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Die Pflicht ruft zweimal


Fr, 21.10.2016

Diesen Samstag treffen die Oberwil Rebells auswärts auf die Bulldozer aus Kernenried. Ein Spiel mit Vorzeichen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Nach fünf gewonnenen Spielen und somit mit 15 Punkten befinden sich die Oberwil Rebells auf Platz eins der Schweizer Streethockeymeisterschaft. Nachdem der Spitzenkampf gegen Grenchen letzten Sonntag gewonnen wurde, müssen die Rebells diesen Samstag gegen das Schlusslicht aus Kernenried ran. So treffen dieses Wochenende die beiden Pole der momentanen Schweizer Streethockeytabelle aufeinander.

Die Berner sind nach vier verlorenen Spielen mit einer -33 Bilanz am Tabellenende anzutreffen. Dies war schon in der vergangenen Saison ein bekanntes Bild. In der letztjährigen Saison waren die Bulldozer zu Ende der Meisterschaft das Schlusslicht der NLA. Die Zuger wurden in der vergangenen Saison jedoch Meister und verloren auch keine Punkte gegen die Bulldozer. Wird die Aufgabe aufgrund der bekannten Voraussetzungen für die Rebells leicht? Nein, denn die Bulldozer haben auf die hiesige Saison hin einige Zuzüge zu verzeichnen, so auch den kanadischen Gastspieler Taylor Dobbin, der bis im Dezember bei den Bulldozern spielen wird. Des Weiteren wurde mit Mario Scheidegger ein neuer Trainer engagiert. Thomas Huber, Captain der Bulldozers, meint dazu: „Wir gehen anders in dieses Spiel. Als Underdog haben wir nichts zu verlieren und können nur gewinnen – ganz egal wie das Spiel ausgeht. Für einige neue Spieler ist dies eine spezielle Situation und sie müssen erst noch lernen, mit einer solchen Aufgabe zurechtzukommen.“ Der Verteidiger will es dem Favoriten aus Zug möglichst schwierig machen. „Wir müssen defensiv solide stehen, denn gegen Oberwil in die Offensive zu gehen, ist sehr schwierig für uns“, so der Verteidiger, „zudem müssen wir unser Powerplay verbessern, dies war eine der Hauptschwächen des verpatzten Saisonstarts. Wir brauchen gegen den Leader bestimmt das Glück auf unserer Seite und müssen unsere wenigen Chancen kaltblütig ausnutzen. Wenn uns die Rebells dazu noch ein wenig unterschätzen, sehen wir, was möglich wird.“ Unterschätzen will man am Zugersee niemanden. Yanick Müller, Verteidiger der Innerschweizer, betont: „Wir gehen in dieses Spiel wie gegen jeden anderen Gegner. Gerade jetzt sind wir wegen des dünnen Kaders in einer speziellen Ausgangslage und müssen sicherlich die volle Leistung abrufen. Die Taktik werden wir nicht ändern, wir setzen auf unser schnelles Umschaltspiel und unser aggressives Forechecking. Die drei Punkte sind für uns als Leader Pflicht, die müssen wir holen. So können wir uns die Tabellenführung sichern.“

Cup gegen Steckholz
Am Tag darauf wird in Langenthal das erste Cupspiel des Schweizer Meister ausgetragen. Um 17:00 Uhr abends trifft die Mannschaft von Tibor Kapanek auf den SHC Steckholz. Das Berner Team aus der ersten Liga spielt mit dem Kleinfeld-Modus und kennt Oberwil bereits bestens. Vor zwei Jahren gastierten die Rebells bereits in Langenthal und gewannen deutlich mit 2:24. In Anbetracht dessen, werden diverse Junioren gegen Steckholz zum Einsatz kommen und ihre ersten Erfahrungen im Fanionteam sammeln.

NLA: SHC Bulldozers Kernenried-Zauggenried – Oberwil Rebells, Samstag, 22. Oktober, 14:00 Uhr, Faes Bau Arena Kernenried
CUP: SHC Steckholz – Oberwil Rebells, Sonntag, 23. Oktober, 17:00 Uhr, Langenthal.

Autor Kevin Keiser

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