News

Systemjustierung gegen Belp


Sa, 05.11.2016

Am Sonntag ist mit Belp ein altbekannter Gegner zu Gast im Herti Nord. Oberwil will die Verhältnisse klarstellen und den zweiten Sieg über die Berner einfahren.

Bei einem Blick auf die Tabelle erinnert das Duell vom kommenden Sonntag gegen Belp kaum an die früheren Zeiten. Das Team von Head Coach Ronny Strähler hat an Qualität eingebüsst und belegt zurzeit den fünften Platz in der obersten Liga. Dennoch fiel das erste Aufeinandertreffen zwischen Oberwil und Belp äusserst knapp aus. „Zu diesem Zeitpunkt hatten wir unseren Kopf an einem anderen Ort. Mein Bruder, unser Torhüter, verunfallte kurz zuvor und irgendwie hatte niemand Lust zum Spielen“, begründet Raphael Melliger die Vorstellung seiner Mannschaft. In einem hartumkämpften Aufeinandertreffen trennten sich die beiden Kontrahenten 2:4. „Unser junges Team macht noch viele Fehler. Oftmals fehlt nur wenig oder wir finden schlecht in die Partie“, erklärt der junge Belper Stürmer Fabian Bohnenblust.  Die Berner stecken noch immer mitten im Generationenwechsel und wurden von Sierre vom Podium in der NLA verdrängt. Im Wallis verschliefen die Belper das erste Drittel und konnten den Rückstand bis zum Ende nicht mehr aufholen. Im direkten Verfolgerduell um die ersten drei Tabellenränge überzeugten die Gürbetaler jedoch zuletzt. Gegen den Rivalen Bettlach entschieden sie das Spiel nach einer spektakulären Aufholjagd im letzten Abschnitt für sich. Massgeblich an diesem Erfolg beteiligt war der Elektroinstallateur Fabian Bohnenblust. Der flinke Stürmer steuerte einen lupenreinen Hattrick in den letzten zehn Spielminuten bei. Bohnenblust, der zurzeit die Rekrutenschule absolviert, hat die gesamte Belper Juniorenabteilung durchlaufen und ist nun in der ersten Mannschaft angekommen. Nach Alessio Faina, der am Sonntag vermutlich fehlen wird, ist er der zweitbeste Skorer seiner Mannschaft. Diese Leistungen hat auch Nationaltrainer Kapanek wahrgenommen. Für den letzten Zusammenzug erhielt Bohnenblust eine Einladung der A-Nati. „Über dieses Aufgebot habe ich mich unheimlich gefreut. Unter Kapanek zu spielen, ist für mich eine neue Erfahrung. Bei Belp bin ich mir eine andere Taktik gewohnt und muss mich nun noch etwas an das Spielsystem gewöhnen“, so der Belper.

Nach sieben Pflichtspielen stehen die Rebells noch immer ohne Niederlage da. Trotz einem schmalen Kader zeigten die Zuger bisher kaum Anzeichen zu stolpern. Im Schnitt kassierte die Zuger Abwehr weniger als drei Gegentore. Im Gegenzug darf der Oberwiler Angriff durchschnittlich mehr als sieben Mal jubeln. Bei diesem Verhältnis kann lediglich Grenchen mithalten. „Belp ist für uns die Hauptprobe vor Sierre“, kommentiert Raphael Melliger seinen Gegner, „wir testen am Sonntag neue Auslösungen und taktische Spielformen, damit sie gegen die Lions gefestigt sind.“ Da diverse Akteure zurück aus den Ferien oder aus einer Verletzung kommen, wird der Schweizer Meister mit drei Linien antreten. Als Ersatztorhüter kommen abwechslungsweise Jauch und Pagano aus der zweiten Mannschaft zum Einsatz. Somit sollte der vorübergehende Personalmangel vorerst abgewendet sein.

NLA: Sonntag, 6. November, Oberwil Rebells – SHC Belpa 1107, 14:00 Uhr, SIKA Rebells Arena Zug.
 

Autor Oli Marty

Sponsors