News

Konkurrenzkampf als Motor im Derby


Fr, 04.12.2015

Leader Oberwil lädt zum Derby gegen den SHC Bonstetten-Wettswil. Bei beiden Teams pausieren am Sonntag die ausländischen Verstärkungsspieler.

Am Sonntag steht für die Rebells das zweite Derby der Saison an. Der SHC Bonstetten-Wettswil gastiert in Zug. Die Mannschaft um Spielertrainer Beat Hedinger erlebte bisher eine durchzogene Saison und ist am hinteren Tabellenende anzutreffen. Nach dem massiven Kaderumbruch wäre alles andere einer Überraschung gleichgekommen. „In manchen Spielen haben wir eine überzeugende Leistung abgeliefert und sind dann gegen Ende am eigenen Unbehagen gescheitert. Nichtsdestotrotz haben wir Kernenried hinter uns gelassen, was uns nach der Startniederlage äusserst wichtig war“, erklärt Benjamin Wallin. Der 20-jährige Wettswiler wurde in diesem Jahr zum Kapitän der Säuliämtler gewählt. „Bereits in der zweiten Mannschaft durfte ich diese Rolle einnehmen, was mich sehr ehrt.“, so Wallin. Die bisherigen Punkte ergatterten sich die Zürcher gegen Kernenried und vor knapp zwei Wochen gegen Belp. Nach einer äusserst ausgeglichenen Partie reichte die Konzentration am Ende nicht mehr für die totale Überraschung. Zehn Minuten vor Schluss lag Bonsetten noch mit 4:3 in Front. Muss sich schliesslich in der Verlängerung knapp geschlagen geben. „Unsere grösste Schwäche dieses Jahr ist das Toreschiessen. Uns fehlen die produktiven Stürmer. Da Belp mit schalem Kader antrat, glaubten wir von Beginn weg an einen Sieg. Unsere Defensive zeigte bis kurz vor Schluss einen überzeugenden Auftritt“, analysiert Wallin den Punktgewinn gegen Belp. Überblickt man die Endresultate vom SHC Bonstetten, fällt auf, dass sie kaum Kanterniederlagen kassierten. Gegen Oberwil resultierte im Hinspiel lediglich eine 2:6-Niederlage, was ihm Vergleich mit der restlichen Statikstik des Schweizer Meisters ein gutes Resultat darstellt. Jakob Sibik, der Slowake im Dress der Zürcher, laboriert seit längerem an einer Schulterverletzung. Er wird voraussichtlich erst im Januar ins Team zurückkehren. Somit sind mit Sibik und Rousal die beiden offiziellen Ausländer der beiden Mannschaften verletzt. In Sibiks Fussstapfen trat ein anderer Slowake. Josef Hexa gelangte eher zufällig zum Verein. Sibik lernte seinen Landsmann in der Schweiz kennen und brachte ihn in ein Training mit. Da Rexa in seiner Heimat weder als Eishockey- noch als Streethockeyspieler lizenziert war, belastet er wie Andrew Hildreth das Ausländerkontingent nicht. Hexa überzeugt als willensstarker Techniker mit einem guten Schuss. In sechs Einsätzen beträgt seine Ausbeute sechs Punkte.

Das Restprogramm der Rebells weist nur noch klare Pflichtaufgaben auf. Vor Weihnachten steht für Oberwil neben dem Derby gegen Bonstetten noch ein Cupspiel an. Am dritten Adventssonntag kreuzen sie mit dem unterklassigen SHC Berner Oberland die Klingen. In beiden Spielen ist ein deutlicher Zuger Sieg zu erwarten. Mit Melliger, Stucki und Sidler fehlen am Sonntag dennoch neben den Verletzten drei wichtige Stammspieler. Für den Oberwiler Trainer Fabian Hofsetter eröffnen sich somit neue Chancen: „Diese Absenzen ermöglichen es den restlichen Spielern, Verantwortung zu übernehmen. Im Januar stossen diverse Akteure zurück ins Team, was den Konkurrenzkampf nochmals deutlich verschärfen wird. Mit guten Leistungen in den letzten Spielen des Jahres kann man sich bessere Karten für die zweite Phase verschaffen“, beschreibt Hofstetter die Ausgangslage. Für den Head Coach spielen im Derby die Schiedsrichter eine tragende Rolle. In jedem Fall fordert Hofstetter eine disziplinierte Leistung - von seinem Team und den Unparteiischen.

NLA: Sonntag, 6. Dezember, Oberwil Rebells - SHC Bonstetten-Wettswil, 14:00 Uhr, Herti Nord.
 

Autor Oli Marty

Sponsors