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Heimstarke Walliser schreien nach Revanche


Fr, 06.11.2015

Am Sonntag kreuzen die beiden Spitzenteams ihre Klingen. Die Rebells gastieren im Wallis und stellen sich den heimstarken Sierre Lions.

In jedem Mannschaftssport gibt es ungemütliche Gegner. Auswärtsspiele, die zum Pflichtprogramm gehören, jedoch stets einen gewissen Grad an Unberechenbarkeit aufweisen und daher nicht sonderlich beliebt sind. Für die Oberwil Rebells sind es die Partien im Wallis, die ungemütlich sind und anhaltend für Überraschungen sorgen können. Zudem ist der lange Anfahrtsweg im Teambus mit Sicherheit kein Vorteil. Sierre ist nicht nur im Cup ein unangenehmer Gegner. Auf ihrem Terrain können sie meist die besten Leistungen abrufen.

Wer hätte nach der Saisoneröffnung im September noch daran geglaubt, dass sich die Sierre Lions mit Oberwil dieses Jahr noch im Spitzenkampf duellieren werden? Nach der 10:0-Klatsche hätten nicht mehr viele Sportbegeisterte auf dieses Szenario gewettet. Die Walliser haben sich jedoch wieder gefangen. Die Mannschaft von Sébastien Duc ist seither nicht mehr wiederzuerkennen. „Unser Team macht von Woche zu Woche Fortschritte. Mit Duc haben wir einen Trainer, der unsere Mannschaft und den Sport sehr gut kennt. Mit Thalmann und Schüpbach konnten wir unseren Staff professionalisieren“, beschreibt Steve Kummer den Wandel seiner Truppe. Auf die Niederlage zum Auftakt folgten nur noch Siege. Zu Hause sind die Löwen eine Macht. Bisher haben sie noch kein Heimspiel verloren. Das grosse Feld kommt den vielen laufstarken Wallisern entgegen. „Es ist natürlich ein grosser Vorteil, dass wir über das grösste Feld der Liga verfügen. Ausserdem bringt uns der grosse Konkurrenzkampf im Team weiter. Jeder will spielen und spornt die anderen damit an. Auch den Junioren wird viel Vertrauen geschenkt“, so Lions-Verteidiger Kummer. Nach dem knappen Sieg im Penaltyschiessen gegen Grenchen schickte Siders den SHC Belpa 1107 mit einer Packung nach Hause. Das 6:0 darf jedoch nicht überbewertet werden, da Belp weit von der Bestbesetzung entfernt war. Nichtsdestotrotz haben die Sierre Lions einige Duftmarken gesetzt und eindeutig bewiesen, dass mit ihnen in dieser Saison noch zu rechnen ist.

Die Mannschaft von Fabian Hofstetter ist bereit für die zweite Saisonhälfte. „Durch unsere komfortable Tabellensituation haben wir in der Rückrunde die Gelegenheit neue Spielsysteme und Auslösungen zu testen“, erklärt Hofstetter. Die Zuger verfügen noch immer über eine reine Weste. In jedem Spiel hatten die Rebells das Geschehen jederzeit unter Kontrolle. Das widerspiegelt sich eindrücklich in der Tabelle. Bisher kassierten die Rebells lediglich sieben Gegentore. Dies ist neben der soliden Abwehr vor allem den beiden Torhütern Melliger und Sidler zu verdanken. Durch die Konkurrenzsituation pushen sich die beiden Goalies zu Höchstleistungen. Die Verletzungsliste der Zentralschweizer bleibt lang. Trotzdem wird der Schweizer Meister mit einem konkurrenzfähigen Team nach Sierre reisen. Der Tscheche Adam Rousal absolviert bereits wieder leichte Trainingseinheiten. Bald wird er seinen Farben wieder zur Verfügung stehen. Die Voraussetzungen für einen spannenden Spitzenkampf stimmen.

NLA: Sonntag, 8. November, 14:00 Uhr, Sierre Lions – Oberwil Rebells, Chalais Sierre.
 

Autor Oli Marty

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