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Gelingt die Verteidigung des Leaderthrons?


Fr, 13.03.2015

Die Sierre Lions können am Sonntag den Rebells die Suppe noch versalzen. Die Zuger verteidigen in der Sonnenstube den Leaderthron.


Die wichtigsten Spiele der Saison rücken immer näher. Für die Rebells gibt es noch zwei Meisterschaftsspiele zu bestreiten bevor die Playoffs starten. Hinzu kommt noch ein wichtiges Cuphalbfinalspiel gegen Grenchen. Am Sonntag sind die Oberwiler zu Gast im Wallis. Die Sierre Lions sind diese Saison wieder auferstanden. Vor den dominanten Meisterjahren der Rebells waren die Sierre Lions das Mass der Dinge im Schweizer Streethockey. Unter dem ehemaligen Natitrainer Sébastien Pico gewannen die Walliser drei Meistertitel. Nach der glorreichen Zeit um die Jahrtausendwende ist es ein paar Jahre ruhiger um die Löwen aus Siders geworden. Diese Saison greift Sierre wieder an und zählt zu den besten Teams der Liga. In 14 Partien durften sie neun Siege bejubeln. Viele Gegner bekundeten auf dem Walliser Terrain Mühe und liessen Punkte. Zurzeit belegen die Lions den dritten Tabellenrang. Mit einem Spiel mehr liegen sie somit knapp vor dem Titelfavoriten SHC Grenchen-Limpachtal klassiert. Im Direktduell haben die Walliser vor zwei Wochen zuhause äusserst knapp in der Verlängerung verloren. Im Januar bezwangen sie Grenchen sogar. Für Sierre ist das Duell gegen die Rebells von entscheidender Bedeutung. Holen sie drei Punkte, hat die Mannschaft um Captain Mathieu Schildknecht gute Chancen, Grenchen definitiv hinter sich zu lassen. Neben Steiner, Schildknecht und Métroz hat es vor einigen Wochen auch Alexandre Mermoud in die Nationalmannschaft geschafft. „Für mich ist es eine grosse Ehre für die Nati zu spielen. Die Mannschaft überzeugt mich auf und neben dem Platz.,“ Mermoud, „am Sonntag werde ich gegen Oberwil alles aus mir rausholen. Wir wollen gegen das momentan beste Team der Liga gewinnen.“ Der Romand bekam eine verspätete Chance, da Sandro Wittwer für die WM absagte. „Dieser schnelle Verteidiger hat unglaublich viel Potential. Er hat Eishockey-Erfahrung und bereits grosse Fortschritte auf dem Grossfeld erzielt. Mit Jahrgang 93 gehört ihm die Zukunft,“ beschreibt Raphael Melliger den Walliser. Er kennt den Gegner vom Sonntag– vor allem Métroz und Schildknecht. „Wir spielen in der Nati im selben Block. Durch die vielen Zusammenzüge in diesem Jahr sehe ich die beiden Herren beinahe mehr als meine Freundin“, schmunzelt der Oberwiler. Trotzdem wird der Zuger Topskorer keine Geschenke verteilen. „Ich habe ein gutes Gefühl für den Sonntag und möchte unbedingt drei Punkte an den Zugersee holen“, so Melliger. Das Kader des Schweizer Meisters erholt sich rechtzeitig auf die Playoffs. Die vielen Angeschlagenen sind wieder genesen. Renfer und Nisevic haben diese Woche wieder mit der Mannschaft trainiert. Ob Severin Meier und Gregory Dumas einsatzfähig sein werden, ist noch offen. Mit Sicherheit fehlt Adam Rousal und Mathias Beiersdörfer. Die Rebells werden schnell umschalten müssen, um gegen die Lions Erfolg zu haben. Sierre ist berüchtigt für die schnellen Stürmer. Mit dem Slowaken Mario Paulik haben sie im Sturm noch an mehr Breite gewonnen. Der Ausländer ist in den vordersten Reihen der NLA-Skorerliste anzutreffen. Spielen die Zuger eine defensiv solide Partie, werden sie ihre Ziele erreichen.


NLA: Sonntag, 14. März 2015, Sierre Lions – Oberwil Rebells, 14:00 Uhr, Sierre.

Autor Oli Marty

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