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Finaleinzug im Visier


Sa, 09.05.2015

Nach dem klaren Triumph in Zug reisen die Rebells als Favorit ins Wallis. Am Samstag stemmen sich die Sierre Lions mit neuer Taktik gegen das Playoff-Out.

Die diesjährigen Playoffs haben es in sich. Die Intensität ist hoch, die Verletzungsgefahr dementsprechend auch. Im Viertelfinal verletzte sich Nationalspieler Manuel Renfer in einem Zweikampf. Wegen einem Speichenbruch verpasst der Berner im Rebells Dress nun die Weltmeisterschaft in Zug. Als wäre dieser Verlust nicht genug, fiel Andi Marty letzten Sonntag gegen Sierre aus. Nach einem Schlag gegen die Milz musste der Verteidiger hospitalisiert werden. Er liegt noch immer im Spital, ist aber auf dem Weg der Genesung. Trotz diverser Verluste in der Abwehr zeigten die Rebells in diesem Jahr noch wenig Schwächen in der Defensive. In den bisherigen Playoffpartien kassierten die Zuger Torhüter nie mehr als drei Treffer. Gegen Sierre schafften die Schlussmänner Sidler und Melliger um ein Haar einen Shutout. Wie eine alte Hockey-Weisheit besagt, liegt der Grundstein für den Meistertitel in einer soliden Abwehr. Das Fundament ist also gelegt. Dass Adam Rousal wieder mittun kann, ist für die Offensivabteilung eine grosse Bereicherung. Der Rechtschütze bringt mit seiner Schnelligkeit viel Gefahr vor dem gegnerischen Slot. Das hat er im ersten Halbfinal nicht nur in der Powerplay-Formation bewiesen.

In Sierre wird die Ausgangslage für die Zuger um einiges knapper. Der raue Belage im Mittelwallis stellt für das technisch starke Team aus Oberwil ein Nachteil dar. Im letzten Aufeinandertreffen in Sierre siegten die Rebells knapp mit 6:8 dank einem starken Mitteldrittel. Die Effizienz ist war damals das grosse Plus des Schweizer Meisters. Die Lions haben die Niederlage abgehakt und möchten am Samstag mehr fürs Spiel machen. „Am Samstag dürfen wir auf keinen Fall den Start verpassen. In Zug haben wir zu Beginn des Duells geschlafen“, erklärt Mathieu Schildknecht. Der Nationalstürmer in den Reihen von Siders ist überzeugt, dass sie mit einer überzeugenden Leistung die Überraschung schaffen können. „Gegen Oberwil darf man nicht so viele Strafen holen wie wir am vergangenen Wochenende. Das geht ins Auge. Zudem wollten wir zu offensiv agieren. Dieser Fehler passiert uns kein zweites Mal“, so Schildknecht. Die Löwen werden am Samstag die Taktik ändern und abwarten, um mit gefährlichen Kontern aus einer sicheren Defensive die Zuger Abwehr zu knacken. Falls die Zentralschweizer in Sierre verlieren, würde das Entscheidungsspiel am Sonntag um 14:00 Uhr im Herti Nord angepfiffen. Nach dem deutlichen Resultat am vergangenen Sonntag rechnen jedoch wenig Streethockeyfans mit einem dritten Duell.

NLB kämpft gegen das Aus
Bei der zweiten Mannschaft geht es im Heimspiel am Samstag darum, das Ausscheiden im Halbfinal zu verhindern. Nach der Startniederlage in Wimmis gegen den SHC Berner Oberland braucht das Team um Spielertrainer Severin Senn einen Sieg, um das dritte Spiel der Serie zu erzwingen. Diese Partie würde dann unmittelbar am Sonntag in Wimmis ausgetragen. Die Ausgangslage für die Oberwiler Edelreservisten ist jedoch nicht allzu rosig. Teamstütze Ilyas Demiriz kann der Serie aus beruflichen Gründen nicht beiwohnen und Ilir Osmani ist mit Sicherheit für das Spiel am Samstag gesperrt. Nur mit viel Kampfgeist und einer soliden Abwehr wäre ein Weiterkommen realistisch. Im Berner Oberland kassierten die Zuger zu viele Tore. In Zug darf dies nicht mehr passieren.

NLA, Playoff: Samstag, 9. Mai, Sierre Lions – Oberwil Rebells, 14:00 Uhr, Sierre.
Evtl. NLA, Playoff: Sonntag, 10. Mai, Oberwil Rebells – Sierre Lions, 14:00 Uhr, Herti Nord.
NLB, Playoff: Samstag, 9. Mai, Oberwil Rebells II – SHC Berner Oberland, 14:00 Uhr, Herti.
 

Autor Oli Marty

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