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Zehnter Titel im Visier


Fr, 20.05.2016

Am Wochenende geht die Playoff-Finalserie in die zweite Runde. Mit einem Sieg in Grenchen könnten die Rebells ein weiteres Mal Sportgeschichte schreiben.

Die Stimmung nach der Niederlage im Cupfinal war bei den Oberwil Rebells im Keller. Die Mannschaft zog gegen Grenchen einen rabenschwarzen Ostersamstag ein und verlor in der Verlängerung. Es folgte eine turbulente Phase, die schliesslich zum Trainerwechsel führte. An Pfingsten wendete sich das Blatt. Im ersten Aufeinandertreffen in der Serie best-of-three des Playoff-Finals gingen die Zuger als deutlicher Sieger vom Platz. „Wir zeigten zuhause ein ganz anderes Gesicht als noch im Cupfinal. Wir agierten endlich wieder als Mannschaft“, analysiert Andrew Hildreth das erste Finalspiel. Der US-Verstärkungsspieler strebt persönlich seinen dritten Schweizer Meistertitel im Rebells-Dress an. Hildreth erwartet ein knappes Spiel in Grenchen: „Das gegnerische Team überzeugt mit Schnelligkeit und guter Technik. Zeigen Sie in Überzahl eine effiziente Vorstellung, wird die Partie einen anderen Lauf nehmen als in Zug.“ Die Rebells stellten im Herti das erste Mal seit geraumer Zeit wieder unter Beweis, dass sie über einen unermüdlichen Siegeswillen verfügen. Dies wiederspiegelte sich in der hohen Laufbereitschaft und im aufopfernden Boxplay. Der 9:1-Trumph darf jedoch mit Blick in die Vergangenheit nicht überbewertet werden. In den letzten zehn Jahren standen sich die beiden Kontrahenten vier Mal in einer Playoff-Serie gegenüber. Oberwil ging am Ende stets als Sieger vom Platz, bekundete in Grenchen jedoch stets Mühe. Die Partien fielen oftmals sehr eng aus und waren hart umkämpft. Von den vier Serien ging die Hälfte über drei Spiele, wobei in diesen Fällen immer das Heimteam gewann. Wiederholt sich die Geschichte, wird es am Sonntag zu einem dritten Duell um 16:00 Uhr auf Zuger Boden kommen. Darüber würde sich Dominik Aebi freuen: „Nach der blamablen Vorstellung in Zug, möchten wir nun vor dem eigenen Anhang eine Reaktion zeigen. Im ersten Spiel passte nichts zusammen, niemand konnte seine Leistung abrufen. Dementsprechend laut wurde es nach dem Spiel in der Garderobe“, so der Verteidiger. Die Limpachtaler darf man bekanntlich nie abschreiben. Das Team um Trainer Stefan Kunz hat schon einige Partien und Serien teils in Extremis noch gedreht. In einem Endspiel ist sowieso alles möglich. „Grenchen wird am Samstag mehr Härte ins Spiel bringen“, davon ist Hildreth überzeugt, „vor ihrem eigenen Anhang wird es auch zu mehr Provokationen kommen. Die Disziplin und ein funktionierendes Boxplay werden eine zentrale Rolle spielen“, so der Verteidiger mit Offensivdrang. Für die Rebells wäre es der zehnte Meistertitel der Vereinsgeschichte. Eine unglaubliche Zahl, wenn man bedenkt, dass der Verein erst im Jahr 2000 gegründet wurde. Vier Jahre später gelang den Innerschweizern den Aufstieg in die höchste Spielklasse. Seither hatten die Zuger im Kampf um alle Titel ein Wörtchen mitzureden.

NLA, Playoff: Samstag, 21. Mai, 14:00 Uhr, SHC Grenchen-Limpachtal - Oberwil Rebells, bsb-Arena Grenchen.
evtl. NLA, Playoff: Sonntag, 22. Mai, 16:00 Uhr, Oberwil Rebells - SHC Grenchen-Limpachtal, Herti Nord Zug.
 

Autor Oli Marty

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