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Revanche auf Zürcher Boden


Fr, 17.04.2015

Im Playoff-Viertelfinal geht es am Sonntag in die nächste Runde. Gewinnen die Rebells in Wettswil, ist die Serie beendet und Oberwil steht im Halbfinal.

Wenn der Leader nach der Qualifikation im Viertelfinal auf den Achtplatzierten trifft, wird es im Streethockey selten eine enge Serie. Zu gross sind jeweils die Unterschiede auf verschiedenen Ebenen. Oberwil ist auch im zweiten Spiel der klare Favorit. Physisch und technisch sind die Rebells dem Gegner überlegen. Obwohl Bonstetten in Zug phasenweise gutes Hockey gezeigt hatte, sind sie über 60 Minuten zu harmlos, um mit dem Schweizer Meister mitzuhalten. Im Hinspiel waren die Gäste nur in Überzahl gefährlich. Am Ende resultierte eine klare 11:2-Niederlage. Trotz dieser einseitigen Ausgangslage dürfen die Kolinstädter das Auswärtsspiel nicht auf die leichte Schulter nehmen. In der Vergangenheit wurden die Rebells schon öfters des Besseren belehrt. Bonstetten ist eine heimstarke Truppe. Vor zwei Jahren verloren die Zürcher das erste Playoff-Duell im Herti ebenfalls deutlich mit 10:4. Im zweiten Spiel unterschätzte Oberwil den SHC Bonstetten und verlor die Partie knapp mit 6:5. Damals machten der Regen und ein überragender Jérome Weber im Tor der Säuliämter den Zugern einen Strich durch die Rechnung. Dieselbe Schmach möchten die Zentralschweizer mit Sicherheit nicht mehr erleben. Der SHC Bonstetten-Wettswil wird sich mit allen Mitteln gegen das verfrühte Saisonende stemmen – so viel ist klar. Bereits am letzten Sonntag war viel Zündstoff zwischen den Teams zu spüren. Wollen die Rebells keine Spielsperren riskieren, dürfen sie sich keinesfalls auf Scharmützel einlassen. Ob der Slowake Jakob Sibik in den Reihen der Zürcher spielen wird, ist noch offen. Er hatte sich im ersten Aufeinandertreffen an der Schulter verletzt und musste frühzeitig in die Kabine.

Die Mannschaft von Tibor Kapanek muss in dieser Saison eine weitere Verletzung verkraften. Der Nationalverteidiger Manuel Renfer hat sich am vergangenen Wochenede die Speiche gebrochen und fällt länger aus. Auch Rousal und Melliger sind noch angeschlagen und stehen der Mannschaft noch nicht zur Verfügung. Stattdessen kehren für das Rückspiel die Herren Hohl, Keiser und Tedesco zurück ins Kader. Ein allfälliges drittes Entscheidungsspiel würde am Samstag, 25. April im Herti Nord stattfinden. Der Viertelfinal ist die einzige Serie in den Playoffs, die sich über drei Wochenenden zieht. In allen weiteren Duellen entscheidet sich die Serie spätestens am Sonntag des zweiten Weekends.

NLB gegen Langenthal

Die zweite Mannschaft der Oberwil Rebells ist gleichzeitig in die Playoffs gestartet. Im Hinspiel empfingen die Oberwiler Reservisten die Langenthal Devils. Nachdem die Mannschaft um Spielertrainer Severin Senn in der Meisterschaft gegen die Berner Punkte liess, schaukelten die Zuger den ersten Playoffsieg sicher nach Hause. Sie gewannen das NLB-Viertelfinalspiel mit 10:5. Im Rückspiel in Langenthal wird die Affiche eindeutig knapper werden. Die Berner verfügen über eines der kleinsten Felder in der Schweiz. Auf dem engen und glatten Terrain fallen jeweils sehr viele Tore. Die Räume sind eng, ideal für die technisch versierten Verteidiger der Langenthaler, die in Zug wenig zur Geltung kamen. Ein kleiner Fehler in der Offensive reicht oftmals, um durch einen schnellen Konter ein Gegentor zu kassieren. Spannung ist mit Sicherheit garantiert.

NLA: Sonntag, 19. April, SHC Bonstetten-Wettswil – Oberwil Rebells, 14:00 Uhr, Wettswil.
NLB: Sonntag, 19. April, SHC Langenthal Devils – Oberwil Rebells II, 14:00 Uhr, Langenthal.

Autor Oli Marty

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