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Derby zum Playoffauftakt


Sa, 11.04.2015

Im Viertelfinal duellieren sich die Rebells mit dem SHC Bonstetten. Im Derby gibt es für die Rebells vor allem eine Devise.

Nachdem Oberwil in der vergangenen Saison mit dem zweiten Rang zum Qualifikationsschluss Vorlieb nehmen musste, gelang den Zugern dieses Jahr wieder der Qualisieg. In einer äusserst umkämpften Meisterschaft verwiesen die Rebells Belp und Grenchen auf die hinteren Ränge. Durch den Erfolg am Ostersamstag starten die Zentralschweizer mit viel Selbstvertrauen in die Playoffs. Das Heimrecht ist den Oberwilern sicher bis in das Endspiel. Der enorm intensive Cupfinal hat der Mannschaft von Tibor Kapanek gezeigt, dass dieses Jahr mit viel Einsatz alles möglich ist.

Dass der Gegner im Viertelfinal Bonstetten heisst, hätten vor Beginn der Saison wohl die wenigsten erwartet. Die Zürcher waren in den Jahren zuvor stets weiter vorne in der Tabelle anzutreffen. Langsam macht sich der Umbruch aber immer mehr bemerkbar. In der diesjährigen Meisterschaft resultierten zwei klare Triumphe für die Kolinstädter. Bonstetten war in beiden Spielen offensiv zu harmlos und hinten zu fehleranfällig. In beiden Partien betrug die Tordifferenz mehr als sechs Zähler. In der Vergangenheit hat es die Affiche Oberwil gegen Bonstetten in den Playoffs schon einige Male gegeben. Das letzte Playoffduell zwischen den beiden Teams liegt zwei Jahre zurück. Im 2013 mussten die Rebells im Halbfinal über drei Spiele, da sie den Ernstkampf in Wettswil knapp verloren. Der Tscheche Jan Bily war damals die prägende Figur bei den Zürchern. Vor fünf Jahren war für die Säuliämtler sogar im Viertelfinal schon Schluss. Eines hat sich über alle die Jahre nicht verändert. Die Spiele sind stets hart umkämpft und sehr strafenreich. In den zwei Aufeinandertreffen in dieser Saison gab es auf beiden Seiten Restausschlüsse. Stucki in Wettswil und Melliger in Zug mussten wegen einer Keilerei vorzeitig unter die Dusche - mit ihnen jeweils das Pendant aus Bonstetten. „Solche Missgeschicke dürfen uns in den Playoffs nicht mehr passieren. Wir können uns in den späteren Playoffpaarungen keine Spielsperren oder Verletzungen mehr leisten“, fügt Assistentstrainer Fabian Hofstetter an. Der SHC Bonstetten-Wettswil ist als aggressives Team bekannt und berüchtigt. Der Blick auf die Strafenstatistik der Qualifikation spricht für sich. Unter den fünf Akteuren mit den meisten Strafen sind drei Zürcher zu finden. Die Rebells brauchen eine disziplinierte Leistung, um gegen Bonstetten erfolgreich sein zu können.

Obwohl im Cupfinal mehr als vier Linien bereit standen, hat das Team um Captain Mathias Beiersdörfer einige Absenzen zu beklagen. Diverse Akteure müssen wegen kleineren Blessuren aus dem Cupfinal pausieren. Nichtsdestotrotz gibt es für die Innerschweizer nur eine Devise. Die Zuger wollen zwei klare Siege einfahren, ohne dabei Spieler wegen Verletzungen oder Sperren zu verlieren. Wer auf hartgeführte Zweikämpfe steht, wird am Sonntag auf seine Kosten kommen.


NLA, Playoff: Sonntag, 12. April, Oberwil Rebells – SHC Bonstetten-Wettswil, 14:00 Uhr, Herti Nord.

Autor Oli Marty

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