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Saisonstart mit dem grossen Zuger Derby


Mi, 28.09.2005

Während die Meisterschaft bereits am letzten Wochenende in die neue Saison startete, steigt am kommenden Sonntag (14 Uhr in Oberwil) auch das Fanionteam der Rebells ins Rennen und dies gleich mit dem Heimderby gegen Cham. Zwar sind die Rebells, dies noch deutlicher als im Vorjahr, haushoher Favorit auf den Sieg, doch die zu erwartende imposante Zuschauerkulisse und die Rivalität unter den Zuger Nachbarn wird auch den Red Bears zu Höchstleistungen verhelfen. Das Treffen in Hagendorn im letzten Herbst gewann Oberwil deutlich mit 7:4, aber die Begegnung in zuhause ging nach einem Hitchkock-Finale mit dem Chamer Ausgleich in letzter Sekunde unentschieden aus.

Neues Gesicht der NLA
Die letzte Saison hat einiges an Bewegung in die Streethockey-Szene gebracht. Erst wirbelten die Oberwil Rebells die Hierarchie durcheinander und gewannen den wieder neu eingeführten Cupwettbewerb. Und durch die Entscheidungen am Schluss erhielt die NLA endgültig ein neues Gesicht. Mit dem SHC Kernenried-Zauggenried und dem B-Meister SHC Bern 99 sind erstmals gleich zwei Mannschaften in die NLA aufgestiegen. Platz mussten der Traditionsverein SHC Berner Oberland und der krisengeschüttelte SHC Alchenflüh-Kirchberg machen. Einiges ist aber auch beim alten geblieben, den Titel zum Beispiel machten ein weiteres mal der SHC Grenchen-Limpachtal und die Sierre Lions unter sich aus, die Walliser verteidigten schliesslich ihren Titel zum zweiten mal in Folge, und der ?NLB-Gigant? SHC Bettlach hat den Aufstieg in die höchste Liga wieder nicht geschafft. Ein Blick durch alle Ligen offenbart, dass sich viele Vereine in mehreren Ligen positionieren, jedoch sich die Streethockey-Landkarte nicht merklich verändert. Abgesehen vom Wallis, wo das Streethockey richtiggehend zu boomen scheint, hat keine grosse Expansion statt gefunden. Der Trend der technischen und läuferischen Verbesserung setzte sich aber weiterhin durch und auch in der anstehenden Saison sind spannende und spektakuläre Spiele garantiert.

Transfersieger Oberwil
Tibor Kapanek, einer der besten Streethockeyspieler Europas und Verteidiger der slowakischen Nationalmannschaft, wechselte auf die neue Saison hin an den Zugersee, ebenfalls dem Ruf der Rebells gefolgt ist Mathias Häni. Die ehemalige Lebensversicherung des SHC Berner Oberland sucht in Oberwil nochmals eine neue Herausforderung. Kapaneks Klasse und Hänis Skorerqualitäten komplettieren die ohnehin schon stark besetzte Oberwiler Mannschaft und machen die letzten Mankos zu den grossen zwei (Sierre & Grenchen) endgültig wett. Es sind die zwei namhaftesten Transfers, die in der Zwischensaison über die Bühne gingen. Ebenfalls auf grosses Echo ist der Wechsel von Patric Beiersdörfer gestossen. Das Jungtalent, er wurde an den U18-Europameisterschaften in Ostrava (Tschechien) zum wertvollsten Spieler gewählt, verliess die Red Bears Cham um sich in Oberwil einer neuen Herausforderung zu stellen. ?Oberwil bietet mehr Perspektiven, nicht zuletzt dank den Zuzügen Hänis und Kapaneks. Dazu spielt in Oberwil nicht nur mein älterer Bruder Mathias, sondern auch meine Nationalmannschaftskollegen Raphael Melliger und Severin Meier?, begründet Beiersdörfer den Wechsel. Ein Rekurs gegen den Lizenzierungsentscheid des Verbandes (SSHA) von Chamer Seiten ist allerdings noch hängig. Mit den drei Zuzügen konnten die Rücktritte von Derek Rogenmoser, Claudio Rinderli, David Walti und Marco Schuler kompensiert werden. Und mit Patrick Annen, er spielte in der vergangenen Saison in der 2.Mannschaft und verstärkte in der Endphase bereits das Fanionteam, sind die Rebells komplett für die anstehende Saison. In Streethockey-Fachkreisen wird die neue Equipe Oberwils sogar als Meisterschaftsfavorit Nummer eins gehandelt.

Cham steht vor schwerer Saison
Eine weitere schwere Spielzeit steht dem innerkantonalen Rivalen, den Red Bears Cham bevor. Nach den Rücktritten von Thomas Keiser und Urban Schefer hat das Team von Trainer Daniel Rast viel an Erfahrung verloren, dazu ist der Weggang Patric Beiersdörfers, der Entdeckung der vergangenen Saison, wettzumachen. Ein grosser Rückhalt wird sicherlich Goalie Claudio Walker sein, der junge Torhüter setzte sich bereits letzte Saison klar als Nummer eins durch und stellte dabei des öfteren sein grosses Potenzial unter Beweis. Mit den taktischen Vorgaben ihres gewieften Trainer Rast werden die Chamer letztlich die Playoffs und somit den Ligaerhalt wieder erreichen, auch wenn den Bären nicht viel Kredit gezollt wird.

A-Junioren und 1. Liga Heimspiele am Samstag
Bevor am Sonntag das grosse Derby über die Bühne geht, tragen die A-Junioren und die 2. Mannschaft ihre Heimspielpremieren aus. Morgens um 10 Uhr läuten die Junioren Heimspielwochenende ein, sie empfangen den SHC Alchenflüh-Burgdorf. Zum 1. Ligaspiel am Nachmittag ist der SHC Steckholz Gast in Oberwil. Steckholz ist in Oberwil natürlich ein Begriff, spielten die beiden Vereine noch in der vorletzten Saison in derselben Liga. Unterschiedlicher hätten sich die Wege nicht trennen können, die Zuger stiegen in die NLA auf und die Berner ab in die 1. Liga, wo sie nun auf das 2. Team Oberwils treffen.

Autor Olivier Stemmle

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