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NLB: Derby in Oberwil


Do, 16.11.2006

Für die beiden Zuger Vereine steht wohl das emotionsträchtigste Spiel der Saison bevor.
Am Samstag empfängt die 2. Mannschaft der Oberwil Rebells dabei die Red Bears aus Cham, dem NLA-Absteiger der vergangenen Saison.

Vor einem Jahr lagen zwischen beiden Teams noch 2 Ligen, und die Roten Bären aus Cham bestritten die Derbys mit der 1. Mannschaft der Rebells.
7 Monate nach dem Abstieg der Chamer und dem Aufstieg der Reserven der Rebells kommt es zur Derby-Premiere in der NLB.

Während die Rebells die letzten beiden Spiele auswärts gegen die beiden Aufsteiger verlor, haben sich die Red Bears nach dem verhaltenen Saisonstart wieder aufgefangen, und konnten jüngst mit einem Kantersieg gegen Diabla ihren Aufwärtstrend auf eindrückliche Art demonstrieren.

Cham in der Aufbauphase

Zahlreiche Abgänge hatten die Chamer in vergangenen Jahren zu beklagen, darunter einige Leistungsträger. Einige wechselten zum Kantonsrivalen nach Oberwil, und nicht weniger hängten ihre Stöcke an den berüchtigten Nagel.
Trotzdem war es immer wieder bemerkenswert, wie gut die Chamer sich nach diesen Abgängen immer wieder auffangen konnten, und sich in der NLA bestätigten.
Bis vergangener Saison, wo man in 2 Spielen am Aufsteiger Bettlach scheiterte.
?Wir haben alles versucht, um sportlich den Ligaerhalt zu schaffen. Aber die erneuten Abgänge der letzten Saison wogen zu schwer, ein Abstieg war unvermeintlich.
Und in den Auf/Abstiegs-Spielen fehlte uns sicher auch das Glück.? resümiert Marco Odermatt die letzte Saison der Chamer.

?In der NLB starten wir einen Neuanfang mit einem willigen und hungrigen Team. Unser Ziel ist es, in ca 2-3 Jahren den Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse anzustreben.? So der Ex-Oberwiler in den Diensten der Red Bears.

Die Favoritenrolle sieht Marco Odermatt eher bei den Oberwilern: ?Aufgrund der Tabellensituation sind die Oberwiler sicher leicht zu favorisieren. Aber für Cham spricht, dass einige Akteure über grosse Erfahrung in den höheren Ligen haben. Ausserdem ist der Ausgang eiesn Derbys immer offen, wie es eigentlich auch sein soll. Eine Prognose ist kaum möglich. Auch hängt vieles von der Tagesform ab.?



Auf eine Favoritenrolle möchte sich Marco Röösli nicht festlegen. Der Stürmer der Rebells dazu: ?Klar, auf dem Papier sind wir die Favoriten. Aber Derbys haben eigene Gesetze, da kann alles passieren. Zudem darf nicht vergessen werden, dass wir nach wie vor der Aufsteiger sind. Wir respektieren jeden Gegner, und unterschätzen niemand. ?

Trotz den beiden aufeinander folgenden Niederlagen will Marco Röösli nichts von einer Minikrise wissen: ?Wir haben gegen die beiden Liga-Favoriten verloren. Wer denkt, dass wir als Liga-Neuling durchmarschieren, der träumt zuviel. Aber die beiden Spiele kamen gerade zur rechten Zeit. Wir müssen uns wieder auf unsere Stärke konzentrieren, und nicht zwingend den höher dotierten Teams spielerisch die Stirn bieten wollen.?

Man müsse auch aus den Niederlagen das Positive daraus schliessen. Schlussendlich können wir in jedem Spiel in der ersten NLB-Saison weiter dazulernen, meint der 22 jährige Stürmer.

Marco Röösli selbst kommt nach langer Verletzungspause immer besser ins Spiel.
In kürze wird er wieder zu seiner Bestform auflaufen können, und der Mannschaft noch mehr Impulse verleihen können.

Ohne Hermann und Dejan Iten

Nach wie vor stehen dem Coaching-Team Trütsch/Melliger/De Sepibus die RS-Absolventen Oli Marty, Roli Iten und Michael Hübner nicht zur Verfügung.
Weiter fehlen dem Team Philipp Hermann (Viruskrankheit), Dejan Iten und Mike Häusler.
Dafür verstärken Patrick Döbeli und Patrick Merz von den A Junioren das Team.

Samstag 18.11.06 14:00

Schulhausplatz Oberwil

NLB
Oberwil Rebells 2 vs. Red Bears Cham

Autor Marc Nömitz

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