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Bettlach im Hoch


Fr, 20.11.2015

Am Samstag duellieren sich die Rebells mit dem aufstrebenden SHC Bettlach. Die Solothurner möchte ihre Form zuhause gegen den Schweizer Meister bestätigen.

Der SHC Bettlach darf zufrieden auf den bisherigen Saisonverlauf zurückblicken. In den bisherigen acht Partien lieferten die Solothurner eine solide Vorstellung. Insgesamt resultierten vier Siege in achten Spielen. Die wohl grösste Überraschung gelang Bettlach vor kurzem, als sie den Titelanwärter SHC Belpa 1107 mit einer 8:1-Packung nach Hause schickten. Ein solch deutlicher Sieg darf gegen ein beinahe komplettes Belp als Sensation betitelt werden. Gemäss der eigenen Berichterstattung war der Sieg zu keinem Zeitpunkt in Gefahr war. Je länger die Saison dauert, desto besser kommen die Solothurner mit dem Grossfeld klar. Nur gegen Sierre und Oberwil gab es für Bettlach bisher nichts zu holen. „Unsere Leistung in Sierre war nicht so schlecht, wie man anhand des Resultats vermuten würde. Uns fehlte im Wallis das nötige Glück“, erklärt Mauro Kiener das 6:1. Der Bettlacher Nationalspieler lobt seine Equipe und seinen Trainer: „Wir trainieren mit Hudecek sehr intensiv. Er hat uns als Mannschaft weitergebracht, da er den Fokus nicht auf Einzelspieler sondern aufs Teamgefüge legt. Wir arbeiten besser zusammen und sind auf dem Spielfeld so ausgeglichen, dass jede Linie Tore erzielen kann“, so Kiener. Im letzten Spiel fiel Hudecek mit unkonventionellen Strafsequenzen auf. Während Kernenried die erste Pause genoss, hetzte er sein Team auf dem Terrain hin und her. „Jeder Trainer hat seine eigenen Mittel mit einer Mannschaft zu arbeiten. Natürlich ist Hudecek ein drakonischer Trainer. Doch wir haben bisher viel von seiner Disziplin profitiert und sind daran gewachsen“, beschreibt Kiener seinen Trainer. Die Linienläufe zeigten offenbar Wirkung. Am Ende gewann der SHC Bettlach mit 1:7.

Die zweite Saisonhälfte wird in zwei neuen Gruppen ausgetragen. Die ersten vier Teams treten in der Phase II innerhalb der Gruppe nochmals je in einem Auswärts- und einem Heimspiel gegeneinander an. Die Punkte nehmen sie dabei von der ersten Saisonhälfte mit. Dasselbe gilt für die Gruppe B, welche nur aus drei Teams besteht. Die beiden besten Teams der Phase II sind direkt fürs Halbfinal qualifiziert. Für den Letztplatzierten der Gruppe B ist die Saison zu Ende. Die vier restlichen Teams spielen im Viertelfinal um den Halbfinaleinzug. Dieser Modus wurde gewählt, da die NLA nach der Grossfeldumstellung nur noch aus sieben Teams besteht. Mit diesem System treffen die stärksten Teams nochmals aufeinander und können bereits Playoffatmosphäre simulieren. Auch für die schlechterplatzierten Teams bringt der Modus Vorteile, da sie nochmals attraktive und knappe Aufeinandertreffen erleben.
Dass Bettlach plötzlich zu den Anwärtern zur Spitzengruppe gehört, hätten nicht viele Streethockeykenner erwartet. Zurzeit belegen sie den vierten Tabellenplatz. „Die zweite Phase interessiert uns jetzt noch nicht. Wir nehmen Spiel für Spiel“, sagt Mauro Kiener. Der flinke Stürmer fokussiert sich aufs Duelle gegen die Oberwil Rebells: „Ich erwarte einen kontrollierten Auftritt unserer Truppe. Wir möchten unser Spiel gegen Belp kopieren und wieder sehr diszipliniert agieren.“

NLA: Samstag, 21. November, SHC Bettlach - Oberwil Rebells, 14:00 Uhr, Neufeld Bettlach.
 

Autor Oli Marty

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