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Eine Reise ins Ungewisse


Fr, 07.10.2016

Am Sonntag gastieren die Rebells im Kanton Wallis. Die Sierre Lions wollen ihren schlechten Saisonstart korrigieren.

Die Meisterschaftsspiele im Kanton Wallis haben in jeder Sportart ihren eigenen Charakter. Nach dem der SHC Martigny vor zwei Jahren in die NLB abgestiegen ist, blieb mit den Sierre Lions nur noch ein Team aus der Schweizer Sonnenstube oberklassig. Sierre war vor mehr als zehn Jahren das Masse der Dinge im Streethockey. Seit die Oberwil Rebells diese Vormachtstellung eingenommen haben, kämpfen die Walliser um den Anschluss an die Spitzenteams. In den vergangenen Jahren ist der Mannschaft um Trainer Thierry Thalman dieses Vorhaben gelungen. Auf der Trainerbank gab es kürzlich bei den Lions eine Rochade. Der ehemalige Head Coach Sébastien Duc hat seine Funktion mit seinem damaligen Assistenten getauscht.
Die Distanz zu den Spitzenteams wie Grenchen oder Oberwil konnte dank dem schnellen Walliser Sturm und überzeugenden Ausländern verringert werden. Ob dieses Jahr das Feld noch enger wird, stellen die jüngsten Resultate in Frage. Am vergangenen Wochenende zog Siders zwei schwarze Tage ein. Am Samstag resultierte eine klare Niederlage gegen Bettlach, am Sonntag folgte die zweite gegen Grenchen. Dabei schmerzt vor allem die Schlappe gegen Bettlach, da es sich um einen direkten Konkurrenten um das Podium der NLA handelt. „Nicht weniger als fünf Spieler fehlten unserem Team aus beruflichen Gründen. Das ist der grosse Nachteil des Amateursports“, erläutert Stürmer Mathieu Schildknecht die Misere. Der Nationalspieler ist gleichzeitig auch Präsident der Sierre Lions. Er nützt das neue Reglement des Verbandes aus und setzt mit seinem Verein in diesem Jahr auf zwei Ausländer. Neben Mario Paulik verpflichteten sie mit Matus Liptack einen weiteren Slowaken. „Liptack hat ein überzeugendes Sommertraining abgeliefert. Auf dem Feld wird er noch ein paar Spiele zum Angewöhnen brauchen“, so Schildknecht. Paulik wird am Sonntag nach einer längeren Sperre erstmals in dieser Saison auf dem Asphalt stehen.

Die Rebells haben sich am Sonntag gegen Bettlach warm geschossen. Wobei die Mannschaft um Trainer Tibor Kapanek defensiv nicht zu überzeugen vermochte. Oft gewährten die Zuger in ihrer eigenen Zone dem Gegner zu viel Raum. „Wie immer zu Beginn der Saison müssen wir unsere Gegner zuerst abtasten. Wir sind gespannt auf den neuen Ausländer“, verrät der Torhüter Stephan Sidler. Die Voraussetzungen für eine enge Partie sind gegeben. Oberwil hat viele Absenzen zu verzeichnen. Adam Rousal hat sich im letzten Ernstkampf verletzt, Yves Stucki weilt in den Ferien. Die Lücken werden mit Junioren gestopft. „In Sierre haben wir stets gute Spiele gezeigt. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung können wir viel kompensieren“, so Sidler.


NLA: Sierre Lions – Oberwil Rebells, Sonntag, 9. Oktober, 14:00 Uhr, Pont Chalais Sierre.

Autor Oli Marty

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