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Ein Knüller zum Auftakt der neuen Saison


Mo, 21.09.2015

Am Sonntag starten die Rebells in die neue Saison. Nach der Weltmeisterschaft in Zug sind die Erwartungen hoch.

Bereits sind wieder einige Monate vergangen seit der Heimweltmeisterschaft in der Bossard Arena. Viele sportbegeisterte Zugerinnen und Zuger durften im Juni einen senationellen Anlass in Zug West erleben. Die Streethockey-WM mit grosser Oberwiler Beteiligung war in allen Belangen ein bemerkenswerter Erfolg. Gross und klein erfreute sich an diesem jungen und frechen Sport. Der OK-Präsident Maurus Schönenberger schwelgt noch heute gerne in den Erinnerungen, freut sich nun aber umso mehr auf den Saisonstart. „Mit Zug 2015 ist uns ein super Event gelungen, der sicherlich nachhaltige Auswirkungen auf unseren Sport haben wird. Hoffentlich konnten wir den einen oder anderen Zuschauer für unseren Sport begeistern“, so Schönenberger. Der erste Ernstkampf der Saison, der um 14:00 Uhr im Herti Nord stattfindet, wird es zeigen.

Das Spektakel ist angerichtet. Mit den Sierre Lions ist ein Titelfavorit zu Gast am Zugersee. Die Walliser konnten sich auf diese Saison auf diversen Positionen verstärken. Die beiden namhaftesten Transfers sind sicherlich Heynen und Ziörjen. Kylian Ziörjen war der Stammgoalie beim SHC La Chaux-de-Fonds und wechselte zu Siders, da sein Klub wegen der fehlenden Infrastruktur zwangsrelegiert wurde. „Im Training glänzte Kylian schon oft mit mirakulösen Paraden. Er ist mit Sicherheit eine Verstärkung für uns“, beschreibt Sandro Heynen seinen neuen Teamkollegen. Heynen spielte in der vergangenen Saison noch für Belp. Vor der WM wollte sich der Walliser mit Eishockey-Vergangenheit in Bern auf ‚Zug 2015’ vorbereiten. „Nach dem internationalen Turnier war der Transfer zurück in die Heimat naheliegend. Die endlose Reiserei geht mit der Zeit an die Substanz“, so Heynen der stets im Wallis wohnte und arbeitete. Sierre verfügt über eine Mannschaft mit einem harten Kern. Neben den drei Nationalspielern zählen sie auch einen Ausländer zu ihren Reihen. Der Slowake Mario Paulik wird gegen Oberwil jedoch noch gesperrt sein. Ausserdem sorgen viele junge Talente für eine gute Mischung im Team. „Mit der Vorbereitung sind wir sehr zufrieden. Die Trainingspräsenz war bisher hervorragend“, so Heynen, der sich auf das neue Spielsystem freut. In der Schweizer Meisterschaft wird sich für die kommende Saison vieles ändern. In der NLA wurde die Grossfeld-Meisterschaft eingeführt. Neu agieren fünf Feldspieler und ein Torhüter für eine Mannschaft auf dem Terrain. Zudem wird das sogenannte Floating Offside gespielt, dass bereits in der Bossard Arena gespielt wurde. Sobald die Zone an der blauen Linie geöffnet wird, vergrössert sich das Angriffsfeld im Gegensatz zum Eishockey automatisch bis zur Mittellinie. „Für uns ist diese taktische Änderung nur von Vorteil. Es verfügen viele Spieler in unserem Team über Nationalmannschaftserfahrung oder haben bereits an anderen Turnieren so gespielt“, analysiert Patrick Döbeli den Moduswechsel. Der Nationalstürmer wird in diesem System als Center eingesetzt. Die Position passt perfekt zum früheren Offensivvertreidiger. „Ein Center muss gute Bullys spielen und stets die Übersicht behalten. Er ist der Kopf des Blocks und muss defensiv wie offensiv präsent sein auf dem Feld. Auf diese Herauforderung freue ich mich“, erklärt Döbeli. Der Student schätzt die Walliser Löwen als gefährlichen Konkurrenten ein: „Sierre wird diese Saison stark sein. Sie haben sich zielbewußt verstärkt und gelten für mich als Geheimfavorit.“  

Auch bei den Oberwil Rebells gab es auf diese Saison einige Neuerungen. Tibor Kapanek wurde durch den ehemaligen Assistentstrainer Fabian Hofstetter ersetzt. Das Kader wurde im Hinblick auf das Grossfeld verbreitert. Andrew Hildreth, der als Captain der Amerikanischen Nationalmannschaft eine fantastische Leistung zeigte, trägt nun wieder das Rebells-Dress - sicherlich der spektakulärste Transfer der Liga. Nach den Abgängen von Bossard, Keiser und Renfer musste die Mannschaft durch NLB-Spieler ergänzt werden. Baume, Trütsch, Stocker, Senn und Blättler spielen in dieser Saison fix in der ersten Mannschaft. Vom eigenen Nachwuchs hat Linus Niederhauser den Sprung ins Fanionteam geschafft. Tim Meyer wechselte vom SHC Bonstetten-Wettswil an den Zugersee. Trotz der personell guten Ausganglage musste auch Oberwil bereits einige Rückschläge hinnehmen. Der Tscheche Adam Rousal ist immer noch verletzt. Ob er in diesem Jahr nochmals zum Einsatz kommt, ist fraglich. Eine spannende Partie wird es auf jeden Fall. Darüber sind sich Döbeli und Heynen einig.

NLA: Sonntag, 20. September, 14:00 Uhr, Oberwil Rebells – Sierre Lions, Herti Nord.

Autor Oli Marty

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