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NLB: Als Favorit zu Gast in Dor?naz


Mi, 29.11.2006

Hart umkämpft waren die Halbfinalpartien der beiden Teams in der Aufstiegsrunde 03/04 in der 2. Liga. Nach hektischen Spielen setzten sich die 2. Mannschaft der Oberwil Rebells damals mit 2:1 Siegen durch, und sicherte sich somit den direkten Aufstieg in die 1. Liga.
Aber auch der SHC Diabla löste das Aufstiegsticket mit 2:0 Siegen gegen das damalige Schlusslicht der 1. Liga, der 2. Mannschaft des SHC Gäu-Bandits.

Zweieinhalb Jahre später kreuzen sich die Wege der beiden Teams erneut. Nach dem Aufeinandertreffen in der vergangenen Cuprunde, kommt es zum ersten Duell in der NLB.

Kometenhaftes Diabla

Nur ein Jahr nach dem Aufstieg setzte man sich auch in der 1. Liga durch, dominierte die Gruppe, und stieg mit den Langenthal-Devils in die NLB auf.
Der Verein, welcher sich 2001 gründete, stieg somit innerhalb von weniger als 4 Jahren in die zweithöchste Liga auf.
Der weitere sportliche Verlauf in der NLB war jedoch weniger von Erfolg gekrönt.
Konnte man im ersten Jahr dank einem noch schwächeren SHC Aegerten 2 die Abstiegsrunde noch vermeiden, sieht es diese Saison noch etwas düsterer aus. Gerade mal einen Punkt konnte man sich im Heimspiel in der 1. Runde gegen den letztplatzierten und punktegleichen Dulliken ergattern.
Präsident Alexandre Tacchini kennt hierfür die Ursache: ?In einem 600-Seelen-Dorf ist es nicht einfach, genügend Spieler für diese Sportart zu mobilisieren. Wir profitieren zwar von einer Hockeyverrückten Region, vor allem aus der Richtung Martigny, aber wir dürfen nicht vergessen, dass es auch noch zahlreiche Eishockey-Clubs gibt. Und auch im Streethockey ist die Konkurrenz sehr gross. Diesbezüglich haben wir zwar zahlreiche Akteure, aber zu wenige, welche auf ein gutes NLB-Niveau kommen.?
Tacchini selbst ist Spieler der 2. Mannschaft, und nebenbei mit bald 21 Jahren der wahrscheinlich jüngste Präsident der Streethockey-Szene.

Im Innersten hatte sich Alexandre Tacchini den Saisonverlauf etwas erfolgreicher erhofft, wenn er auch ein Realist ist: ?Wir wussten, dass diese Saison eine der schwierigsten werden würde, doch insgeheim hofften wir trotzdem auf bessere Resultate. Nach wie vor streben wir den rettenden 8. Platz und die damit verbundene Playoff-Qualifikation an, aber der Weg dazu ist sehr steinig, und noch in weiter Ferne.Und vor allem müssen Punkte her.?

Auch gegen Oberwil wollen die Walliser somit etwas Zählbares reüssieren.
?Egal gegen wen wir spielen, es geht um Punkte, und diese können wir nur im Spiel ergattern.? so Tacchini weiter.

Oberwil als Favorit

Gemessen an der Tabellensituation sind die Oberwiler in diesem Spiel klarer Favorit.
Auch die Cuppartie wurde nach einem sehr einseitigen Spiel 21:3 für sich entschieden.
Besteht dabei die Gefahr zur Überheblichkeit?
?Auf keinen Fall.? winkt Philipp Hermann unmissverständlich ab. ?Jedes Spiel fängt bei null an, die Tore müssen erst erzielt und die Punkte realisiert werden?.
Der 22 jährige Allrounder weiss um die Gefährlichkeit nach einem leicht gewonnenen Spiel gegen den gleichen Gegner: ?Cup und Meisterschaft sind nicht vergleichbar. Diabla war in Oberwil vom Kader her stark dezimiert. Ausserdem haben sie damals nach 40 Minuten resigniert, und sich mit der Niederlage abgefunden. Am Sonntag werden wir einen ganz anderen Gegner erleben. Einer, der um Punkte gegen die Abstiegsrunde kämpfen wird. Diabla ist nur 3 Punkte vom rettenden 8. Platz entfernt, da liegt für sie noch alles drin. Sie werden alles dran setzen, um Punkten zu können. Vor allem Zuhause ist der Ansporn halt doch immer grösser.? Trotzdem fügt Hermann an, dass ein Sieg absolute Pflicht ist: ?Eine Niederlage wäre nicht zu entschuldigen?.

Philipp Hermann wechselte zusammen mit Patrick Trütsch vom Unihockey zum Streethockey, und fügte sich wie Trütsch nahtlos ins Team und in die Sportart ein.
Nach einer Viruskrankheit konnte Hermann diese Woche nach 14 Tagen Bettpflege erstmals wieder trainieren. Ob die Kräfte in Dor?naz, wo man auf dem grössten Spielfeld der Schweiz spielen wird, reichen, ist zu hoffen. ?Noch bin ich nicht im Vollbesitz meiner Kräfte. Im schlechtesten Fall werde ich wahrscheinlich nicht ganz durchspielen können.?

Auf die Frage, ob die Grösse des Spielfeldes Einfluss auf das Spiel haben könnte, relativert Hermann: ?Nun, spielerisch ist dies für Diabla sicher ein Vorteil. Aber Konditionell ist unser Team wohl in einer besseren Verfassung. Diesbezüglich gleicht sich das Ganze aus.?

Emir Mehmedovic und Oli Marty fraglich

Nach überstandener Verletzungspause kehrt Defensiv-Spezialist Kevin Schnüriger ins Team zurück. Und auch Philipp Hermann steht dem Coaching-Team wieder zur Verfügung.
Emir Mehmedovic (Rückenprobleme) und Oli Marty (Militär) sind hingegen noch fraglich.
Weiterhin nicht zur Verfügung stehen Roli Iten, Michael Hübner (beide Militär), Dejan Iten (Trainingsrückstand) und Mike Häusler.


Sonntag 3.12.2006 14:00
SHC Diabla vs. Oberwil Rebells 2

Terrain SHC Diabla
Dor?naz

SR: Langenthal-Devils


Autor Marc Nömitz

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