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Walliser Offensivpower zu Gast im Herti Nord


Fr, 01.05.2015

Am Sonntag kommt es zum ersten Halbfinal im Herti Nord. Die Rebells empfangen die Sierre Lions und haben klare Ziele.

Der Halbfinal steht an. Nun werden die Duelle ausgeglichener. In den ersten Duellen in den Playoffs ist die Ausgangslage jeweils eindeutig. Mit Ausnahme von einer Serie waren auch in diesem Jahr drei Serien nach zwei deutlichen Siegen beendet. Belp verabschiedete Chaux-de-Fonds, Grenchen schickte Kernenried frühzeitig in die Ferien und Oberwil liess gegen Bonstetten nichts anbrennen. Einzig das Duell zwischen dem viert- und fünftplatzierten Team der Qualifikation ging über drei Spiele. Die Sierre Lions setzten sich dank dem Heimvorteil im Spiel 3 gegen den SHC Bettlach durch. Alle Spiele waren äusserst knapp. Der Walliser Assistenzcaptain Stefan Ruppen kennt den Grund des Erfolgs seines Teams: „Wir verfügen dieses Jahr über ein sehr gefährliches Powerplay. Auch in Unterzahl haben wir Spieler in unseren Reihen, die sich effizient auf einen Gegner einstellen können“, so Ruppen. Die ersten drei Treffer im Entscheidungsspiel gegen Bettlach schossen die Lions alle in Überzahl. Auch zuvor war die Überzahlformation jeweils matchentscheiden. Dass Sierre auch in Unterzahl gefährlich sein kann, zeigt der Shorthander, den der flinke Ari Coquoz am Wochenende erzielt hatte.
Nachdem in den letzten drei Jahren jeweils im Viertelfinal Schluss war, zählt Siders erstmals wieder zu den vier besten Teams der Liga. Der Walliser Trainer Ludovic Bruchez, der früher bei Martigny an der Bande stand, hat aus den Löwen ein konkurrenzfähiges Team geformt. Das Kader ist deutlich breiter geworden. Auch bei den Junioren wird intensiv gearbeitet, das zeigen die Resultate dieser Saison. Im A-Junioren-Final kommt es nämlich ebenfalls zur Affiche Oberwil gegen Sierre. Vor allem die Offensive von den Mittelwallisern braucht sich nicht zu verstecken. Schildknecht, Métroz und Steiner gehören auch in der Nationalmannschaft zu den schnellsten Stürmern und sind stets für ein Tor gut. Der Slowakische Verstärkungsspieler Mario Paulik glänzte in der Meisterschaft und in den bisherigen Playoffpartien mit wichtigen Toren. In der Abwehr hat sich Alexandre Mermoud in dieser Saison am meisten entwickelt. Der agressive Verteidiger hat sich einen Platz in der Nationalmannschaft erkämpft, da er über viel Kampfgeist und Erfahrungen aus dem Eishockey verfügt. Trotz der Qualität des Teamgefüges gelang es den Wallisern in den bisherigen Duellen gegen die Zentralschweizer nie, ihr Können rechtzeitig abzurufen. Im letzten Aufeinandertreffen im Herti Nord resultierte eine 11:1-Klatsche für Siders. Lediglich auf heimischem Terrain konnten sie die Zuger phasenweise fordern.

„Ich spiele sehr gerne gegen Sierre. Das Team liegt uns, weil wir ihre Fähigkeiten genau einschätzen können“, analysiert Yves Stucki den Halbfinalkontrahenten. Er und sein Team möchten an die Leistung im Cupfinal anknüpfen. „Es gibt in den Reihen der Walliser ein paar Akteure, die wir aus dem Spiel nehmen müssen. In der offensive können einige von ihnen für Nadelstiche sorgen“, so Stucki. Seine Mannschaft verfügt über einen überzeugenden Formstand. Trotz diversen Verletzungen werden die Zuger ihrem Gegner mit einem ausgelichenen Kader gegenüberstehen. Mit Ausnahme der Langzeitenverletzten sind alle Akteure bereit für den Halbfinal. Teamleader Raphael Melliger trainierte diese Woche wieder schmerzfrei. Er wird die offensiven Qualitäten der Rebells sicherlich zusätzlich bereichern. Da beide Teams offensiv ausgerichtet sind, dürfen sich die Zuschauer auf ein temporeiches Spektakel freuen. Mit Sicherheit werden die Löwen den Oberwilern mehr abverlangen, als dies Bonstetten getan hat.

NLA, Playoff: Sonntag, 3. Mai, Oberwil Rebells – Sierre Lions, 14:00 Uhr, Herti Nord.
 

Autor Oli Marty

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