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Grenchen lädt zur Eröffnung


Fr, 16.10.2015

Zur Einweihung des neuen Spielfelds duellieren sich die Rebells im Kanton Solothurn gegen den SHC Grenchen - ein starker Konkurrent um beide Titel.

Obwohl die Meisterschaft bereits vier Runden alt ist, eröffnet der SHC Grenchen sein neues Spielfeld mit der Partie gegen den Schweizer Meister. Am Samstag reisen die Rebells zum Jurasüdfuss. Der SHC Grenchen-Limpachtal hat auf diese Saison ein neues Terrain gebaut. Der Klub von Präsident Stefan Kunz verfügt über den einzartigen Luxus, zwei verschiedene Spielfeldgrössen für den Verein nutzen zu können, da die Stadt  wegen eines anderen Vereins zwei Spielfelder bewilligte.

Grenchen ist ein langjähriger Konkurrent der Zuger. Die Solothurner haben es geschafft, in den letzten zehn Jahren mit den Rebells mitzuhalten. Um die Jahrtausendwende war der SHC Grenchen das Masse der Dinge im Schweizer Streethockey. Nicht weniger als vier Meistertitel in Serie gewannen die Solothurner während dieser Zeit. Dieser Rekord wurde lediglich von Oberwil gebrochen. Obwohl die Zuger in den letzten Jahren wenig Pokale den Gegnern überliessen, schaffte es Grenchen immer wieder Nadelstiche zu setzen. Der Schlüssel des Erfolgs vom SHC Grenchen-Limpachtal liegt an den physischen Voraussetzungen der Akteure und der Kaderbreite. In den vergangenen fünf Meisterschaften kam es insgesamt zu 15 Duellen zwischen den beiden Mannschaft. Elf davon gewann Oberwil, in fünf Partien gingen die Solothurner als Sieger vom Platz. Höhepunkt für die Solothurner war mit Sicherheit der Cupsieg im 2012. In der Saison 2013/14 kassierten die Kolinstädter gar nur Niederlagen in der Meisterschaft gegen die läuferisch überlegenen Grenchner. Da Grenchen im Halbfinal unglücklich an Belp scheiterte, ist es nie zum Showdown im Final gekommen. Das letzte Playoffduell der beiden Kontrahenten liegt vier Jahre zurück. Obschon Oberwil die Serie für sich entschied, fiel die Entschiedung erst im dritten Spiel. Zurzeit belegen die Wale den dritten Tabellenrang. Nachdem sie das Direktduell gegen Belp für sich entschieden, liess die Mannschaft um Topskorer Kris Röthlisberger überraschend Punkte gegen Sierre. Die Wallsier siegten zuhause im Penaltyschiessen. „Wir mussten feststellen, dass wir auf grösseren Spielfeldern noch Mühe mit unserem System bekunden. Zudem sind läuferisch noch nicht alle auf der Höhe in unserem Team“, erklärt der Nationalspieler Röthlisberger. Persönlich fühlt sich Röthlisberger in Form, schliesslich konnte er bisher in jedem Spiel punkten. Der Polymechaniker zeigt sich trotzdem zufrieden mit dem Saisonstart: „Unsere Vorbereitung stimmte. Die Zuzüge Rybon und Gutmann haben sich gut ins Mannschaftsgefüge integriert.“

In den Reihen der Rebells fehlen immer noch einige Akteure ferienhalber. Zudem ist Adam Rousal noch verletzt. Für den Captain Raphael Melliger stellt das Aufeinandertreffen ein erster Gradmesser dar. „Nach diesem Spiel wissen wir wirklich, wo wir stehen. Grenchen verfügt mit den vielen Natispielern ebenfalls über viel Grossfelderfahrung, noch mehr als Sierre“, so Melliger. Grenchen hat sich in seinen Augen nochmals verstärkt auf diese Saison. „Mit Rybon und Marti sind zwei routnierte Spieler ins Kader gestossen. Marti war auf dem kleinen Feld eine wichtigte Stütze, ob er auch auf dem Grossfeld auffällt, wird sich zeigen.“ Auf die letzte Partie blickt der Captain gelassen zurück. „Durch die vielen Absenzen kamen in Bonstetten viele Junioren zum Einsatz. Verständlich, dass sie in den harten Zweikämpfen teils den Kürzeren zogen“, so Melliger. Neben der neuen Infrastruktur wird am Samstag Streethockey der Spitzenklasse geboten. Im Vorfeld duellieren sich die beiden zweiten Mannschaften. Im Anschluss finden die Festivitäten des Heimklubs statt. Eine Reise westwärts lohnt sich allemal.

NLA: Samstag, 17. Oktober, 13:30 Uhr, SHC Grenchen-Limpachtal – Oberwil Rebells, BSB-Arena Grenchen.
 

Autor Oli Marty

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