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Verlieren verboten in Martigny


Do, 27.11.2014

Im letzten Spiel des aktuellen Jahres reisen die Rebells in Wallis. In Martigny treffen sie auf den Achtplatzierten und gelten als klarer Favorit.

Die Rebells grüssen von der Tabellenspitze. Diese Ausgangslage verdanken sie den  letzten zwei aufeinanderfolgenden Siegen. Die beiden direkten Konkurrenten Belp und Grenchen besiegten die Zuger innert zwei Wochen verdient mit vier Toren Differenz. Die Mannschaft vom Trainerduo Kapanek und Hofstetter zeigte sich frisch und ehrgeizig in beiden Auswärtspartien. Oberwil verfügt über die Fähigkeit, in dieser Saison zwei Titel zu holen. Dies wurde spätestens im Monat November augenfällig. Vor allem physisch überzeugen die Zentralschweizer so wie schon lange nicht mehr. Man spürt, dass die Weltmeisterschaft in Zug ansteht und alle Nationalspieler die besten Voraussetzungen für dieses Turnier schaffen wollen.

Für den Walliser Transfer in den Oberwiler Reihen, Gregory Dumas, hat das Aufeinandertreffen in der Westschweiz eine besondere Bedeutung. „Ich habe zwanzig Jahre für Martigny gespielt und alles für diesen Klub getan. Ich bin in diesem Verein gross geworden und verdanke ihm viel“, beschreibt Dumas seine Gefühle, „meinen ehemaligen Teamkollegen auf dem Feld gegenüber zu stehen, wird mit Sicherheit ein bizarrer Moment.“ Der Nationalverteidiger ist sich jedoch bewusst, dass er ein Rebells-Dress tragen wird. Er will mit seiner neuen Mannschaft unbedingt drei Punkte an den Zugersee holen. „Wenn wir in den Playoffs stets Heimrecht haben wollen, dürfen wir nirgends mehr Punkte liegen lassen“, so Dumas. Die Zahnverletzung, welche sich der Verteidiger in dem Spitzenspiel gegen Belp zugezogen hat, sollte sich voraussichtlich nicht aufs kommende Wochenende auswirken.
Der SHC Martigny ist auch in diesem Jahr schwierig einzuschätzen. Die Walliser verfügen über ein junges Team mit vielen Junioren, die viel Nati-Erfahrung besitzen. Genau deshalb fehlt es der Mannschaft noch etwas an Reife, obwohl die Martinacher schon beinahe drei Jahre in dieser Konstellation zusammenspielen. „Neveu, Müller und Capelin sind die gefährlichsten Spieler des Teams. Natürlich hat die Rückkehr von Patrice Morard Martigny noch weiter verstärkt“, analysiert Dumas seine ehemaligen Kameraden. Der SHC Martigny hegt nicht den Anspruch, Oberwil zu dominieren. Die Walliser werden alles daran setzen, Oberwil das Leben schwer zu machen. Im Kampf um einen Playoffplatz könnte Martignach eine Sensation gebrauchen. Die Spiele im Wallis müssen von den Rebells erst einmal gewonnen werden. In der Sonnenstube der Schweiz haben die Zuger sich schon etliche Male die Zähne ausgebissen. Die Zuger reisen mit einem knappen Kader ins Wallis. Einige Spieler haben diese Woche krankheits- oder verletzungshalber im Training gefehlt. Der Einsatz von Tim Müller, Goran Nisevic und Andy Marty ist noch ungewiss. Trotz allem käme alles andere als ein deutlicher Sieg von Grün-Gelb-Rot einer riesigen Überraschung gleich.

NLA: Sonntag, 30. November, SHC Martigny – Oberwil Rebells, 14:00 Uhr, Martigny.
 

Autor Oli Marty

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