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NLA: Der Branchenleader lädt zum Tanz


Do, 09.11.2006

Die Oberwil Rebells dominieren die Meisterschaft nach belieben. Im Heimspiel (Sa, 14:00) gegen den SHC Martigny ist der amtierende Meister und Cupsieger erneut klarer Favorit.

Gegen den Angriffswirbel der Oberwiler scheint auch diese Saison kein Kraut gewachsen, keiner der bisherigen sechs Gegner in Cup und Meisterschaft fand das Rezept um die Rebells zu bezwingen. Einzig Sierre war in der Lage, die Zuger in Bedrängnis zu bringen, mussten sich aber am Schluss trotzdem mit 4:8 geschlagen geben. Die restlichen Partien endeten allesamt mit mindestens zehn Oberwiler Toren bei ein bis zwei Gegentreffern. Die Ausnahme war das Spiel in Aegerten, wo Torhüter Stephan Sidler gleich sechsmal bezwungen wurde. Die Bilanz zum Saisonstart ist makellos, der Blick auf die Tabelle verdeutlicht die Dominanz der Rebells: Rang eins, sechs Spiele, sechs Siege und ein sagenhaftes Torverhältnis von 73:17.

Motivation als Stolperstein?
Dass der SHC Martigny, der nächste Gast am Samstag in Oberwil, als erster den Meister in die Knie zwingen wird, ist nur schwer vorstellbar. Martigny hat erst zwei Siege zu Buche und liegt auf dem sechsten Rang nicht weit vom Trennstrich entfernt. Dazu ist Patrice Morard, ein Neuzug aus Sierre, nach einer Matchstrafe aus dem letzten Spiel gesperrt und wird seinem Team fehlen. Stoppen können sich die Rebells derzeit fast nur selbst, durch fehlende Spannung verursachte Motivationsschwierigkeiten vielleicht. Spielertrainer Patrick Wismer weiss allerdings diesbezüglich vorzusorgen: ?Wir probieren viel aus, mischen die Reihen durcheinander und alle bekommen ihre Möglichkeiten, sich zu beweisen. Es ist sicherlich schwierig die Qualifikation immer Topmotiviert durchzuspielen, darin birgt die Gefahr zu verlieren. Darum müssen wir immer neue Ziele setzen.? Dass das Tempo der Trainings noch nicht ganz ins Spiel übernommen wird, sei zu verbessern, ?wir müssen uns stets die Playoff-Spiele vor Augen halten?, sagt Wismer um die Ziele zu definieren. Für Captain Mathias Häni gibt es keine mühe, sich für die Spiele heiss zu machen: ?Ich habe lange genug verloren und geniesse darum jeden Sieg.? Häni kam vom Berner Oberland nach Oberwil und musste mit seinem ehemaligen Verein lange gegen den Abstieg kämpfen, was schliesslich nicht mehr zu verhindern war.

Wismer und Melliger länger out
Abstiegssorgen kennt man im erfolgsverwöhnten Oberwil nicht und es deutet alles daraufhin, dass die Rebells noch lange und wohl auch am Ende der Qualifikation von der Ranglistenspitze grüssen. Es kann also auch am Samstag gegen Martigny mit einer weiteren Erfolgsmeldung der Innerschweizer gerechnet werden. Auf zwei wichtige Komponenten müssen die Rebells allerdings bis auf weiteres verzichten. Raphael Melliger wird sicherlich bis Ende Jahr ausfallen und auch Wismer kann weiterhin nicht in die Spiele eingreifen, sein Knie wird nächste Woche operiert. Eine Rückkehr aufs Spielfeld ist bei optimaler Genesung und natürlich dementsprechend guten Resultate der Mannschaft gegen Ende der Playoff-Phase zu erwarten.

Autor Olivier Stemmle

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