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Direkter Verfolger will Punkte in Zug


Fr, 11.11.2016

Am Samstag gastieren die Sierre Lions in Zug. Im zweiten Duell gegen die Rebells wollen die Walliser mit mehr Systemtreue punkten.

Die Oberwil Rebells sind in Form. Das zeigt ein Blick auf die aktuelle Tabellensituation der NLA. Obwohl Grenchen zurzeit wegen mehr Spielen noch an der Spitze steht, blieben die Zuger bisher ungeschlagen. Aus dem Kollektiv heraus sticht ein Routinier. Der Verteidiger Mathias Beiersdörfer erlebt zurzeit seinen zweiten Frühling. „Auch ein blindes Huhn findet manchmal ein Korn“, witzelt Beiersdörfer bescheiden. Der älteste Feldspieler der Rebells war in den vergangenen Jahren berüchtigt für kompromisslose Defensivarbeit. Toreschiessen gehörte bislang nicht zu seinen Kernaufgaben. In dieser Saison hat Beiersdörfer eindrücklich bewiesen, dass er auch fleissig Punkte sammeln kann. „Obwohl die Mannschaft momentan viel zu wenig aus den vielen Chancen macht, darf ich mich persönlich nicht über mangelndes Glück im Abschluss beklagen“, so der Familienvater. In sechs Pflichtspielen hat Beiersdörfer fünf Tore und acht Assists auf dem Konto und ist somit drittbester Skorer seines Teams. Trotz dieser eindrucksvollen Statistik hat der Schweizer Captain von Zug 2015 dieses Jahr den Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Ob es dabei bleibt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Natitrainer Kapanek wünscht sich sein Kapitän auf jeden Fall weiterhin im Kader.

Das Wallis war vor einigen Jahren die Streethockey-Hochburg schlechthin. Der Kanton verfügte nach der Heim-WM 2003 über einen eigenen Verband und eine eigene Liga. Auf die boomenden Jahre folgten wenig erfolgreiche Zeiten. Seit drei Jahren ist jedoch vor allem bei den Sierre Lions wieder eine Aufwärtstendenz spürbar. Siders überzeugt mit breitem Kader und gewillten Nachwuchsspielern. Die Walliser verfügten seit geraumer über einen Ausländer in ihren Reihen. Dieses Jahr kosteten sie das neue Kontingent vom Verband ebenfalls voll aus und verpflichteten neben Mario Paulik noch einen zweiten Slowaken, Matus Liptak. Die beiden Stürmer haben bei den Lions die Erwartungen erfüllt. „Die Mentalität von Sierre auf dem Spielfeld hat mich von Beginn weg absolut überzeugt“, schwärmt der slowakische Stürmer Mario Paulik, „meine Teamkollegen geben nie auf, auch wenn sie einmal im Rückstand liegen“, so Paulik. Der schnelle Stürmer trägt bereits drei Jahre das Trikot der Lions. Er kennt ein Rezept gegen Oberwil: „Wir werden am Sonntag ein aggressives Spiel zeigen. Wenn wir unserem Spielsystem treu bleiben und ein überzeugendes Powerplay spielen, ist in Zug alles möglich“, schildert der Topskorer Paulik die Pläne fürs Wochenende. In der aktuellen Saison befinden sich die Walliser auf dem dritten Tabellenrang. Im ersten Aufeinandertreffen zwischen Oberwil und Sierre resultierte eine 4:8-Niederlage für die Walliser. Bisher bekundeten die Walliser vor allem auswärts Mühe in ihr Spiel zu finden. Zu Beginn der Saisonverloren sie gegen Grenchen und überraschend auch gegen Bettlach. „Bei Sierre müssen wir die zwei, drei Leaderfiguren aus dem Spiel nehmen. Vor allem die erste Linie stufe ich als gefährlich ein“, analysiert Mathias Beierdörfer seinen Gegner. Der erfahrene Teamplayer führt das gute Abschneiden von Sierre auf den Junioren-Einbau in die erste Mannschaft zurück. „In Sachen Trainingsbereitschaft überzeugen die Walliser. Hier könnten wir uns ein Stück abschneiden“, fügt er kritisch an. Beim Schweizer Meister sind die Erwartungen nach dem letzten Spiel gross. Die Verantwortung ist jedoch auf mehrere Schultern verteilt, da bei Oberwil Leistungsträger nicht dünn gesät sind.

NLA: Samstag, 12. November, Oberwil Rebells – Sierre Lions, 14:00 Uhr, SIKA Rebells Arena, Zug.
 

Autor Oli Marty

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