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Rückblick und Sommernews


Do, 05.08.2004

Oberwiler Streethockey im Umbruch

Auch wenn die Oberwil Rebells nach wie vor zu den jüngsten Streethockeyvereinen zählen, ist der sportliche Erfolg bereits feste Tradition. Eben beschlossen die Rebells eine Saison der Superlative: NLA- und 1. Liga-Aufstieg, NLB-Meister, 2. Liga-Vizemeister, A- und B-Juniorenmeister, Torschützenkönige in allen Ligen und Zuschauerrekorde in Serie! Und das wichtigste: Der Oberwiler Dorfverein gewann enormen Rückhalt in der Bevölkerung.

Seit einigen Wochen hat bereits wieder das Sommertraining der Aktiven begonnen. In der kommenden Meisterschaft nicht blo? den jeweiligen Ligaerhalt zu sichern, hei?t das angestrebte Ziel. Mit einigen personellen Ergänzungen wurden die beiden Aktivmannschaften verstärkt. So kann die 1. Mannschaft auf die Dienste zweier weiterer NLA-Erprobten Spieler (Mathias Beiersdörfer/ Belp und Nick Van Orsouw/ Cham) zählen. Und die 2. Mannschaft, das Sprungbrett zum Fanionteam, erhält einen neuen ebenfalls NLA-Erfahrenen Trainer (Patrick Annen/ Bonstetten). Gesegnet durch die gro?artige Stra?enhockey-Euphorie Oberwils, ist die gesamte Juniorenabteilung. Eine weitere Juniorenstufe (C-Junioren) ist mitten in der Entstehung und die A-, wie die B-Junioren, werden sicherlich wieder vorne mitmischen. Die Oberwil Rebells setzen Masstäbe im nationalen Streethockey.

Damit auch die infrastrukturellen Bedingungen den nationalen Ansprüchen entsprechen, wurde von der Stadt Zug eine Platzerweiterung auf die offiziellen Minimalmasse von ? veranlasst. Bereits vor mehreren Wochen wurde ein Mauerteil des Rondells auf dem Schulhausplatz Oberwil entfernt und zur Zeit werden die neuen Hülsen, die Löcher für die Bandenverankerung, eingebaut. Ebenfalls durch die Stadt Zug wurden neue Banden mit der vorschriftlichen Mindesthöhe von 1m finanziert. Die Zukunft der Oberwil Rebells und des Streethockeysportes in Oberwil ist nachhaltig gesichert.

Dass auch die vermeintliche schwere Hürde ?Nachbarschaft Stolzengraben-Tellenmatt? der Entwicklung des jungen Dorfvereines keinen Abbruch verleiht, genie?t erste Priorität im Aufgabenkatalog der Vereinsführung. Gespräche und gegenseitige Anhörungen sind im vollen Gange. Es liegt vor allem in unserem Interesse mit einer konstruktiven und für alle Beteiligten vertretbaren Lösung den Streethockeysport in Oberwil und die Oberwil Rebells nachhaltig zu sichern.

Der Dank des Vereinsvorstandes geht?

?an alle Spieler, Trainer, HelferInnen es war eine tolle und fantastisch erfolgreiche Saison.

? die Stadt Zug, ohne deren Unterstützung ein Aufstieg in die oberste Liga nicht möglich wäre.

?an die unglaublich riesige Fangemeinde, die den Spielen eine einmalige Atmosphäre bescherte.

?an die Sponsoren, Gönner und Passivmitglieder, sie sichern uns das wichtige finanzielle Fundament.

?an die Nachbarschaft des Schulhausplatzes, die uns entgegenkommende Toleranz ist nicht selbstverständlich.

?an Franz Fiechter, speziell an Ihn für seinen Leidenschaftlichen Einsatz, auch im Dienste der Rebells.

?die Oberwiler Dorfbevölkerung, das enorme Interesse am grössten Dorfverein möchten wir zu schätzen wissen.

?an alle weiteren Rebells-Sympathisanten.

