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Ein Topskorer hinter der Bande


So, 27.09.2015

Im zweiten Saisonspiel treffen die Rebells auf Lukas Hudecek. Nur heisst der Gegner nicht Belp sondern Bettlach. Der ehemalige Ligatopskorer coacht neu die Solothurner.

Die Rebells sind fulminant in die neue Saison gestartet. Gegen die Sierre Lions resultierte am vergangenen Wochenende ein Kantersieg. Mit einer 10:0-Packung schickten die Oberwiler die Löwen zurück ins Wallis. Diesen Sonntag findet bereits das zweite Heimspiel im Herti Nord statt. Zu Gast ist der SHC Bettlach. Die Solothurner sind mit einer Niederlage in die neue Saison gestartet. Auswärts in Belp gab es für den SHC Bettlach keine Punkte. Dem Solothurner Sturm blieb zudem der erste Torerfolg auf dem Grossfeld verwehrt. Trotzdem nimmt Verteidiger Lukas Stäheli auch Positives aus der ersten Partie mit: „Es war eine äusserst knappe Angelegenheit. Wir haben vieles richtig gemacht. Drei kleine Fehler in der Abwehr werden auf diesem Niveau bereits bestraft“, so Stäheli. Er zeigt sich zufrieden mit der Saisonvorbereitung. Der Teamgeist ist auch in diesem Jahr eine Stärke von Bettlach. „Unser neuer Trainer, Lukas Hudecek, hat nochmals einen neuen Wind ins Team gebracht“, schwärmt der Nationalspieler. Der Tscheche Hudecek entschied sich nach seinem einjährigen Gastauftritt beim SHC Belpa 1107 für eine Rückkehr zum SHC Bettlach. Bei den Solothurnern steigt der tschechische Nationalspieler jedoch nicht mehr in die Spielerhosen. Er konzentriert sich vollumfänglich auf sein Traineramt. Dabei setzt der letztjährige Ligatopskorer vor allem auf die Defensive. In den Reihen seines Teams befinden sich zwei Nationalmannschaftsspieler. Neben Stäheli kam auch Mauro Kiener an der WM in Zug zu Einsätzen. Timon Hess war in der Vorbereitung ebenfalls Teil des Kaders. Dennoch will Bettlach gegen Oberwil ein weiteres Mal die Abwehrfähigkeiten testen. Für das Team wird es bereits der zweite Ernstkampf an diesem Wochenende sein. Am Samstag treffen sie zuhause auf den direkten Konkurrenten aus Kernenried. Die Ausgangslage stellt mit Sicherheit kein Vorteil für die Gäste aus dem Solothurner Mittelland dar.

Die Streethockey-Fangemeinde muss sich wohl oder übel an tiefere Resultate gewönnen. Die Umstellung des Systems kommt allen Taktik-Fanatikern entgegen. Das Torschiessen mit Offside wird deutlich schwieriger. Eine gut organisierte Defensive wird so manchem Stürmer noch das Leben schwer machen. Wenn Bettlach in Zug erfolgreich sein will, dürfen sie nicht dieselben Fehler wie Sierre machen. Auf einem kleinen Terrain wie in Zug kann einem das „Floating Offside“ zum Verhängnis werden, wenn man die geöffnete Zone als verteidigende Mannschaft beim Umschalten nicht sofort wieder schliesst. Oft wollen die Verteidiger einen schnellen Konter starten, verlieren den Ball jedoch noch vor der roten Linie in der Mittelzone. Somit lösen sie ungewollt eine weite Angriffswelle gegen sich selber aus. Sierre erlebte diese Situation mehrfach.

Für Severin Senn ist es bereits das zweite Pflichtspiel im Stamm des Fanionteams. „Die Intensität und das Tempo sind deutlich höher als noch in der zweiten Mannschaft. Durch das neue Spielsystem erlebe ich auch Situationen, die mich zeitweise überfordern. Ich lerne jedoch in jedem Training dazu“, beschreibt Senn den Trainingsalltag. Am Sonntag erwartet der Verteidger jedoch kein Spitzenspiel: „In meiner Karriere durfte ich noch nie gegen die erste Mannschaft der Solothurner antreten. Am Sonntag erhoffe ich mir für unseren Block mehr Chancen auf Spieleinfluss.“ Das Aufeinandertreffen wird um 14:00 Uhr angepfiffen.

NLA: Sonntag, 27. September, 14:00 Uhr, Oberwil Rebells – SHC Bettlach, Herti Nord.

Autor Oli Marty

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