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Schweizer Meister gegen Cupsieger


Fr, 13.05.2016

Nach dem Cupfinal stehen sich nun auch im Meisterschaftsfinal dieselben Teams gegenüber. Am Samstag empfängt Oberwil den SHC Grenchen zum Auftakt der Finalserie.

Am Samstag steht der Höhepunkt der Saison an. Im Herti Nord duelliert sich der SHC Grenchen-Limpachtal mit den Oberwil Rebells im ersten Spiel des Playoff-Finals. Die Ausgangslage ist ausgeglichen wie schon lange nicht mehr. Der Titelverteidiger Oberwil kreuzt die Klingen mit dem aktuellen Cupsieger Grenchen. Die zwei besten Teams der Qualifikation stehen sich nun im Playoff-Final gegenüber. Obwohl das sehr einleuchtet, war der Finaleinzug beider Kontrahenten keinesfalls eindeutig und jeweils mit einem Umweg verbunden. Oberwil und Grenchen hatten sich nach der zweiten Phase der Qualifikation direkt für den Halbfinal qualifiziert. Dort ging die Serie in beiden Fällen über drei Spiele, da stets das Heimteam siegte. Grenchen verlor auswärts in Sierre deutlich mit 9:2. Das kam in dieser Höhe einer Überraschung gleich. „Wir waren mit dem Kopf nicht bei der Sache und wurden gleich zu Beginn dafür bestraft“, erklärt der Grenchner Tristan Jenni den Ausrutscher. Auch die Kolinstädter stolperten in Belp am eigenen Unvermögen und zeigten erst im Herti wieder ihr bestes Hockey.

Der diesjährige Final verspricht Hochspannung. Bislang kam es zu fünf Aufeinandertreffen der beiden Rivalen. Mit Ausnahme des Cupfinals gingen die Rebells stets als Sieger vom Platz. Es ist jedoch augenfällig, dass die Ernstkämpfe jedes Mal knapper ausfielen. Seit dem Debüt im Oktober, das Oberwil auswärts 2:6 gewann, steigerte sich Grenchen von Partie zu Partie. „Unser Teamgefüge zählt auch in dieser Saison zu unseren grössten Stärken“, erklärt der Stürmer Jenni. Zur Wende für die Solothurner kam es ausgerechnet im wichtigsten Spiel bisher – im Cupfinal. Nach einer taktisch geprägten Spielzeit retteten sich die Zuger in die Verlängerung. Dort fasste sich der Limpachtaler Jenni ein Herz und erzielte nach wenigen Minuten das Golden Goal. „Noch heute denke ich gerne an diese schöne Erinnerung zurück. Wir haben dadurch Vertrauen getankt. Kaufen können wir uns damit aber nichts mehr“, so der Landschaftsgärtner. Ein herber Rückschlag für den Serienmeister aus Oberwil. Doch die Mannschaft um Captain Raphael Melliger fing sich wieder. Heute trauert Melliger der Niederlage aber nicht mehr nach: „Wir haben in Sierre derart schlecht gespielt, da können wir froh sein, dass wir ‚nur’ 3:2 verloren haben. Grenchen zeigte eine gute Leistung.“ Im letzten Meisterschaftsspiel gegen die Solothurner nahmen die Innerschweizer Revanche und triumphierten zuhause mit dem bisher deutlichsten Resultat. „Wir haben dieses Jahr ein junges Team. Für das gute Gefühl war diese Partie von grosser Bedeutung. Wir zeigten mit allen Linien eine gelungene Vorstellung. Das hilft den Jungen fürs Selbstvertrauen“, kommentiert der Oberwiler Leader. Für Melliger hat der Heimvorteil vor allem emotionale Bedeutung. „Da die Terraingrösse etwa identisch ist, gibt es taktisch wenig Unterschiede. Wir spielen einfach lieber zuhause vor dem eigenen Anhang.“, fügt der Nationalspieler an. Der 26-jährige Jenni ist sich über die Bedeutung des Heimvorteils unschlüssig. Der Final startet erst um 16:00 Uhr, weil die älteste Juniorenkategorie ebenfalls an diesem Tag ihren Final austrägt. Die A-Junioren der Rebells treten gegen den SHC Valais an. Für das Wohl des Publikums sorgt ein ausgebauter Bar- und Grillbetrieb.


A-Jun, Playoff: Samstag, 14. Mai, 12:00 Uhr, Oberwil Rebells - SHC Valais, Herti Nord Zug.
NLA, Playoff: Samstag, 14. Mai, 16:00 Uhr, Oberwil Rebells - SHC Grenchen-Limpachtal, Herti Nord Zug.
 

Autor Oli Marty

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