1. Mannschaft - Oberwil Rebells sind A-klassig!
Nach dem eindrücklichen Lauf durch die Qualifikation, keinen einzigen Punkt gaben die ihren Gegnern krass überlegenen Rebells ab, war der spätere Aufstieg keine allzu grosse Überraschung mehr. Trotzdem wurde den Spielern in den Playoffs nochmals alles abverlangt. Während die erste Serie gegen die Lützu Sabres aus dem Emmental schnell mit zwei Kantersiegen (28:2 & 21:4)erledigt war, folgte in der Halbfinalserie der erste Rückschlag. Die erste Saisonniederlage (6:7) fügten die Seetal Admirals den Oberwilern zu, sie katapultierte die Rebells gleich an den Rande des Ausscheidens, die Situation, im Hintertreffen zu sein, war völlig neu. Mit dem Rücken zur Wand zeigten sie aber Moral und meldeten sich mit zwei deutlichen Siegen (12:5 & 13:5) zurück, eliminierten die Lenzburger und standen im Playoff-Final. Die Endspiele waren ein Wiedersehen mit dem SHC Bettlach, welcher sich im letzten Jahr die B-Meisterkrone einheimste, zu favorisieren war allerdings der Quali-Sieger Oberwil. Das Auftaktspiel (11:8) gewann Oberwil erwartungsgemäss ohne allzu grosse Probleme. Trotz der Auswärtsniederlage (4:5) in der Verlängerung, liessen die Zuger nichts mehr anbrennen (9:4) und wurden Schweizermeister der NLB, was zur Herausforderung des NLA-Playout Verlierers berechtigte. Der SHC Gäu Bandits, ein Traditonsverein mit langjähriger NLA-Zugehörigkeit, war der Gegner in den Auf-/ Abstiegsspiele. Niemand traute den Solothurner gegen den starken NLB-Vertreter zu, sich im Oberhaus halten zu können, schon der ganze Saisonverlauf wurde durch die Wirren im und um den Hägendorfer Verein schwer beeinträchtigt, inzwischen haben sich die Bandits aufgelöst. Die Oberwiler ihrerseits sorgten für eine schnelle Entscheidung (15:5 & 18:0) und packten die Chance zum lang ersehnten Aufstieg in die höchste Liga.

2. Mannschaft ? Der sofortige Wiederaufstieg!
Etwas überraschend, letztlich aber absolut verdient, realisierte die 2. Mannschaft den sofortigen Wiederaufstieg in die 1. Liga. Lange Zeit sah es nicht nach dem Durchbruch aus, so mussten die Rebells erst um die Playoff-Qualifikation zittern. Das Glück blieb der Mannschaft aber bis zuletzt treu, denn der Aufstieg wurde im alles entscheidenden dritten Spiel gegen den SHC Diabla mittels einem siegreichen Penaltyschiessen (6:5) Tatsache. Natürlich legten die oft eingesetzten Akteure der A-Junioren mitunter den Grundstein zum Erfolg, das Aufstiegsspiel selbst, gewann die 2. Rebells-Mannschaft allerdings ohne die Verstärkung weiterer A-Junioren oder gar NLB-Spieler.

A-Junioren ? Schweizer Meister!
In der vierten Teilnahme standen die Rebellsjunioren zum dritten mal im Playoff-Final um den Meistertitel. Zum zweiten mal konnten sie den Pot an den Zugersee holen. Wie beim Titelgewinn vor zwei Jahren in Belp, durften die Junioren den Gewinn der Meisterschaft wiederum auf fremden Terrain feiern. Speziell war vor allem, dass der Triumph ausgerechnet auf dem Heimfeld der Kantonsnachbarn Red Bears Cham in Hagendorn gefallen ist. Mit einer disziplinierten und kämpferischen Leistung verdienten sich die Roten Bären viel Lob und die Finalteilnahme. Gegen die Rebells reichte dies nicht mehr, auch wenn es im zweiten Spiel nach einer Chamer Aufholjagd nochmals eng wurde, die Rebellsjunioren waren in der vergangenen Saison einfach zu stark und somit der logische Meister (10:2 & 9:7).

B-Junioren ? Den Titel verteidigt!
Mit Belp und Grenchen waren zwei Teams nominell besser besetzt, mit Sierre und Muttenz waren zwei weitere Teams zumindest ebenbürtig, je nach Tagesform wäre auch Cham ein gefährlicher Gegner gewesen, und doch hatten die Rebellskids am Ende die Nase wiederum vorne und verteidigten etwas überraschend, dafür aber umso eindrücklicher den Meistertitel. Der am Tag des Finalturnier erstmals eingesetzte Torhüter Thomas Amrhein, der Stammhüter Ramon Wüest war verletzt ausgefallen, war der grosse Match-, bzw Turnierwinner und entpuppte sich gleich als Riesentalent im Tor. Mit seinen Paraden trieb er die gegnerischen Sturmlinien in die Verzweiflung, davor walteten seine Teamkollegen geschlossen und kämpften wie die Löwen, was auf eine optimale Einstellung durch die Trainer Timo Hofstetter und Dustin Hofman zurückzuführen ist. In der Offensive tat man im wahrsten Sinne des Wortes das nötigste! Was durch das knappe Finalresultat (1:0) über das Belper Heimteam deutlich widerspiegelt wurde. Es war der Abschluss einer ohnehin schon äusserst erfolgreichen Saison, das so genannte Tüpflchen aufs i. Sicherlich war aber die kaum zu erwartende angenehme Überraschung das Eindrücklichste, was der Verein in der abgelaufenen Spielzeit geboten hatte. Das Highlight trotz dem grossartigen Aufstieg des Fanionteams.

Autor Olivier Stemmle

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