine deutliche Führung aus der Hand und siegte am Ende glücklich dank einem Treffer in Überzahl. „Nach diesem Oberwiler Auftritt glauben wir an unsere Chance, endlich einem Favoriten das Bein zu stellen“, beurteilt der Zürcher Bertschi die Ausgangslage seiner Mannschaft am Wochenende. Für die Rebells wird sich zuhause doch einiges ändern. Im Herti Nord wird das Oberwiler Trainergespann Kapanek/Hofstetter wieder über drei Linien verfügen. Einige Herren sind aus dem Urlaub zurück. Das grosse Terrain liegt den Rebells zudem deutlich mehr als das kleine Spielfeld in Neuenburg. Es darf deshalb ein hartgeführtes Duell erwartetet werden.

NLA: Samstag, 18. Oktober, Oberwil Rebells – SHC Bonstetten-Wettswil, 14:00 Uhr, Herti Nord.

Autor Oli Marty

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