News

Zweimal gegen einen Underdog


Fr, 18.11.2016

Mit Bettlach und Kernenried kämpfen die Rebells dieses Wochenende gegen zwei Gegner, die vom Pech verfolgt werden.

In den zwei Partien an diesem Wochenende entscheidet sich, ob die Oberwil Rebells als Leader in die zweite Phase der Meisterschaft starten. Nach acht Partien liegt der Schweizer Meister ungeschlagen an der Spitze der Nationalliga A. Dass Grenchen letztens überraschend gegen Sierre verlor, hat die Rangierung der Zuger weiter gefestigt. Am Samstag reisen die Rebells an den Jurasüdfuss. Der SHC Bettlach hat diesen Herbst eine durchzogene Leistungsbilanz vorzuweisen. Zuletzt verloren die Solothurner Punkte gegen Bonstetten und Belp. In Bonstetten konnte der SHC Bettlach die Partie, eine regelrechte Strafenschlacht, erst in der Verlängerung für sich entscheiden. Die Zürcher kamen dadurch zu ihrem ersten Punkt in dieser Saison. Im Direktduell gegen Belp resultierte die zweite, bittere Niederlage für Bettlach. Nachdem das erste Spiel bereits knapp an Belp ging, gaben die Solothurner im zweiten Aufeinandertreffen eine Zwei-Tore-Führung rund drei Minuten vor Schlusspfiff noch aus der Hand. „Diese Niederlage schmerzt tierisch. Am Ende haben wir unter anderem dank schlechten Bullys den Sieg verschenkt“, analysiert Verteidiger Claudio Schmid das Scheitern seiner Mannschaft. Wegen dieser Niederlage steht Bettlach mit dem Rücken zur Wand. Wenn sie die Phase II in der Spitzengruppe absolvieren möchten, müssen die Solothurner gegen einen Grossen wie Sierre oder Oberwil punkten. „Wir malen uns gegen Oberwil Chancen aus, da wir in den vergangen Duellen zuhause gegen die Rebells stets gute Spiele gezeigt haben“, so Schmid. Dennoch ein schwieriges Unterfangen, da seit einigen Spielen der Tscheche Lukas Hudecek kürzergetreten ist. Mit ihm verliert Bettlach einen Aggressivleader, der in jedem Spiel den Unterschied ausmachen kann.

Am Sonntag gastieren die Bulldozers Kernenried in Zug. Das Tabellenschlusslicht steht bislang noch ohne Punkte da. Das geht auch an Kernenried nicht spurlos vorbei. Intern hat sich einiges getan bei den Bernern. Auf ihrer Homepage verkündete der Präsident Werren vor wenigen Wochen, dass die beiden Trainer Scheidegger und Gilomen per sofort von ihren Ämtern zurückgetreten sind. Die beiden habe eine Vergangenheit im Eishockey und sollten nach der verkorksten letzten Saison neue Inputs in die Mannschaft bringen. In die Bresche springt Gerhard Bracher, der von zwei Stammspielern unterstützt wird. Die Partie am Sonntag steht unter klaren Vorzeichen -der Leader gegen das Schlusslicht. Nichtsdestotrotz dürfen die Rebells das Duell nicht auf die leichte Schulter nehmen. Im Hinspiel bekundete Oberwil massive Startschwierigkeit. Schliesslich endete das Aufeinandertreffen mit dem Verdikt 0:6. In den Reihen der Rebells haben Hausherr und Senn, zwei Langzeitverletzte, das Training diese Woche wiederaufgenommen. Die Lücke von Pascal Melliger wird noch immer abwechselnd von den NLB-Torhütern Jauch und Pagano gefüllt. Beide haben bei ihrem Einstand bewiesen, dass sie bei einem Ausfall von Sidler in die Bresche springen könnten.

NLA: Samstag, 19. November, SHC Bettlach – Oberwil Rebells, 14:00 Uhr, Neufeld Bettlach.
NLA: Sonntag, 20. November, Oberwil Rebells – SHC Bulldozers Kernenried-Zauggenried, 14:00 Uhr, SIKA Rebells Arena, Zug.

Autor Oli Marty

Sponsors