News

Unerwartete Spannung vor den Playoffs


Fr, 10.02.2017

Die Rebells möchten am Sonntag ihre negative Serie beenden. Der Drittplatzierte aus Sierre ist zu Gast am Zugersee.

Am Ende ersten Qualifikationsphase waren die Rollen in der obersten Liga klar verteilt. Leader Oberwil grüsste ohne Verlustpunkte von der Tabellenspitze -dahinter der SHC Grenchen-Limpachtal mit einem leichten Vorsprung auf Sierre und Belp. An dieser Rangordnung gab es kaum Veränderungen, zu eindeutig fielen die meisten Partien aus. Die zweite Phase der Meisterschaft, in der sich nun die vier besten Teams nochmals zweimal duellieren hat schon einige Überraschungen geliefert. Die Rebells verloren ihr erstes Meisterschaftsspiel gegen Grenchen. Eine Woche später ging Grenchen beim viertplatzierten Belp als Verlierer vom Platz. Somit wird offensichtlich, dass die besten Teams der Liga näher zusammengerückt sind. Jede Mannschaft wirkt plötzlich schlagbar. Es fällt auf, dass stets die Heimteams die Ernstkämpfe für sich entschieden. Dieser Fakt unterstreicht die Bedeutung des Heimrechts für die bevorstehenden Playoffs.

Am nächsten Sonntag gastieren die Sierre Lions im Herti Nord. Das Team um Captain Steve Kummer hat klare Ziele für den Rest der Qualifikation. Das Heimrecht im Halbfinal wäre für die Walliser von zentraler Bedeutung. Wollen die Löwen dieses Ziel erreichen, müssen sie gegen alle Gegner punkten. „Leider ist der zweite Rang ein bisschen in die Ferne gerückt. Somit nehmen wir Spiel für Spiel und möchten mit guten Leistungen den dritten Rang sichern“, analysiert Verteidiger Steve Kummer die Ausgangslage. Im Cup läuft zurzeit alles für Sierre. Im Viertelfinal haben sie Belp eliminiert und sind somit der klare Favorit für den Cuppokal, da die ärgsten Rivalen aus Grenchen und Oberwil bereits früher ausgeschieden sind. „Der Fokus liegt bei uns immer noch auf der Meisterschaft. Im Cup sind es maximal noch zwei Spiele, die wir zuerst noch gewinnen müssen. Vom Titel spricht noch niemand. Alle überblieben Gegner können unbequem werden“, so Kummer. In Zug möchten die Walliser keine Geschenke verteilen. Die Führungsspieler von Siders nehmen ihre Verantwortung in den wichtigen Partien wahr, was die Statistik von den Ausländern Paulik und Liptak eindrücklich aufzeigt. Die zwei Verstärkungsspieler zeigen zurzeit überzeugendes Hockey und punkten stets zur richtigen Zeit. „Die beiden Herren sind eine Bereicherung für unser Offensivspiel“, betont Kummer.

Für die Rebells ist die kommende Partie gegen Sierre wegweisend. Zuletzt verlor die Mannschaft von Tibor Kapanek zwei Spiele in Serie. Trotzdem will niemand von einer Krise sprechen. „Die Niederlage gegen Grenchen hat uns unsere Schwachpunkte nochmals deutlich aufgezeigt. Gegen ein Spitzenteam reicht die Kraft von zwei Linien einfach nicht aus, um zu gewinnen“, erklärt Verteidiger Ken Müller die beiden Niederlagen. Müller ist der Überzeugung, dass die Mannschaft mit spezifischen Taktiktrainings wieder auf die Erfolgsstrasse zurückfindet. In der Winterpause kamen diese zu kurz. „Unser Offensiv-Verhalten müssen wir zwingend verbessern. Die Chancenauswertung liess zuletzt zu wünschen übrig.“, so der gelernte Konstrukteur. Die Zuger können am Samstag wieder auf ein breites Kader zurückgreifen. Diverse Spieler haben sich von ihren Verletzungen erholt und sind einsatzfähig.

NLA: Sonntag, 12. Februar, Oberwil Rebells – Sierre Lions, 14:00 Uhr, SIKA Rebells Arena, Zug.

Autor Oli Marty

Sponsors