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Kunz: „Wir wissen, wie man gegen Oberwil spielen..


Mi, 23.03.2016

...muss."

Am Ostersamstag, 26. März 2016 findet in Sierre der Cupfinal zwischen den Oberwil Rebells und dem SHC Grenchen-Limpachtal statt. Es stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die bisher auch in der Meisterschaft überzeugten. Wir dürfen uns also auf einiges freuen – und auch einiges erwarten. Zuvor duellieren sich unsere B-Junioren mit drei Gegnern um den Cuptitel der B-Junioren.
Ihr erstes Spiel startet um 11:00 Uhr gegen Belp. Gewinnen die jungen Zuger das Halbfinale, treffen sie um 13:30 Uhr auf Grenchen oder Kernenried.

Sierre - Austragungsort
Die Auslegung dieses Cupfinals ist der erste seiner Art. Noch nie in der Schweizer Cupgeschichte fand ein Finalspiel im Grossfeldmodus statt. Auf diese Saison hin änderte man auch im Cup die Regeln, und die Begegnung findet mit 5 gegen 5 Feldspielern statt. Diese Änderung hat zur Folge, dass die MUR-Halle in Thun, der traditionelle Austragungsort des Cupfinals, nicht mehr geeignet ist. Der Cupfinal wird deshalb in Sierre ausgetragen. Dies freut Raphael Melliger, den Captain der Rebells. Er sieht im neuen Austragungsort einen klaren Vorteil: „Das grosse Feld mit seinem neuen, schnellen Belag sowie die gute Infrastruktur kommen unserer Mannschaft natürlich entgegen. Auf dem Platz in Sierre muss man mit Köpfchen spielen, um unnötige Beinarbeit zu verhindern.“ Auch Fabian Hofstetter, Trainer der Rebells, betrachtet das grosse Feld als einen entscheidenden Faktor: „Für unsere Mannschaft ist das ein Vorteil. Die Spiele in der Meisterschaft haben gezeigt, dass uns grosse Felder liegen – je grösser das Feld, desto besser haben wir gespielt.“ Einen Nachteil gebe es schon: „Es ist natürlich schwierig, an einem nicht so zentral gelegenen Ort wie Sierre ein breites Publikum anzulocken.“ Deshalb organisieren die Rebells einen Fancar an das Endspiel im Wallis.
Natürlich freut sich auch der Organisator, die Sierre Lions, auf das bevorstehende Ereignis. Der Vereinspräsident Mathieu Schildknecht sagt enthusiastisch: „Sierre ist wie geschaffen für dieses Event. Unser Platz entspricht den internationalen Standards, und unsere Infrastruktur bietet die Möglichkeit, einen Anlass mit vielen Fans durchzuführen. Ausserdem scheint bei uns immer die Sonne. Wir veranstalten einen Cupfinal, welcher der Streethockeyschweiz in Erinnerung bleiben wird.“

Oberwil Rebells - der Favorit
Die Oberwil Rebells sind in der Schweiz die klare Nummer 1 auf dem Asphalt. In den letzten 11 Jahren standen die Rebellen neun Mal im Cupfinal, wobei sie sieben Titel gewannen. Die Zentralschweizer gehen als klarer Favorit in dieses Finalspiel. Die erste Saisonhälfte haben die Zuger souverän und ohne Punktverlust durchlaufen. Als Titelverteidiger des Cups sowie der Meisterschaft und Erstplatzierter der aktuellen Saison sind die Erwartungen hoch. „In den letzten Jahren haben wir gelernt, mit grossen Erwartungen umzugehen“, antwortet Raphael Melliger auf die Frage, ob die Rebells dem Druck gewachsen seien. Eine Erfolgssättigung kenne er nicht: „Egal, wie viel du gewonnen hast: wenn man in einem Final steht und es um die Wurst geht, willst du immer gewinnen.“ Dazu komme noch, „dass wir die erste Mannschaft der Schweiz sein wollen, die einen Titel im neuen Spielmodus holt. An der Motivation fehlt es uns bestimmt nicht“.
Der Cup 2016 ist für die Zuger bisher gut gelaufen. Nach problemlosen Siegen gegen die NLB-Teams Grenchen II und Berner Oberland mussten die Rebells mit Bettlach und Sierre zwei gestandene NLA-Teams aus dem Rennen werfen. Nach einem hart umkämpften Halbfinal gegen die Lions war die Cupfinalteilnahme 2016 Tatsache. Am Ostersamstag werden die Rebells alles daran setzen, die erste Mannschaft aus Grenchen zu besiegen.

SHC Grenchen-Limpachtal – der Aussenseiter?
„Oberwil ist sicherlich der Favorit“, sagt auch Stefan Kunz, der Trainer des SHC Grenchen. Er ist jedoch nicht der Meinung, dass sein Team dadurch zum Aussenseiter wird.Die Mannschaft zeigt eine gute Saison und liegt mit 24 Punkten aus 13 Spielen auf dem dritten Tabellenplatz der NLA. Mit einem Torverhältnis von 76:46 stellt die Mannschaft den zweitbesten Sturm und die drittbeste Abwehr der Liga. Kunz ist damit jedoch noch nicht zufrieden: „Unsere Chancenauswertung müssen wir unbedingt verbessern – wir schiessen aus unseren Möglichkeiten zu wenig Tore“, sagt er selbstkritisch.
Gegen die Aussenseiterrolle spricht auch, dass der SHC Grenchen als bisher einziger Klub den Rebells einen Punkt abnehmen konnte. Für Stefan Kunz brachte das Spiel eine wichtige Erkenntnis: „Es hat uns bestätigt, dass wir wissen, wie man gegen Oberwil spielen muss. Wir sind jedoch noch nicht dort, wo wir stehen möchten.“
Alles in allem rechnen sich die Grenchner gute Chancen aus: „Der Cup hat seine eigenen Gesetze. Wir müssen laufbereit sein, diszipliniert auftreten, in der Defensive wenig Fehler machen und offensiv mitspielen. Wenn uns dies gelingt, ist vieles möglich “, sagt Kunz.


Fazit
Es spricht alles dafür, dass der Cupfinal vom Ostersamstag eine hartumkämpfte und spannende Partie wird. Auch der bisherige Verlauf der Meisterschaft zeigt, dass es ein enges Spiel werden könnte. Aus den drei Meisterschafts-Begegnungen gingen die Rebells drei Mal als Sieger vom Feld. 6:2, 4:2 und 4:3 n.P. lauteten die eher knappen Ergebnisse dieser Partien.
Im Cupendspiel standen sich die beiden Teams bisher zwei Mal gegenüber. 2010 entschieden die Rebells die Partie für sich, 2012 gewannen die Solothurner.
Wir sind davon überzeugt, dass wir uns auch dieses Jahr auf einen spannenden Cupfinal auf höchstem Niveau freuen können.

CUP: Samstag, 26. März, 16:00 Uhr, SHC Grenchen-Limpachtal – Oberwil Rebells, Ecossia Sierre.

 

Bericht aus der 3. Ausgabe der Rebells-News, März 2016. Abonnieren? Passiv-Mitgliedschaft

Autor Kevin Keiser und Silvan Keiser

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