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Der ewige Rivale bereits im Halbfinal


Sa, 30.04.2016

Am Sonntag steigen die Rebells zuhause in die Playoffs ein. Der Gegner heisst überraschenderweise Belp.

Die erste Saison nach der Umstellung auf das Grossfeld brachte so manche Überraschungen mit sich. Den Qualisieg sicherten sich zwar erneut die Oberwil Rebells. Unmittelbar dahinter entwickelte sich ein enger Kampf um die begehrten Playoffrangierungen. Im letzten Moment sicherte sich Grenchen den zweiten Tabellenrang vor Sierre. Der SHC Belpa zeigte in der ersten Phase der Meisterschaft ein ungewohntes Gesicht. Die Mannschaft von Trainer Ronny Strähler wurde stark verjüngt. Diese Ausgangslage hatte für die Gürbetaler einschneidende Konsequenzen. Sie verpassten den Einzug in die Spitzengruppe der besten vier Teams knapp. Somit verfügten sie als Playoffvorbereitung über keine Spitzenspiele. „Das Gefühl plötzlich nicht mehr zu den vier besten Teams zu gehören, war für uns schon sehr ungewöhnlich“, gibt Marc Müller zu. Der Berner Nationalstürmer gewann diesem Umstand jedoch auch Positives ab: „Wir sind näher zusammengewachsen. Sicherlich hat unser junges Team von den Erfolgserlebnissen profitiert.“ Offensichtlich war es kein Nachteil für Belp. Im Viertelfinal gegen den SHC Bettlach, der dieses Privileg genoss, resultierten zwei Berner Siege. „Auf dem Papier fielen die Duelle knapper aus als in der Realität. Mehrheitlich hatten wir die Partien unter Kontrolle. Wir sündigten teils sträflich im Abschluss“, so Müller. Im Halbfinal gegen die Zuger liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Disziplin. Der SHC Belpa darf sich nicht so viele Strafen erlauben wie gegen Bettlach und muss sich diszipliniert an die taktischen Vorgaben halten. Davon ist Netzelektriker Marc Müller überzeugt.

Nach der Cupfinalniederlage und dem Trainerwechsel ging ein Ruck durch die Oberwiler Mannschaft. „Die Trainings sind sehr intensiv und gut strukturiert“, analysiert Stürmer Patrick Döbeli die aktuelle Situation, „der Aufbau ist auf unser System abgestimmt. Die Rollen sind klar verteilt und die Stimmung in der Mannschaft ist vielversprechend.“ Durch die direkte Qualifikation für den Halbfinal verfügten die Rebells über zwei spielfreie Wochenende. Döbeli sieht darin keinen Nachteil: „Die längere Trainingsphase haben wir gebraucht, um unser System zu perfektionieren. Wir konzentrieren uns auf unseren Gameplan und zwingen Belp unser Spiel auf“, so der Nationalspieler. Die Intensität im Training hielt Kapanek mit langen Laufwegen und verschiedenen Spielphasen hoch. Neben der Taktik arbeitete der Slowake hauptsächlich an der Kondition. In jedem Training ordnete er schweisstreibende Extraschichten an. Der Schweizer Meister sollte für die wichtigste Phase der Meisterschaft bereit sein. Diesbezüglich zeigt sich Döbeli selbstbewusst.

NLA, Playoff-Halbfinal: Sonntag, 1. Mai, 14:00 Uhr, Oberwil Rebells – SHC Belpa 1107, Herti Nord Zug.

Autor Oli Marty

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