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Erstes Auswärtsspiel auf neuem Terrain


Fr, 02.10.2015

Die Rebells reisen am Samstag nach Kernenried. Im ersten Auswärtsspiel der Saison treffen sie auf einem brandneuen Spielfeld auf die Bulldozers.

Am Samstag kommt es zum Duell zwischen den beiden Klubs mit den erfolgreichsten Juniorenabteilungen der letzten fünf Jahre. Kernenried und Oberwil leisten viel für ihren Nachwuchs. Dies wiederspiegelt sich auch in der Meistertitelstatistik aller Juniorenkategorien. Die Berner holten sich in den vergangenen fünf Saisons drei Meisterpokale. Nur Oberwil kann diesen Wert noch übertreffen. Seit dem Jahr 2010 durften die Zuger in jeder Alterskategorie mindestens zweimal jubeln - ein beeindruckender Wert, der viel für die Zukunft verspricht.

Die Bulldozers sind durchzogen in die neue Meisterschaft gestartet. Zwar kamen sie an der Eröffnung nach einer spektakulären Aufholjagd im Schlussdrittel zu einem Sieg in Bonstetten. Der Triumph stand jedoch erst im Penaltyschiessen fest, was den Bernern nur zwei Punkte bescherte. Im Direktduell mit Bettlach kam die Offensive von Trainer Olivier Brodard auf keinen grünen Zweig. Seine Truppe verlor die Partie mit 4:0. Brodard wurde von Kernenried auf diese Saison neu als Head Coach verpflichtet. Im Interview nach seinem Amtsantritt betont er: „Der Spielmodus 5 gegen 5 ist meine Welt. Dementsprechend habe ich auch diverse Engagements in verschiedenen Nationalteams wahrgenommen.“ Der ehemalige Bettlacher verfügt über 25 Jahre Streethockey-Erfahrung. Mit seinem neuen Team plant Brodard längerfristig: „Es wird sicherlich eine schwierige Saison. Grund dafür ist auch, dass sich einige direkte Konkurrenten aus der NLA zurückgezogen haben. Nichtsdestotrotz spielen wir jetzt quasi eine neue Sportart und ich erwarte, dass wir dadurch die Chance haben, dem einen oder anderen Grossen ein Bein zu stellen. Der langfristige Erfolg muss von Jahr zu Jahr aufgebaut werden“, so Brodard. Ein entscheidendes Argument für den Wechsel zu den Bulldozers war für ihn auch das Engagement der Rieder beim Nachwuchs. Für die Berner hat die Partie gegen den Leader eine besondere Bedeutung. Zum ersten Mal spielen sie eine Meisterschaftspartie mit der ersten Mannschaft auf dem ihrem neuen Spielfeld. Ein Projekt, dass die Rieder über mehrere Jahre geplant und mehrheitlich aus eigener Kraft verwirklicht haben.

In den Reihen der Oberwiler kommt es am Samstag zu diversen Veränderungen. Einige Akteure weilen in den Ferien - darunter auch Nationalspieler. Der Tscheche Adam Rousal hat sich noch nicht von seiner Verletzung erholt und wird noch länger ausfallen- Der langjährige Torhüter der Rebells, Stephan Sidler, ist gespannt auf das Aufeinandertreffen: „Im Spiel gegen Kernenried können wir beweisen, dass wir auch auf einem grösseren Terrain dominant auftreten können. Ich kann mir gut vorstellen, dass die läuferisch starken Stürmer von Kernenried mit schnellen Kontern einige Nadelstiche setzen können“, so Sidler. Die Lücken im Team des Schweizer Meisters werden mit Junioren gefühlt. Sidler, der im Verein auch als Junioren-Obmann tätig ist, blickt optimistisch in die Zukunft: „Mittlerweile konnten sich einige Talente in unseren Kader einen Stammplatz erkämpfen. Obwohl es sicherlich einfachere Möglichkeiten gibt, in einer ersten Mannschaft Fuss zu fassen, haben es mit Linus Niederhauser, Tim und Ken Müller bereits drei mit Jahrgang 1997 geschafft.“ Für Sidler sind die Geschwindigkeit und die Spielintelligenz die entscheidenden Faktoren, damit ein erfolgreicher Übergang in die Aktivteams gelingt. „In Sachen Technik lernen die Talente noch viel in den Trainings mit uns dazu“, fügt er an. Neben Kevin Keiser kommt auch Ramon Meier zu seinem Debüt im Fanionteam. Beide Talente sind Rechtsschützen, was in der obersten Liga immer noch Mangelware ist. Auf der Ersatztorhüterposition erhält ein weiterer Junior Gelegenheit, NLA-Luft zu schnuppern. Andrea Pagano wird ebenfalls mit nach Kernenried reisen.

NLA: Samstag, 3. Oktober, SHC Bulldozers Kernenried - Oberwil Rebells, 14:00 Uhr, Dorfstrasse Kernenried.
 

Autor Oli Marty

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