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Zum zehnten Mal in Folge im Final


Sa, 16.05.2015

Nach den beiden deutlichen Siegen gegen Sierre qualifizierten sich die Rebells ein weiteres Mal für den Playoff-Final. Dort wartet mit dem SHC Belpa 1107 derselbe Gegner wie im letzten Jahr.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Oberwil Rebells Massstäbe setzen. Seit Tibor Kapanek vor zehn Jahren an den Zugersee wechselte, waren die Zuger jedes Jahr im Endspiel. In den Finalpartien waren die Oberwiler grossmehrheitlich erfolgreich, was ihnen neun Meistertitel bescherte. Bisher musste sich der Rekordmeister nur im Jahre 2014 geschlagen geben – ausgerechnet gegen den diesjährigen Konkurrenten Belp. Damals gewannen die Berner in zwei Spielen, da sie den Rebells physisch, vor allem läuferisch überlegen waren. Ein Jahr später kam es zur Revanche zwischen den beiden Spitzenteams – mit dem besseren Ende für die Zuger. Damals hatte Fabian Keiser entscheidenden Anteil am Erfolg der Zentralschweizer. Wenige Sekunden vor der Schlusssirene schoss der routinierte Stürmer im dritten Spiel seine Farben ins Glück. „Bis heute war das sportlich der schönste Moment meiner Karriere. Ich würde dieses Erfolgserlebnis jedem Teamkameraden gönnen“, so Keiser. Bescheiden wie der 35-jährige ist, fügt er an: „Es braucht für solche Erfolge das Engagement aller Teammitglieder auf dem Spielfeld. Ohne die Mithilfe meiner Mannschaftskollegen wäre dieser Triumph nie Tatsache geworden. Wenige Sekunden nach meinem Treffer parierte Pascal Melliger in unserem Tor noch einen gefährlichen Konter, was uns vor einer Verlängerung bewahrte.“ Keiser wird nach dieser Saison seine aktive Karriere beenden. Deshalb wird es für ihn ein spezieller Abschied. Er kann sich jedoch gut vorstellen, den Verein neben dem Feld noch weiter zu unterstützen. Vorerst legt er den Fokus aber klar auf das Aufeinandertreffen am Samstag. „Ich erwarte ein knappes Duell. Belp verfügt über starke Einzelspieler. Hudecek, Wittwer oder Faina können ein Spiel entscheiden. Wie knapp die Duelle jeweils sind, hat der Cupfinal wieder eindeutig bewiesen. Das grössere Terrain kommt uns jedoch definitiv entgegen“, so Keiser. Die Mannschaft von Tibor Kapanek geht mit einem breiten Kader an die letzte Serie der Saison. Die angeschlagenen Spieler haben sich erholt. Lediglich die Langzeitverletzten Hausherr, Dumas, Renfer und Marty verpassen den Final. Alle anderen Oberwiler sind fit und bereit für die wichtigste Phase der Saison.

Die Mannschaft vom SHC Belpa 1107 hat sich im Verlauf der letzten Jahre stets weiterentwickelt. Davon ist auch der beste Berner Torschütze der Qualifikation überzeugt: „Bei uns haben alle Teammitglieder seit der vergangenen Saison nochmals einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Die Saison vor der Heimweltmeisterschaft war für alle sehr intensiv. Jeder Spieler hat noch disziplinierter an seiner Form gearbeitet und die Prioritäten im Privatleben vermehrt zu Gunsten vom Sport korrigiert“, so Alessio Faina. Die Belper besiegten im Halbfinal den SHC Grenchen in zwei Spielen. Die Duelle gegen die Solothurner waren hart umkämpft. Vor allem in Grenchen war das Aufeinandertreffen bis in die Schlussminuten an Spannung nicht zu übertreffen. Schliesslich siegten die Berner dank der besseren Effizienz und einem ungewohnt schwachen Powerplay von Grenchen. Der Natistürmer ist überzeugt, dass im Final gegen Oberwil die richtige Taktik und die Special-Teamsentscheidend sein werden. „Mittlerweile kennen beide Teams die Schwächen und Stärken des Gegners. Wer die Taktik seines Trainer auf dem Feld besser umsetzt, wird den Final gewinnen“, so Faina.

Der Streethockey-Leckerbissen am Sonntag wird mit Bestimmtheit viele Zuschauer anlocken. Die beiden Teams sind bekannt und berüchtigt, dass sie für offensives Spektakel sorgen werden. Da an diesem Wochenende noch das Kantonale Schwingfest stattfinden wird, ist die Parkplatzzahl arg beschränkt. Die Vereinsführung bitte deshalb, für die Anreise den öffentlichen Verkehr zu benutzen.


NLA, Playoff: Sonntag, 17. Mai, Oberwil Rebells – SHC Belpa 1107, 14:00 Uhr, Herti Nord.
 

Autor Oli Marty

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