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Martigny will die Laterne abgeben


Fr, 30.01.2015

Am Sonntag gastiert der SHC Martigny im Herti Nord. Dabei trifft das Schlusslicht auf den Leader.

Nach dem deutlichen Sieg am vergangenen Sonntag gegen Kernenried wartet dieses Wochenende der nächste Underdog auf die Oberwil Rebells. Martigny liegt auf dem letzten Tabellenrang und konnte in der bisherigen Saison erst zwei Siege einfahren. Martigny kassierte am meisten Tore und verfügt über die harmloseste Offensive der Liga. Die Walliser stehen im Wandel. Die ehemaligen Leistungsträger sind in die Jahre gekommen. Zudem hat der beste Martinacher sein Heimatklub auf diese Saison Richtung Oberwil verlassen. Gregory Dumas trägt seit dem letzten Sommer das Rebellsdress. Dieser Fakt machte es dem Westschweizer Klub nicht einfacher, sich für die diesjährigen Playoffs zu qualifizieren. Dennoch ist die Hoffnung auf eine Platzierung unter den ersten acht Teams noch immer intakt. Dem SHC Martigny fehlen zwei Siege, um die direkten Konkurrenten, Kernenried und Chaux-de-Fonds noch aus dem Rennen zu werfen. In den direkten Duellen zeigten sich die Walliser bisher stets von der besten Seite. Auch gegen Bonstetten resultierte eine knappe Niederlage. Im letzten Aufeinandertreffen mit den Zuger stand es 1:5 auf der Anzeigetafel. Ein stark dezimiertes Oberwil erreichte nur einen knappen Triumph. Martigny spielte damals physisch enorm nah an der Grenze zum Unerlaubtem. Oft wurden die Schranken gar überschritten, dass so manche Akteure der Rebells Blessuren davon trugen. Der beste Skorer in den Reihen von Martigny heisst Patrice Morard. Kein Unbekannter im Schweizer Strassenhockey. Noch vor wenigen Jahren war er ein Teil des besten Powerplays der Liga bei seinem Heimklub. Morard kam dieses Jahr zurück in den Strassenhockeysport, nachdem er eine mehrjährige Sperre abgesessen hatte. Während einer Partie kam es zu einer Tätlichkeit gegenüber dem Unparteiischen. Mittlerweile ist der Walliser ruhiger geworden. Er konzentriert sich aufs Toreschiessen. Nach zehn Partien hat der flinke Stürmer bereits zwanzig Skorerpunkte auf dem Konto.

In den Reihen der Rebells hat sich die Kadersituation nicht wirklich verbessert. Zum Dauerverletzten Hausherr gesellte sich nun auch Adam Rousal. Der Tscheche bekundet ebenfalls Schmerzen am Knie. Im Tor müssen die Zuger auf Stephan Sidler verzichten. Der Nationaltorhüter musste seinen Blinddarm entfernen und fehlt ebenfalls diesen Sonntag. Ob Manuel Renfer und Patrik Merz spielen werden, ist ebenfalls noch unklar, da beide zurzeit noch krank sind. Zurück im Team sind Mathias Beiersdörfer und Thomas Bossard. Linus Niederhauser wird als Junior das Kader verbreitern. Es wird sein NLA-Debüt in dieser Saison werden. Die Rebells gelten als klarer Favorit. Deshalb wird der Sonntag genutzt, um neue Taktiken zu testen und das Powerplay zu optimieren.

NLA: Sonntag, 1. Februar 2015, Oberwil Rebells - SHC Martigny, 14:00 Uhr, Herti Nord.

Autor Oli Marty

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