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Grenchen lädt zur Revanche


Do, 13.11.2014


Die Rebells gastieren am Sonntag in Grenchen. Im Duell gegen die Solothurner geht es bereits um viel im Kampf um den Qualifikationssieg.

Oberwil startete erfolgreich in die Saison vor der Weltmeisterschaft in Zug. Das Kader erfüllte die Erwartungen der Vereinsführung und belegt zurzeit den zweiten Tabellenrang. Lediglich gegen den SHC Belpa resultierte eine Niederlage für die Zuger. Alle anderen Partien entschieden die Rebells mehr oder weniger deutlich für sich. Die Mannschaft von Tibor Kapanek kassierte die wenigsten Tore der Liga und verfügt dadurch über das beste Torverhältnis. Dies ist neben der Verteidigung vor allem den beiden Torhütern zu verdanken. Dicht hinter den Rebells ist der SHC Grenchen-Limpachtal angesiedelt. Der Cupsieger der letzten Saison hat den Tritt nach einigen Startschwierigkeiten wieder gefunden. Zuletzt holten sie in Belp beim Leader drei Punkte, nachdem sie einen Zwei-Tore-Rückstand im Startdrittel wieder aufholten. Dies nur eine Woche nach ihrer blamablen Niederlage im Derby gegen Bettlach, dass sie mit 7:3 überraschend klar aus der Hand gaben. Es ist dieses Jahr enorm schwierig, die Leistungen von Grenchen einzuordnen. Die Abgänge von Simon Rindlisbacher, Tschantz und Marti gewichten mehr als zuvor angenommen. Die Solothurnern verfügen aber auch in dieser Saison über ein Topkader und können jeden Gegner schlagen. Vom SHC Aegerten-Biel wechselten Eggen, Stucki, Hofer und Hefti zum Cupsieger. „Die Zuzüge haben sich sehr gut in die Mannschaft integriert, sie bringen uns wieder die nötige Breite“, sagt der Captain Stefan Rindlisbacher über seine neuen Teamkollegen. Auffällig ist lediglich, dass die Truppe um Trainer Daniel Feuz bei beiden Niederlagen jeweils mit der kompletten Mannschaft anwesend war. „In Bettlach hatte unsere gesamte Truppe einen Durchhänger. Wir gingen richtig unmotiviert ans Werk. Das passt eigentlich gar nicht zu uns“, so Rindlisbacher. Grenchen setzt in diesem Jahr auch auf den eigenen Nachwuchs. Von den Junioren trainieren und spielen Inniger und Burri regelmässig in der obersten Liga.

Mit einer Ausnahme reist Oberwil am Sonntag komplett nach Grenchen. Manuel Renfer weilt zurzeit im Ausland und wird der Mannschaft deshalb nicht zur Verfügung stehen. Tibor Kapanek hat am Wochenende die Qual der Wahl. Seine Truppe ist gespickt mit Nati-Spielern. Einer von ihnen ist Yves Stucki. „Im Spitzenkampf mit Grenchen können wir uns kein schwaches Drittel wie gegen Sierre mehr leisten. Eine solche Nachlässigkeit würde Grenchen bestrafen“, so Stucki. Der Optiker hat ein gutes Gefühl für den Sonntag. Daran kann auch das kleine Feld in Solothurn nichts ändern. „Das Spiel auf ihrem Feld ist nicht zu vergleichen mit dem in Zug, trotzdem wird uns die Umstellung mit einem guten Kollektiv gelingen.“
Der SHC Grenchen verfügt ebenfalls über sieben Nationalspielern. Neben den Stürmern Henzi, Sterchi, Lüthi und Röthlisberger gehören auch der Torhüter Fankhauser, der Allrounder Aegerter und der Verteidiger Rindlisbacher zum Stamm des Nationalteams. Obwohl die Selektion noch nicht definitiv ist, hat Stefan Rindlisbacher gute Karten für die Weltmeisterschaft in Zug. Der gelernte Landschaftsgärtner erwartet ein anderes Duell als im Herti Nord: „Das Aufeinandertreffen in Zug hatte wenig mit einem Spitzenkampf zu tun. Es war mehr ein Abtasten. Zuhause erwarte ich eine enge Partie, wobei die jeweilige Tagesform über den Sieger entscheiden wird“, so der Verteidiger aus Bätterkinden. Rindlisbacher spricht die 8:4-Niederlage an, welche die Limpachtaler in Zug kassierten. Im Rückspiel wollen nun er und seine Jungs Revanche nehmen.


NLA: Sonntag, 16. November, SHC Grenchen-Limpachtal – Oberwil Rebells, 14:00 Uhr, Grenchen.

Autor Oli Marty

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