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Cup: Schweizer Meister trifft auf Cupsieger


Fr, 20.03.2015

Diesen Sonntag spielen die Rebells um den Einzug in den Cupfinal. In Grenchen geht es gegen den Titelverteidiger um alles oder nichts.

Die Rebells haben in diesem Jahr bisher wenig wirkliche Ernstkämpfe bestritten. Gegen die beiden Spitzenteams duellierte sich das Team von Tibor Kapanek und Fabian Hofstetter nur in der ersten Saisonhälfte. Am kommenden Sonntag kommt es nun zum ersten Härtetest in diesem Frühling. Im Ochsner Streethockeycup treffen die Oberwiler auswärts auf den SHC Grenchen Limpachtal. Die Mannschaft um Trainer Daniel Feuz hat im Cup bereits einige Erfolge feiern können. Seit dem letzten Frühling dürfen sie sich Cupsieger nennen. Diesen Titel haben die Grencher seit der Wiedereinführung bereits zweimal gewonnen. Der Oberwiler Schlussmann Pascal Melliger freut sich auf das Duell: „Nur schon wegen des tollen Ambientes im Cupfinal muss ein Sieg im Halbfinal das klare Ziel sein.“ Auch der Verteidiger und Routinier Thomas Bossard hegt gute Erinnerungen an Thun: „Obwohl teils tropische Temperaturen herrschten, erinnere ich mich immer gern an die Erfolge vor dem tosenden Publikum“, so Bossard. Der Nationalverteidiger hatte in der Vergangenheit schon mehrfach grossen Einfluss auf den Pokalsieg in Thun. Im Jahr 2010  drehte Bossard das Finalspiel in der 54. Minute innert zwei Minuten mit einer Dublette – ebenfalls gegen Grenchen. Die Vorzeichen stehen auch in diesem Jahr gut für die Rebells. In den beiden bisherigen Aufeinandertreffen gingen die Zuger jeweils mit 8:4 als Sieger vom Platz. Doch damit kam man sich am Sonntag nichts kaufen.

Der Weg ins Halbfinal war für die Mannschaft von Captain Stefan Rindlisbacher anspruchsvoller als das Programm der Rebells. Mit Chaux-de-Fonds, Kernenried und Langenthal bezwang Grenchen alles Teams aus den Nationalligen. Oberwil durfte zweimal gegen ein 1.Liga-Team antreten, bevor sie das NLA-Team des SHC Bettlach aus dem Cup warfen. Diese Vorgeschichte ist nicht wirklich ein Vorteil für die Zentralschweizer. Grenchen erhielt in dem Spitzenspiel gegen Belp am vergangenen Wochenende bereit die Gelegenheit, sich auf das schnellere Tempo des Gegners einzustellen. „Ich schätze Grenchen als sehr starkes Team ein. Der Blick auf die Tabelle trügt. Vor allem in Überzahlspiel sind sie brandgefährlich“, analysiert Thomas Bossard den Gegner. In dieser Saison zeigen die Solothurner in der Meisterschaft ungewohnte Schwächen. Sie liessen Punkte gegen vermeintlich schwächere Teams wie Bettlach. Zurzeit kämpfen die Solothurner gegen Sierre Lions um den dritten Tabellenrang. Eine Tatsache, die man sich noch vor wenigen Monaten nicht hätte vorstellen können. Grenchen verfügt auch in diesem Jahr über ein sehr breites Kader. Sie reisen regelmässig mit vier Linien an die Spiele. Offenbar macht aber dem Team der Abgang von Simon Rindlisbacher und Michael Marti mehr zu schaffen als erwartet. Die Transfertrümpfe vom SHC Aegerten-Biel haben bisher ebenfalls nicht gestochen. Ausserdem hat sich Verteidiger Hofer am vergangenen Sonntag verletzt. Mit Henzi, Sterchi, Aegerter und Rindlisbacher verfügen sie aber trotzdem über mehrere hochkarätige Nationalspieler. „Die Grenchner Teamleader spielen auch in der Nati eine tragende Rolle, da sie über echte spielerische Qualitäten verfügen“, so Torhüter Melliger, „nur mit viel Einsatzbereitschaft und Laufarbeit sind sie in Schach zu halten. Wir müssen die Räume auf dem kleinen Terrain eng halten, da man von jeder Position Tore schiessen kann.“

Eine weniger auffällige Figur beim SHC Grenchen-Limpachtal ist der Stürmer Patrick Lüthi. Der Solothurner Versicherungsangestellte hat sich dank seiner Kampfbereitschaft und seiner Schnelligkeit jedoch einen Platz in der Nationalmannschaft erarbeitet. Mit Grenchen hat er noch viel vor: „Nach einem durchzogenen Start freuen wir uns nun auf die schönste Zeit im Jahr. Damit wir mit stärkeren Teams wie Oberwil und Belp mithalten können, muss sich jedes Mannschaftsmitglied nochmals steigern. In Belp haben wir bewiesen, obwohl wir unglücklich knapp verloren haben, dass unsere Formkurve wieder nach oben zeigt“ so Lüthi. In Sachen Kader habe sein Team keine Ausreden. „Es könnte sein, dass wir davon profitieren können, dass Oberwil bereits zu siegessicher ist“, beschreibt der 27-jährige Limpachtaler die Ausgangslage.

Die Rebells sind bereit für den Sonntag. Mit Ausnahme der Dauerverletzten sind alle Akteure rechtzeitig wieder fit geworden. Die Intensität der Trainings stimmt. Pascal Melliger ist überzeugt, dass die Spielfeldgrösse keinen Einfluss auf den Ausgang der Partie hat: „Nur wenn man Ausreden oder Entschuldigungen braucht, ist das Terrain entscheidend. Rufen wir am Sonntag unsere Leistung ab und zeigen wir ein solides Boxplay, werden wir das Duell gewinnen.“

CUP: Sonntag, 22. März, SHC Grenchen-Limpachtal – Oberwil Rebells, 14:00 Uhr, Grenchen.

Autor Oli Marty

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