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Alle Jahre wieder Bettlach


Fr, 29.01.2016

Die Rückrunde im neuen Jahr startet mit dem Cup-Viertelfinal. Oberwil trifft einmal mehr auswärts auf den SHC Bettlach und gilt als klarer Favorit.

Seit dieser Saison lost der Schweizerische Streethockeyverband die Cuppaarungen nicht mehr an der Vorstandssitzung aus. Die Ziehung wird öffentlich über einen Live-Stream ausgestrahlt. Doch auch nach dieser Änderung will es der Zufall, dass der SHC Bettlach wieder auf Oberwil. In den vergangenen fünf Jahren war für die Mannschaft vom Jurasüdfuss viermal Endstation gegen die Oberwil Rebells. Die Solothurner gingen in jedem Spiel als klarer Vierlierer vom Platz. Im Schnitt kassierten sie acht Tore und schossen jeweils deren drei. Die Aussichten auf die Partie vom Sonntag erscheinen auf dem Papier nicht rosiger. Oberwil geht als klarer Favorit in den Ernstkampf. „Es gab in der Garderobe schon ein paar Sprüche, dass der Gegner wieder Oberwil heisst. Nichtsdestotrotz sind wir top motiviert. Wir sind uns jedoch bewusst, dass der Weg zum Cupsieg nicht an den Rebells vorbei führen wird“, kommentiert Mauro Kiener die Auslosung. Der flinke Nationalstürmer will mit seinem Team an das letzte Spiel gegen die Zuger anknüpfen. „Im November traten wir vor allem im ersten Drittel mit viel Mut und Agressivität auf. Eine solche Leistung brauchen wir am Sonntag über die volle Spielzeit“, so der Mathematik-Student. Kiener spricht das zweite Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten in dieser Saison an. In Zug gab sich der Schweizer Meister keine Blösse und siegte deutlich mit 8:0. Das Rückspiel im Kanton Solothurn war das wohl knappste Spiel der Oberwiler in dieser Saison. Bis zur Spielmitte führte der Underdog mit 1:0. Die Rebells taten sich schwer, ein Mittel gegen die hartnäckigen Bettlacher zu finden. Das beurteilt auch der Oberwiler Head Coach Fabian Hofstetter ähnlich. „Ohne unseren Torhüter hätte das Heimteam noch mit deutlich mehr Toren geführt nach Spielhälfte. Im Cup können wir uns keinen Ausrutscher mehr erlauben. Ich erwarte einen soliden Auftritt meiner Mannschaft über 60 Minuten“, sagt Hofstetter im Abschlusstraining.

Bettlach hat am Wochenende einige Absenzen zu beklagen.  Fredi Mäder und Fabio Kiener sind beide verletzt. Ausserdem weilt der Verteidiger mit Nationalmannschaftserfahrung, Timon Hess, im Ausland. Trotzdem schaut Geronimo Weissmann mit Zuverischt auf den Sonntag: „Wir hatten gute Trainings über die Winterpause. Die Fortschritte unseres Teams seit Saisonbeginn sind unverkennbar.“ Weissmann gilt als grosses Nachwuchstalent. Der 17-jährige nimmt noch an der Juniorenmeisterschaft teil, was ihn jedoch nicht davon abhält, in der NLA fleissig zu skoren. Nach Kiener ist er der zweitbeste Punktesammler im Team. In zehn Partien verbuchte der Polygraf in Ausbildung 12 Punkte. „Obwohl ein paar Spieler mehr als zehn Jahre älter sind als ich, werde ich auf und neben dem Feld respektiert. Ich fühle mich wohl und wurde von Beginn weg gut integriert“, so Weissmann.

Für die Rebells steht das erste Duell im Cup auf dem Grossfeld an. Das Terrain in Bettlach ist grösser als in Zug. Taktisch wird diese Tatsache mit Sicherheit Einfluss haben. Da auf die Rückrunde rechtzeitig viele Akeure ins Kader zurückgekehrt sind, wird das für den Titelverteidiger wohl kaum zum Problem. Im Abschlusstraining war das Tempo mit vier Linien hoch. Die Rebells wirken hungrig und wollen in den Halbfinal einziehen.

CUP: Sonntag, 31. Januar, SHC Bettlach - Oberwil Rebells, 14:00 Uhr, Neufeld Bettlach.
 

Autor Oli Marty

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