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Auf dem Weg zum totalen Triumph


Fr, 05.05.2006


Nichts für schwache Nerven

Spannender hätte das erste Finalspiel in Oberwil nicht sein können.
Nach einer vermeintlich klaren Führung und den ersten Sieg in dieser Serie vor Augen, gingen die Grenchner nochmals aufs Ganze, und erlangten in einem tollen Finish noch den Ausgleich.
Mit seinem 2. Treffer an diesem Spiel bescherte Mats Beiersdörfer in der Verlängerung den Siegestreffer für die Vorstadt-Zuger.

Ein absolut verdienter, aber auch glücklicher Sieg, der den Rebells den ersten Matchball der Serie einbrachte.
Und die Zuschauer erlebten eine wohl noch nie gesehene Dramatik, in der auch ein Alfred Hichkock nicht besser hätte Regie führen können.


Grenchen unter Zugzwang

Mit dem Vorteil der 1:0 Führung in dieser Serie, reisen die Rebells am Samstag zum Auswärtsspiel und somit zur Fortsetzung der Serie nach Grenchen.

Mit dem Rücken zur Wand, aber dafür mit der Erfahrung der 8. (!) Finalteilnahme in Serie, werden die Gastgeber alles daran Setzen, die Serie auszugleichen.
Vier mal konnten die Grenchner den Meisterpokal zwischen 1998 und 2001 bereits in die Höhe stemmen, 1999 hiess der Finalgegner gar Cormorants 97, der Vorgänger der Oberwil Rebells.

Trotz Rücklage peilen die Grenchner ihren 5. Meistertitel an. Um diesen zu realisieren, braucht es nochmals zwei makellose Spiele der Solothurner. ?Wir sind optimistisch, und werden alles daran setzen, die Serie noch zu drehen? sieht Mathias Kummer, Stürmer des SHC Grenchen-Limpachtal, dem Spiel entgegen.
Der 26 jährige Teamleader fordert von seinen Mitspielern totalen Einsatz: ?Ausruhen können wir uns ab nächste Woche. Nun gilt es, nochmals alle Kräfte zu mobilisieren. Wir werden uns voll auf unser Spiel konzentrieren, und versuchen, die Fehlerquote in der Defensive so klein wie möglich zu halten?.
Eine taktisches Rezept wird es beim Traditionsklub nicht geben, höchstens die eine oder andere Änderung in der Startaufstellung, da Markus Zürcher sich beim Spiel in Oberwil einen Bänderriss zuzog, und operiert werden muss. Ansonsten werden die Grenchner komplett antreten können.


Annen verletzt, Wismer fraglich

Auch die Oberwiler bleiben von Verletzungssorgen nicht verschont.
Patrick Annen laboriert immer noch an einer Verletzung, die er im Halbfinal erlitt und ihm auch den zweiten Einsatz in diesen Finalspielen verunmöglicht.
Noch ein Fragezeichen steht für den Einsatz von Spielertrainer Patrick Wismer, dessen Knieverletzung sich wieder stark bemerkbar macht. Für die Trainings diese Woche musste er Forfait geben, und auch für das Spiel am Samstag wird sich Coach Daniel Speck erst kurzfristig für oder gegen einen Einsatz von Wismer entscheiden: ?Bei einem Ausfall von Patrick Wismer hätte ich immer noch einen Trumpf im Ärmel?.
Welchen, wollte er nicht preisgeben, denn noch will sich Coach Speck nicht in die Startaufstellung blicken lassen.
Trotzdem lässt er durchsickern, dass es keine grosse Änderungen geben wird: ?Ausser den letzten 8 Minuten lief das Spiel am vergangenen Samstag für uns perfekt. Es ist kein grosses Geheimnis, dass es vor allem darum geht, die Fehler dieser ominösen Schlussphase nicht nochmals aufkommen zu lassen? analysiert der Mann, der 1999 als Spieler der Cormorants 97 Finalgegner der Solothurner war.
?Wichtig ist, dass wir uns weiter auf unsere läuferischen Stärken besinnen, und das Tempo im Spiel während 60 Minuten hoch halten können? so Speck weiter.


?Den Sack zumachen?

Sich auf ein Entscheidungsspiel am Sonntag in Oberwil einzulassen, steht für das ganze Team ausser Frage: ? Wir gehen am Samstag nach Grenchen, um mit dem Pokal wieder nach Hause zu fahren, und nicht um Sonntags wieder antreten zu müssen? entschärft Thomas Bossard jegliche Spekulationen, am Sonntag auf heimischen Platz Meister werden zu wollen.
?Wir sind voll motiviert, und werden uns auf dem Platz zerreissen. Wer weiss, was am Sonntag passieren könnte. Ein Risiko eingehen zu wollen, wäre höchst fahrlässig? so das Oberwiler Urgestein.

Ins gleiche Horn bläst auch Teamleader Matthias Häni, der seinen 2. Meistertitel (1997 mit dem SHC Berner Oberland) anstrebt: ?Es gibt kein Wenn und Aber, wir wollen den Sack am Samstag zumachen?. Gleichzeitig hebt der 30 jährige Routinier den Mahnfinger: ?Die Grenchner kann man einfach nicht bodigen. Selbst wenn man das Gefühl hat, sie liegen am Boden, stehen die wieder auf und kämpfen bis zum Schluss, nicht selten mit grosser Effizienz und dem daraus entstehenden Erfolg. Deshalb gilt für uns nur 100% ige Konzentration bis zum Schluss?.


Mögliche Fortsetzung am Sonntag

Sollten die Grenchner die Serie am Samstag ausgleichen können, käme es am Sonntag zum finalen Showdown auf dem Schulhausplatz in Oberwil.


Die Spiele:

NLA Playoff-Final
Samstag 6.5.06 14:00 Schulhaus Eichholz, Grenchen

Grenchen-Limpachtal vs. Oberwil Rebells (Stand 0:1)

Falls nötig:

Sonntag 7.5. 14:00 Schulhausplatz Oberwil
Oberwil Rebells vs. Grenchen-Limpachtal





Autor Marc Nömitz

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