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Fr, 18.03.2016

Am Sonntag tragen die Rebells und die Sierre Lions den Spitzenkampf im Herti Nord aus. Beide Teams haben noch eine Rechnung offen.

Die zweite Phase der Qualifikation hat es in sich. Die vier besten Teams der Liga duellieren sich nochmals in einem Heim- und einem Auswärtsspiel. Dabei hat bis jetzt jedes Team Punkte gelassen. Oberwil gewann in den letzten beiden Partien immer erst nach der regulären Spielzeit. Gegen Grenchen ging die Mannschaft von Fabian Hofstetter ins Penalyschiessen. In Bettlach retteten sich die Zuger in die Verlängerung. Dort fiel die Entscheidung bereits nach 58 Sekunden zu Gunsten des Titelverteidigers. Nach der überragenden Qualifikation zeigen die Rebells kurz vor den Playoffs erste Schwächen. Yves Stucki appelliert an die Moral seiner Mannschaft: „ Nun ist es Zeit, den Schalter wieder umzulegen! Es folgt die schönste Phase des Jahres. Jedes Teammitglied muss wieder mehr für die Mannschaft aufbringen. Es braucht mehr Leidenschaft, mehr Kampfbereitschaft und Einsatz im Training.“ Stucki wird gegen Siders die Rolle als Kapitän einnehmen, da Melliger abwesend sein wird. Neben den Langzeitverletzten Rousal und Niederhauser fehlt am Sonntag sonst lediglich Hohl.

Für die Sierre Lions hat das Aufeinandertreffen vom Sonntag deutlich mehr Bedeutung. Möchten sich die Walliser direkt für den Playoff-Halbfinal qualifizieren, müssen sie ihren zweiten Tabellenrang verteidigen. Grenchen ist den Löwen dicht auf den Fersen. Die beiden ersten Verfolger trennen gerademal einen Punkt. Im letzten Ernstkampf ging Grenchen zuhause als klarer Sieger vom Platz. „Trotz eines guten Startes gaben wir das Spiel gegen Grenchen im Mitteldrittel noch aus der Hand“, erklärt Philip Schüpbach die Walliser Niederlage. Der Ersatztorhüter ist ein bekanntes Gesicht im Schweizer Streethockey. Der 34-jährige spielte über mehrere Jahre erfolgreich in der NLA bei Sierre, bevor der Stammgoalie vor vier Jahren seinen sportlichen Rücktritt bekannt gab. Wegen Personalmangel auf der Torhüterposition stand er am vergangenen Sonntag wieder zwischen den Pfosten. „Mit meinem Debüt bin nicht wirklich zufrieden. Durch die Systemumstellung und die lange Abstinenz war der Einsatz happig. Obwohl mich mein Team gut unterstützte, kassierte ich in 16 Minuten zwei Treffer. Das sind zu viele!“, analysiert der Familienvater kritisch. Heute ist Schüpbach beim EHC Visp fürs Marketing verantwortlich. In verbleibenden drei Spielen wird sein Team alles daran setzen, dem ungemütlichen Viertelfinal gegen Bonstetten auszuweichen. Zudem geht es bereits ums Heimreicht bei einer möglichen Direktbegegnung mit Grenchen im Halbfinal. „Das grössere Terrain stellt für uns sicherlich ein Vorteil dar. Deshalb streben wird das Heimrecht für den Halbfinal an“, so Schüpbach.

In dieser Saison gingen die Oberwil gegen die Sierre Lions stets als Sieger vom Platz. Seit der Walliser Pleite zum Saisonauftakt wurden die Direktbegegnungen jedoch stetig knapper. Im letzten Aufeinandertreffen reichte den Zentralschweizer ein 3:5-Auswärtssieg, um sich für den Cupfinal am Ostersamstag zu qualizieren. Da das Endspiel in Sierre ausgetragen wird, war die Enttäuschung über das Cup-Out umso grösser. „Niederlage gegen Oberwil ist bei uns kein Team mehr. Wir haben es gut verdaut und konzentrieren uns jetzt wieder auf die Meisterschaft“, so Schüpbach.

NLA: Sonntag, 20. März, Oberwil Rebells - Sierre Lions, 14:00 Uhr, Herti Nord.

Autor Oli Marty

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