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Interview mit Dustin Hofman


So, 23.04.2006

Dustin Hofman ist Gründungsmitglied der Oberwil Rebells. Er prägt den Verein nicht nur in sportlicher Hinsicht. Als ehemaliges Vorstandsmitglied, Trainer und Kapitän der ersten Mannschaft trug er massgeblich zur erfolgreichen Entwicklung des Oberwiler Dorfvereins bei. Mit leisen Tönen kündigte er schon vor der laufenden Saison seinen baldigen Rücktritt an. Er fühlt sich in der Mannschaft und im Verein aber derart wohl, dass er sich inzwischen schwer tut, seine Karriere wirklich zu beenden. Nach der erstmaligen Finalqualifikation äusserte er sich über den momentanen Lauf und die weiteren Ziele seiner Mannschaft.

Der Jubel über die erstmalige Finalqualifikation hielt sich in Grenzen, habt ihr fest damit gerechnet?
Dustin Hofman (DH): Wir waren wirklich nicht sehr überrascht, es hatte sich abgezeichnet und schliesslich war es unser Ziel. Jetzt steht der Final an und das wird nicht zu vergleichen sein, da wird es schwerer. Was nicht heisst, dass Aegerten einfach zu bezwingen war.

Warum hatte es Phasenweise geharzt im Oberwiler Spiel?
DH: Schon bei der Abfahrt in Oberwil hatte es sich abgezeichnet, dass es harzig wird. Nach dem Cupfinal war es schwierig sich für dieses Spiel zu motivieren. Es war kein wirkliches Endspiel, somit weniger Attraktiv und in Wimmis war halt eine Wahnsinns Stimmung.

Aber ihr seit schon glücklich über die Finalqualifikation?
DH: Das Ziel war von Anfang der Saison an gesetzt, alles andere wäre enttäuschend. Letztes Jahr waren zwei Teams stärker als wir, das ist diesmal anders.

Bist du überzeugt von den Qualitäten deiner Mannschaft?
DH: Ich sage das nicht gerne, aber wir sind stark. Es wäre sicherlich einfacher ohne Druck in einer anderen Rolle zu spielen.

Sind die Rebells schon Schweizer Meister?
DH: Nein, nein, absolut nicht. Ich rechne mit zwei oder drei engen Spielen. Es wird auch nicht so einfach wie im Cupfinal und mit der Leistung von heute gegen Aegerten erreichen wir nichts. Wir müssen wieder den Rhythmus aus den Trainings in die Spiele mitnehmen. Und mit der richtigen Einstellung sehe ich positiv in den Final.

Letzte Woche (19. April) feierten die Rebells ihren sechsten Geburtstag, deine Bilanz?
DH: Wir wollten so schnell wie möglich an die Spitze des schweizerischen Streethockeysportes, das Ziel haben wir aber noch nicht erreicht. Jetzt wollen wir Meister werden.

Oberwil gegen Grenchen, Talent gegen Routine ? wo siehst du die Vorteile?
DH: Sicherlich ein Plus für Grenchen. Die Grenchner stehen zum achten mal in Folge im Playoff-Final und sind mehrfacher Schweizer Meister. Wir sind jung motiviert und haben mit Tibor Kapan?k und Mathias Häni auch unsere routinierten Elemente.

Wird der eventuelle Höhepunkt auch dein Abschied bedeuten?
Ich habe mir zu Beginn der Saison vorgenommen, dass es meine letzte ist. Inzwischen tu ich mich sehr schwer mit dieser Idee! Nicht nur aus sportlicher Sicht, das Umfeld ist mir wichtig und ans Herz gewachsen.

Das heisst es gibt noch kein definitiver Beschluss und keine klare Antwort?
Nein!

Gibst du ein Tipp ab für die Finalserie?
Ich gebe nur ein Tipp für alle die dieses Interview lesen: kommt diese Serie schauen!

Autor Olivier Stemmle

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